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Markbericht: Update von 16:30 Uhr · 21.07.2018 10:02 Uhr

DAX: Geht da noch mehr?

Grafik zum DAX
Quelle: NikoNomad / Shutterstock.com
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Alles in allem war das erneut ein sehr positiver Handelstag. Der DAX konnte seine Gewinne vom Vormittag behaupten und es scheint sich mittlerweile wieder Zuversicht breit zu machen. Das liegt auch - zumindest ein wenig - an Donald Trump.

- Von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart TV News Redaktion -
 
Der deutsche Leitindex kann den Schwung des Vortages in den heutigen Handelstag retten. Die Aussicht auf eine mögliche Entspannung im Handelskonflikt zwischen den USA und China trug dem DAX gestern ein deutliches Plus von mehr als einem Prozent ein. Im Fokus steht heute mal wieder Donald Trump. Bereits morgen erhält er Besuch aus China, doch schon gestern schaffte es der US-Präsident den Fed-Chef zu brüskieren - mit halbwegs deutlichen Folgen für den US-Dollar.

Trump brüskiert Fed-Chef

Während Donald Trump also Hoffnungen nährt, dass sich die Beziehungen zu China in den kommenden Tagen entspannen könnten, eröffnet der US-Präsident an anderer Stelle schon wieder eine neue Front. Ziel seiner Kritik ist – wie schon häufiger – die US-Notenbank Fed und ihr Chairman Jerome Powell. So kritisierte Trump die jüngsten Zinserhöhungen der Fed und gab gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters zu Protokoll, nicht begeistert davon zu sein, „dass er (Anm.: Jerome Powell) die Zinsen erhöht“. So ungewöhnlich der Vorgang ist, dass ein US-Präsident die Zinspolitik der Notenbank in Frage stellt, es steckt vielleicht ein wenig Kalkül dahinter, meint zumindest DZ-Bank-Analyst Stefan Grothaus gegenüber dem Schweizer Magazin „Cash“. Er sagt: „Nach der Dollarstärke der letzten Wochen könnte eine solche Reaktion der Währung von Trump auch beabsichtigt sein. Ob die Fed sich die Ratschläge zu Herzen nimmt, könnten die Stellungnahmen von wichtigen Notenbankvertretern in den nächsten Tagen zeigen.” Ähnlich sieht es offenbar der Chefvolkswirt der Commerzbank, Dr. Jörg Krämer. Er sieht die Aussagen vor allem opportunistisch. Krämer gegenüber „Cash“: „Ursprünglich haben Trump und die Republikaner die Fed wegen ihrer lockeren Geldpolitik kritisiert. Nun kommt ein opportunistischer Schwenk. Trump befürchtet nun offenbar, dass höhere Zinsen der US-Konjunktur schaden können. Sein Finanzminister muss ebenfalls höhere Zinsen zahlen.” Egal wie man die Aussagen beurteilen mag, am Devisenmarkt haben sie ihre Wirkung nicht verfehlt. Der US-Dollar gibt gegenüber den meisten Währungen deutlich nach.

Bayer: Die Aufholjagd hält an

Weiter nach oben geht es derzeit auch für die Bayer-Aktie. Nach dem überaus herben Kurssturz der Vorwoche, konnte die Bayer-Aktie zuletzt wieder etwas Boden gut machen. Bereits während der Xetra-Haupthandelszeit konnte die Bayer-Aktie gestern um rund drei Prozent zulegen. Ähnlich wie bei Wirecard ging die Hausse der Bayer-Aktie auch nach 17:30 Uhr weiter und die Anteilsscheine konnte in Stuttgart bis 22:00 Uhr noch einmal rund 1,75 Prozent zulegen. Angesichts der Rücksetzer in der Vorwoche, erscheint die die Erholung zwar immer noch ein Tropfen auf den heißen Stein, doch es ist immerhin ein Anfang. Unterstützung erhält Bayer zudem durch positive Analystenkommentare der Credit Suisse und der Berenberg Bank. Nach der Credit Suisse stufte nun auch die Berenberg Bank die Aktie von Bayer auf „Buy“ hoch. Auch heute gehören die Aktien der Leverkusener zu den großen Gewinnern. Bezogen auf das Handelsvolumen sind die Anteilsscheine von Bayer heute sogar mit großem Abstand der stärkste Wert im Handel an der Börse Stuttgart.

Dow feiert Mehrmonatshoch

Erfreulich in den noch jungen Handelstag ist der Dow Jones gestartet. Der Dow Jones startete mit einem leichten Plus in den Handel, das jedoch ausreichte um auf den höchsten Stand seit Anfang Februar zu klettern. Es scheint ein wenig, als würde sich auch US-Anleger Hoffnung auf eine Beilegung des Handelsstreites machen.
 
Aktualisiert am 21.08.2018, um 16:30 Uhr
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