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Zalando-Aktie · 01.08.2018 11:40 Uhr

Ganz schnell Mode für alle

Zalando Pakete
Quelle: nitpicker / Shutterstock.com
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Alles begann 2008 in einer kleinen WG in Berlin. Zehn Jahre später ist aus Zalando Europas größter Online-Modehändler geworden. Die Aktie ist überwiegend in den Händen von Profis. Doch auch für Privatanleger bietet sie Investmentchancen.

- Gastbeitrag von Tim Schäfer -
Die beiden Gründer David Schneider und Robert Gentz begannen 2008, Flip-Flops aus ihrer Wohngemeinschaft zu verkaufen. Ihr Vorbild war der Online-Schuhversender Zappos, ein strahlendes Erfolgsmodell aus Las Vegas. Obwohl gerade die Finanzkrise ausbrach, lief es gut, was die beiden auf die Beine stellten. Also gründeten sie Zalando (zunächst hieß das Startup ifanshoe GmbH). Sie holten die Samwer-Brüder über deren Investorenarm Rocket Internet ins Boot. Der erste Investor wurde Holtzbrinck Ventures, ein Verlagsableger. Es entstand ein Mega-Konzern.
Im Keller der WG in der Berliner Torstraße verpackten eine Handvoll Mitarbeiter die Schuhe. Alle packten an. DHL holte täglich die Ware ab. Nach und nach kamen mehr Marken dazu. Handtaschen wurden ein Renner. Es folgt der Umzug in ein größeres Büro im Sommer 2009. Der kostenfreie Versand zahlte sich aus, es war ein Zugpferd. Der Umtausch der Ware ging problemlos kostenfrei – das gefiel den Kunden.

Logistikhalle hat Größe von Fußballfeldern

Die ersten TV-Spots kamen. Mittlerweile ist Europas größter Online-Modehändler für Kleidung und Schuhe entstanden. Das Logistikzentrum in Mönchengladbach hat die Größe von mehreren Fußballfeldern. Innen sausen orangene Plastikboxen auf Laufbändern, sie werden von Mitarbeitern mit Jeans, T-Shirts, Handtaschen, Krimskrams gefüllt. Tausende Pakete werden gewogen, adressiert, frankiert, gescannt. Sie landen in LKWs. In 17 Ländern liefern sie die Kisten aus. 2.000 Marken umfasst heute das Sortiment. Zu den Top-Marken gehören Puma, Bugatti, Michael Kurs, Converse, Reebok, Nike, Levis, Timberland.
Die Story steckt noch in den Kinderschuhen. Denn der E-Commerce-Markt ist gerade am Großwerden. In Deutschland gibt es 4 Logistikzentren. Außerdem an Standorten in Frankreich, Italien, Polen und Schweden.
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Viele Profis tummeln sich in Aktie

Die MDAX-Aktie ist in festen Händen. Die Gründer halten 3,7 %. Tengelmann besitzt 5 %. Allianz und die Fondsgesellschaft Vanguard haben sich jeweils 3 % unter den Nagel gerissen. Daneben sind andere Profis im Boot. Der Börsenwert beträgt knapp 12 Mrd. Euro. Dem steht ein Umsatz von zuletzt 4,49 Mrd. Euro gegenüber. Das Umsatz-Vielfache beläuft sich auf 2,5, was vertretbar ist. Zum Vergleich: Amazon wird immerhin der 4,6-fache Umsatz zugebilligt, also deutlich mehr. Die Kasse ist in Berlin üppig mit Cash gefüllt. Die Expansion lässt sich größtenteils vermutlich aus dem Cashflow finanzieren. Es gibt auf der Finanzierungsseite kein Hemmschuh. Zumal das Geschäft auf Hochtouren läuft, es wirft jede Menge Cash ab. 90 Millionen Bestellungen wickelte das Imperium 2017 ab.
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Der Text ist ein Auszug aus dem aktuellen Anlegermagazin. Jetzt im Anlegerclub registrieren, um den gesamten Artikel zu lesen.
Verfasst am 01.08.2018 um 11:30 Uhr. Veröffentlicht am 01.08.2018 um 11:40 Uhr.
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