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Lira auf Rekordtief · 10.05.2018 16:00 Uhr

Türkei Krise erfasst Börsen

Türkischer Präsident Erdogan
Quelle: rogistok / Shutterstock.com
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Am letzten Handelstag der Woche scheint die Luft endgültig raus zu sein aus dem deutschen Aktienhandel. Der seit Tagen schwerfällige Dax verliert am Freitag deutlich und fällt unter 12.500 Punkte. Das Sorgenkind heißt heute: Türkei

NEWS AUS DEM HANDEL 2:42min, 10. August 2018, 14:44 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
Es ist dramatisch: Der Kursverfall der türkischen Lira hat sich rasant beschleunigt und Unruhe an den Finanzmärkten ausgelöst. Die Türkei will heute noch ein neues Wirtschaftsmodell vorstellen – was immer das heißen mag, weiß niemand so recht – und das verunsichert.
Der Abwärtsstrudel bei der türkischen Lira hat eine Vertrauenskrise ausgelöst, die auch die Börsen durchschüttelt. Auch die Bankenaufsicht der EZB schaut mit zunehmender Sorge auf die Türkei. Die Krise der Türkei könnte auch auf die Banken außerhalb der Türkei überschwappen.
Die Märkte spielen die Pleite der Türkei durch, heißt es. Vor allem die Banken werden abgestraft, weil sich Anleger Sorgen machen um einen Flächenbrand.

Deutsche Bank mit Analystenschelte

Die Aktien der Deutschen Bank  fallen deutlich nach einem negativen Analystenkommentar. Morgan Stanley hatte die Anteile nach den jüngsten Kursgewinnen von "Equal-weight" auf "Underweight" abgestuft. Das Kursziel bleibt bei 9 Euro, deutlich unter dem Kurs vom Donnerstag. Seit Ende Juni hatten sich die Papiere ausgehend von ihrem Rekordtief bei 8,755 Euro wieder bis auf über 11 Euro Anfang August erholt
 

Bechtle hebt Prognose

Für den IT-Dienstleister Bechtle geht es auf der Digitalisierungswelle noch stärker aufwärts als gedacht. Nach kräftigen Zuwächsen im zweiten Quartal hebt Bechtle die Prognose an. Umsatz und Ergebnis dürften in diesem Jahr prozentual zweistellig wachsen. Im zweiten Quartal klettert der Umsatz um 17 Prozent, Der Überschuss um 21 Prozent. Damit liegt Bechtle über den Erwartungen, sehr zur Freude der Anleger.
 

K+S mit kleiner Gewinnwarnung

Der Dünger- und Salzproduzent K+S wird seinen operativen Gewinn in diesem Jahr wohl nicht so stark steigern wie von Analysten erhofft. K+S rechnet mit 660 bis 740 Millionen Euro. Erwartet waren knapp 800 Millionen. Anleger strafen K+S deutlich ab.
 

Hella wird mutiger

Der Zulieferer Hella rechnet weiter mit guten Geschäften mit der Autoindustrie und daher mit 5-10 Prozent mehr Umsatz. Auch das Ergebnis soll in ähnlicher Größenordnung wachsen. Am Markt lagen die Erwartungen der Analysten eher am unteren Ende der neuen Prognose.