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Marktbericht: update von 13:30 Uhr · 17.05.2018 11:30 Uhr

DAX erneut im Minus - Euro wieder bei 1,14 Dollar

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Quelle: maradon 333 / Shutterstock.com
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Trotz der fester tendierenden Kurse an der Wall Street in New York tut sich der DAX weiter schwer. Die Kurse geben erneut nach. Charttechnisch gilt der Bereich bei 12.100 Zählern als nächste Unterstützung.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:10min, 17. August 2018, 11:18 Uhr
- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV News Redaktion - 17.08.2018 -
Der DAX notiert zur Stunde bei 12.168 Punkten mit 0,6 Prozent im Minus. Der Euro zeigt sich bei 1,1386 US-Dollar ebenfalls kaum verändert.
Gute Unternehmenszahlen und Entspannungssignale im Handelsstreit zwischen den USA und China hatten den US-Leitindex Dow Jones am Vortag zurück in Richtung seines Halbjahreshochs getrieben. Insgesamt bleibt aber die Lage am Aktienmarkt angesichts der Furcht vor einem globalen Konjunkturdämpfer wegen des Handelskonflikts sowie des Streits zwischen den USA und der Türkei angespannt.
Da heute kleiner Verfallstag ist, muss hier und da mit Kursschwankungen gerechnet werden. Am Terminmarkt laufen Optionen auf Aktien und Indizes aus.
Sollte der DAX unter das Juni-Tief bei rund 12.100 Zählern rutschen, drohe Charttechnikern zufolge ein Absacken unter die Marke von 12.000 Punkten.
Auf Wochensicht liegt der DAX rund anderthalb Prozent im Minus. Dies verdankt er vor allem dem Schwergewicht Bayer, dessen Börsenwert nach einem negativen US-Urteil gegen die Tochter Monsanto um fast ein Fünftel zusammenschmolz. Von ihrem Tief seit März 2013 konnten sich die Papiere der Leverkusener aber am Vortag etwas absetzen. Aktuell legt der Kurs um 1,2 Prozent auf 77,96 Euro weiter zu.
Auch die Papiere von Henkel knüpfen an ihre Erholung vom gestrigen Nachmittag an, nachdem sie wegen einer Prognosesenkung zeitweise um mehr als vier Prozent abgesackt waren. Alain Oberhuber vom Investmenthaus Mainfirst sprach eine Empfehlung für die Papiere des Persil-, Loctite- und Schwarzkopf-Herstellers aus und Fulvio Cazzol von Goldman Sachs hob sein Kursziel etwas an. Der Kurs kletterte bisher um 0,9 Prozent auf 108,46 Euro.
Der Wohnungsvermieter Grand City Properties kann laut einem Zwischenbericht weiter auf anziehende Mieten setzen. Die Mieteinnahmen allein legten um 14 Prozent zu. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 271 Millionen Euro, das war gut ein Fünftel mehr als vor einem Jahr. Die Aktien verbilligten sich heute allerdings um 0,7 Prozent auf 23,26 Euro.

Konjunktur und Politik

Die USA haben der Türkei mit weiteren Sanktionen gedroht, wenn der unter Hausarrest stehende US-Pastor Andrew Brunson nicht schnell freikommen sollte. Die Regierung habe weitere Sanktionen vorbereitet, die man bei Missachtung der Forderung verhängen wolle, teilte Finanzminister Steven Mnuchin am Donnerstag bei einer Kabinettssitzung im Weißen Haus mit.
Außerdem hat der Internationale Währungsfonds (IWF) die von der Währungskrise gebeutelte Türkei zu einer stabilen Wirtschaftspolitik gemahnt. "Im Lichte der jüngsten Marktschwankungen muss die neue Administration ihr Bekenntnis zu solider Wirtschaftspolitik zeigen, um makroökonomische Stabilität zu fördern und Ungleichgewichte zu reduzieren", sagte ein IWF-Sprecher am Donnerstag in Washington. Die Notenbank müsse vollends unabhängig arbeiten, um ihrem Auftrag, Preisstabilität zu gewährleisten, gerecht werden zu können.
Die Digitalisierung verändert zwar gravierend die Arbeitswelt, unter dem Strich werde sie aber aus Expertensicht kein großer Jobkiller sein. Denn keine seriöse Studie erwarte infolge des digitalen Wandels eine Massenarbeitslosigkeit, sagte Prof. Björn Christensen vom Kieler Kompetenzzentrum für Fachkräftesicherung und Weiterbildung der Deutschen Presse-Agentur. Der Statistik- und Mathematik-Professor an der Fachhochschule Kiel hat diverse Studien ausgewertet. Resümee: Ob es leichte Nettoverluste oder leichte Gewinne an Arbeitsplätzen geben wird, hängt vom Verhalten der Akteure ab, also von Unternehmen, Arbeitnehmern und Politik.
Arbeitsminister Hubertus Heil kann sich unter bestimmten Voraussetzungen vorstellen, den Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung stärker zu senken als von der Koalition mit 0,3 Prozentpunkten vereinbart. "Wenn wir bei der Qualifizierung und dem Schutz bei Arbeitslosigkeit zu guten Lösungen kommen, bin ich bereit, ein Stück darüber hinauszugehen", sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Freitag). "Aber ich werde nicht die Kassen plündern, nur weil sich die Union das wünscht."
 
Erstellt am 17.08.2018, um 9:15 Uhr. Zuletzt aktualisiert am 17.08.2018, um 13:30 Uhr.
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