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Marktbericht: update von 13:00 Uhr · 24.06.2018 13:00 Uhr

Erholungsversuch nach Abwärtsdruck - DAX wirkt angeschlagen

Besprechung
Quelle: HQuality / Shutterstock.com
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Nach dem Kurseinbruch zu Wochenbeginn konnte sich der DAX am Morgen etwas stabilisieren. Der Dow Jones konnte seine Verluste zum Ende des gestrigen Handels eindämmen und damit die zwischenzeitlich gerissene 200-Tage-Linie verteidigen.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:05min, 26. Juni 2018, 10:54 Uhr
- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV News Redaktion - 26.06.2018 -
Nach dem weiteren heftigen Kursrutsch zum Wochenbeginn hat sich der deutsche Aktienmarkt heute zunächst etwas stabilisiert. Der DAX, der in den vergangenen sieben Börsentagen um mehr als sechs Prozent abgerutscht war, legte im frühen Handel um 0,3 Prozent auf 12.312 Punkte zu.
Der EuroSTOXX 50 stieg ebenfalls um 0,3 Prozent auf 3.379 Zähler.
Im Handelsstreit zwischen den USA und China sorgte der Chef des Nationalen Handelsrats der USA, Peter Navarro, mit seinen Aussagen für etwas Beruhigung. Dabei dämpfte Befürchtungen, wonach der Handelskonflikt die US-Wirtschaft schädigen werde.
Der Dow-Jones-Index konnte seine Verluste daraufhin zum Ende des gestrigen Handelstages eindämmen.
Viele Experten bleiben jedoch skeptisch. Sie sind der Meinung, dass der globale Handelskonflikt die Konjunktur belaste.
Für den MDAX der mittelgroßen Unternehmen ging es bisher um 0,5 Prozent auf 25.976 Punkte nach oben.
Der TecDAX erholte sich um 0,5 Prozent auf 2.748 Punkte.

Chinas Präsident will sich im Handelskonflikt nichts gefallen lassen

Einem Bericht zufolge hat Chinas Präsident Xi Jinping den Ton im Handelskrieg mit den USA verschärft. "Im Westen gibt es die Neigung, die rechte Backe hinzuhalten, wenn jemand auf die linke geschlagen hat. In unserer Kultur schlagen wir zurück", sagte er nach Informationen des "Wall Street Journal" (WSJ) vor einer Gruppe von zwanzig Chefs multinationaler Konzerne größtenteils aus den USA und Europa. Die US-Zeitung beruft sich dabei auf Personen, die über die Inhalte des Treffens informiert wurden.

Trump rügt Harley Davidson für Flucht vor Zöllen

Harley-Davidson verlagert wegen der EU-Vergeltungszölle auf amerikanische Waren einen Teil seiner Produktion aus den USA und hat deshalb nun Ärger mit dem Weißen Haus.
Das Unternehmen hatte erklärt, durch den Schritt eine Preiserhöhung für Kunden in Europa vermeiden zu wollen.
US-Präsident Donald Trump reagierte in der Nacht zum Dienstag irritiert und gab seinen Ärger per Twitter bekannt.

Osram im Fokus

Osram-Aktien sind am Montag zeitweise um annähernd zwölf Prozent auf den niedrigsten Stand seit Februar 2016 abgesackt.
Nach einem kurzen Erholungsversuch rutschten sie heute weiter ab. Zuletzt kosteten die Papiere 40,57 Euro. Das ist ein weiteres Minus von 1,2 Prozent.
Als einen möglichen Grund für die neuerliche Verkaufswelle sah ein Börsianer einen koreanischen Medienbericht aus informierten Kreisen, wonach Samsung bei künftigen Handymodellen nicht mehr auf die Entsicherung per Iris-Scanner setzen wolle. Statt dessen werde der Konzern eine neue 3D-Gesichtserkennung entwickeln.
Osram Opto Semiconductors entwickelt Infrarot-LED für Iris-Scanner. Ein Osram-Unternehmenssprecher wies allerdings darauf hin, dass Osram mit der Iris-Scan-Technologie insgesamt weniger als ein Prozent seines Gesamtumsatzes erziele. Auf den möglichen Technologiewechsel hin zur Gesichtserkennung habe man sich bereits eingestellt und jüngst erst mit dem Unternehmen Vixar einen US-Spezialisten für Sicherheitsanwendungen erworben.
Kursbelastend wirkt dem Händler zufolge auch der schwache Automobilsektor. Drohende Strafzölle könnten sich hier negativ auf die Geschäftsentwicklungen der Hersteller und Zulieferer auswirken. Im Bereich Lichttechnik ist Osram hier eine feste Größe.

Citigroup-Kommentar belastet Nordex-Kurs

Die US-Bank Citigroup hat die Beobachtung von Nordex mit "Sell" und einem Kursziel von 7,60 Euro aufgenommen.
Die Schätzungen für das kommende Jahr des Windkraftkonzerns seien zu hoch, schrieb Analyst Martin Wilkie in einer Studie. Die Auswirkungen der Kostensenkungen dürften sich 2019 abschwächen. Ein weiterer Belastungsfaktor sei der anziehende Stahlpreis.
 
Erstellt am 26.06.2018, um 9:15 Uhr. Zuletzt aktualisiert am 26.06.2018, um 13:00 Uhr.
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