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Linde-Praxair Fusion wackelt · 06.07.2018 16:30 Uhr

Bewegter Wochenstart

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Roman Samborskyi / shutterstock.com
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Die Kursverluste beim Euro haben den Dax am Montagnachmittag nur kurzzeitig angeschoben. Der deutsche Leitindex legte zeitweise bis auf 12 715 Zähler zu, drehte danach aber wieder ins Minus. Die Linde Aktie verliert deutlich

NEWS AUS DEM HANDEL 2:15min, 06. August 2018, 16:05 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
Insgesamt zeigt sich der deutsche Leitindex ohne klaren Trend.
Überraschend schwache Konjunkturdaten aus Deutschland hatten dem Euro etwas zugesetzt. Im Juni war der Auftragseingang in der deutschen Industrie deutlich stärker als erwartet gesunken.
Am Dienstag nimmt die Bilanzsaison ordentlich Fahrt auf. Experten wie Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer erwarten überzeugende Bilanzen – die aber wegen der Sorgen um den Handelsstreit ihre positive Wirkung auf die Kurse nur begrenzt entfalten können.

Alarmstimmung bei Linde

Der Gasehersteller Linde steht bei der Milliarden-Fusion mit dem US-Branchenriesen Praxair vor unerwarteten kartellrechtlichen Hürden. Zwar haben Linde und Praxair bereits umfangreiche Verkäufe von Geschäftsteilen in die Wege geleitet, um Bedenken der Wettbewerbshüter auszuräumen. Allerdings, so die Befürchtung, könnten die Auflagen noch schärfer und schmerzhafter werden. "Das ist nicht das Ende", heißt es zu der neuen Entwicklung in Branchenkreisen. Allerdings trete der Fusionsprozess durchaus in eine kritische Phase, denn für die Vollendung des Zusammenschlusses haben beide Partner nur noch weniger als drei Monate Zeit. Linde Aktien verlieren knapp zehn Prozent. In den USA verlieren auch Praxair sehr deutlich.

Xing wächst weiter

Der Karrierenetzbetreiber Xing ist im ersten Halbjahr weiter gewachsen und steigerte seinen Umsatz um 28 Prozent auf 110,5 Millionen Euro. Dabei trug das Geschäft mit Firmenkunden erstmals den größten Anteil zum Gesamtumsatz bei. Das operative Ergebnis stieg um 18 Prozent auf 33,4 Millionen Euro. Auch unter dem Strich konnte Xing mit 15,4 Millionen Euro mehr verdienen als im Vorjahr - nämlich 20 Prozent. Die Zahl der Mitglieder stieg um knapp 1 Million auf 14,4 Millionen.
Xing zählen zu den Gewinnern des Handelstages.