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Börsenaufsicht untersucht Tesla Tweets · 09.07.2018 17:00 Uhr

Eskalation im Handelsstreit lähmt Anleger

Junge Frau trinkt Wasser
Quelle: A. and I. Kruk / Shutterstock.com
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Der Dax bewegt sich am Donnerstag kaum. Bis zum Mittag lag die Handelsspanne bei mageren zehn Punkten. Bewegung dagegen bei den Einzeltiteln: Vier Dax-Unternehmen ziehen Bilanz: Telekom, Merck, Thyssenkrupp und Adidas.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:19min, 09. August 2018, 16:54 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
An der Wall Street ist weiter Zurückhaltung angesagt. Wie auch in Europa standen am Donnerstag neben den Handelsstreitigkeiten und den Sanktionen Washingtons gegen Russland noch einige Quartalsberichte im Blick.
Der US-Leitindex Dow Jones Industrial bewegte sich im frühen Handel mit plus 0,02 Prozent auf 25 588,08 kaum vom Fleck. Bereits zur Wochenmitte hatten die Anleger die Füße still gehalten.
Der Pilotenstreik bei Ryanair in mehreren europäischen Ländern trifft an diesem Freitag rund 55.000 Passagiere - davon 42 .00 allein in Deutschland. Die irische Gesellschaft hat jeden sechsten ihrer rund 2400 geplanten Europaflüge abgesagt. An der größten deutschen Ryanair-Basis in Frankfurt das komplette Frühprogramm für den Freitag gestrichen.
 

Telekom spürt Euro

Die Deutsche Telekom kämpft weiter mit Gegenwind durch den starken Euro. Trotz des ordentlichen Wachstums der US-Mobilfunksparte kam in Bonn im zweiten Quartal daher weniger Umsatz und Ergebnis an als ein Jahr zuvor. Weil die Telekom bei der Ergebnisprognose Währungseinflüsse ausklammert, erhöht sie die Aussichten für das Gesamtjahr zum zweiten Mal leicht um 100 Millionen Euro.
 

Gewinnrückgang bei Merck

Nach einem gedämpften Jahresstart hat der Pharma- und Spezialchemiekonzern Merck KGaA im zweiten Quartal beim Umsatz etwas an Fahrt gewonnen. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis ging allerdings noch stärker zurück als von Analysten befürchtet. Für 2018, das ein Übergangsjahr werden soll, erwartet Merck nun immerhin etwas weniger Gegenwind von den Wechselkursen.

ThyssenKrupp unter Erwartung

Der Industriekonzern Thyssenkrupp ist im dritten Quartal wegen der Probleme in seinem Anlagen- und Schiffbaugeschäft in die roten Zahlen gerutscht. Das derzeitige Sorgenkind im Konzern leidet unter fehlenden Großaufträgen sowie höheren Kosten. Die war bereits Auslöser für eine Gewinnwarnung Anfang August. Die gesenkte Jahresprognose bestätigte der Konzern.
 

Adidas weiter erstklassig

Der Sportartikelhersteller Adidas hat im zweiten Quartal weiter aufgetrumpft. Trotz höherer Werbeausgaben für die Fußballweltmeisterschaft machte Adidas beim Gewinn einen großen Satz nach vorn. Die WM im Sommer kurbelte auch die Umsätze an, zudem lief es in China und in Nordamerika ausgesprochen gut. Gebremst wurde Adidas von der Tochter Reebok, die weiterhin Umsatzeinbußen verzeichnete. Auch in der Heimatregion Westeuropa stagnierte das Geschäft.