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Micron Technology · 06.06.2018 12:40 Uhr

Chip-Hersteller mit Mega-Aktienrückkauf

Micron Technology, Zentrale in Boise, USA
Quelle: Charles Knowles / Shutterstock.com
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Für Schnäppchenjäger ergibt sich eine Chance: Das KGV von Micron Technology rangiert bei 6. Allerdings verläuft die Branche in Zyklen. Das Unternehmen stellt Chips für Handys, Personalcomputer und globale Datenzentren her.

- von Tim Schäfer -
Seit geraumer Zeit war der Speicherchip-Hersteller ein Trauerspiel. Die Aktie kam nicht in die Gänge. Die Ergebnisse enttäuschten. Die Kosten waren zu hoch. Die Schulden türmten sich auf. Die Story schmeckte der Wall Street überhaupt nicht. Die Aktie hatte einen bitteren Beigeschmack. Nun änderte sich alles.

Analystentag In Manhattan überzeugte

Am 21. Mai präsentierte das Management auf einem Analysten-Tag in New York Überraschendes. Der Hersteller von DRAM- und NAND-Flash-Memory-Chips überzeugte auf ganzer Linie. Für das laufende 3. Quartal, das Ende Mai endet, peilt das Management mehr Umsatz und Ergebnis an. Es möchte nun 7,7 bis 7,8 Mrd. USD Umsatz in die Scheune fahren, zuvor lautete die Prognose lediglich 7,2 bis 7,6 Mrd. USD. Das Ergebnis je Aktie soll 3,12 bis 3,16 USD bringen. Zuvor war es nur von 2,76 bis 2,90 USD ausgegangen.
Mehr noch: Nicht nur erhöhte der Vorstand die Planungen für das Quartal, sondern gab einen optimistischen Ausblick auf die kommenden Jahre. Das war genau das, auf was die Wall Street gewartet hatte. Am gleichen Tag kletterte die Aktie um mehr als 3 %. Nach Handelsschluss legte die Aktie abermals um 4 % zu. Was Finanzvorstand Dave Zinsner skizzierte, war eine Überraschung.

Digitalisierung erfordert mehr Speicherplatz

Big Data und künstliche Intelligenz (AI) treiben die Nachfrage nach Speicherchips nach oben. Es müssen gewaltige Datenberge gespeichert und ausgewertet werden, um die neuen technischen Möglichkeiten ausschöpfen zu können. Der Bedarf an Speicherkapazität einschließlich Arbeitsspeicher geht durch die Decke. Das erklärte Vorstandschef Sanjay Mehrotra den Analysten. Daten müssen gespeichert, verschoben, gesammelt, analysiert werden. All diese Schritte brauchen massive Speicher-Lösungen, machte Mehrotra klar.
Datenzentren müssen aufgerüstet werden, um dem Cloud-Boom Rechnung zu tragen. Mobile, autobasierte Daten werden explodieren. Ebenso wird das Internet der Dinge neue Datenberge erzeugen. Das höchste Wachstum sieht Mehrotra im Bereich der Autos und Datenzentren. Deren Spartenumsatz wird sich bis 2021 mehr als verdoppeln gegenüber 2017. Das Internet der Dinge wird den Umsatz um das 1,7-fache, das mobile Internet um 1,2-fache steigern.
Alles in allem erwartet Micron, dass DRAMs um 20 % zulegen werden in den kommenden 4 Jahren. NAND wird um 40 bis 45 % expandieren. Es wird eine Wachstums-Party werden.
Allerdings sind die Investitionen hoch, um den wachsenden Ansprüchen zu genügen...
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Verfasst am 06.06.2018 um 12:25 Uhr
Veröffentlicht am 06.06.2018 um 12:40 Uhr
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