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Finanzblogger stellen sich vor · 04. April 2017

Finanzwesir: Für Leute, die ihr Geld selbst anlegen

Logo des Finanzwesirs
Quelle: Finanzwesir
Die Invest erweitert ihr Netzwerk 2017 erstmals um Meinungsmacher aus der Social Media Finanz-Branche. In dieser Woche stellen sich einige Blogger vor. Heute: Albert Warnecke, auch bekannt als "Der Finanzwesir".

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Können Sie sich und Ihren Blog kurz vorstellen?


"Finanzwesir" Albert Warnecke
Ein Ingenieur berichtet aus der Opferperspektive. Ich habe mich beim Lehrgeldzahlen für die Premiumvariante entschieden und berichte über meinen Irrweg durch den Finanzdschungel damit meine Leser nicht all' die dunklen Wege gehen müssen, die ich gegangen bin. Aber es gibt ein Happy End. Ich habe meine Strategie gefunden.
Die mächtigste Kraft, über die wir als Privatanleger gebieten können ist der Zinseszins. Die Geschichte vom Finanzwesir illustriert die  Kraft des Zinseszinses. Es war einmal ein Wesir, der seinem Sultan einen großen Dienst erwies. Als Dank dafür wollte der Sultan seinem Wesir einen Wunsch erfüllen. Der Wunsch des Wesirs: Der Sultan möge ein Schachbrett nehmen und ihm als Lohn ein paar Weizenkörner darauf legen. Auf das erste Feld ein Korn, auf das zweite Feld zwei Körner, auf das dritte Feld vier Körner, auf das vierte Feld acht Körner und so fort, Verdopplung bis zum 64. Feld. Der Sultan - amüsiert von der Bescheidenheit des Wesirs - gab dem Wunsch statt und beauftragte den Verwalter seiner Vorräte, dem Wesir die Weizenkörner zu geben. Für den Sultan ging die Sache gründlich schief, denn die Exponentialfunktion fängt ganz gesittet an, wächst dann aber über alle Grenzen. Am Feld 64 betrug die Schuld des Sultans 18 Trillionen Weizenkörner. Das Ende vom Lied: Um seine Ehre zu wahren, musste der Sultan zurücktreten und der Wesir wurde Sultan anstelle des Sultans. Zu Ehren dieses schlauen Wesirs, der um die Kraft des Zinseszinses wusste, habe ich diesen Blog auf den Namen Finanzwesir getauft.

Welche Ziele verfolgen Sie damit?

Vordergründig geht es um passives Investieren mit ETFs. Eigentlich geht es aber um finanzielle Bindung im kant'schen Sinne: Raus aus der selbstverschuldeten finanziellen Unmündigkeit. Aber nicht pädagogisch wertvoll und moralinsauer, sondern mit Humor und einer Prise Anarchie.

Wen möchten Sie mit Ihrem Blog ansprechen?

Alle Menschen, die beschlossen haben: "So geht das mit meinem Geld nicht weiter! Ich mach' das jetzt selbst". Keine Bankberater, keine Versicherungsvertreter, keine Finanzdienstleister mehr, die mit höchster Beratungsqualität werben, aber es trotzdem nicht schaffen, eine gescheite Rendite abzuliefern. Nur, wie anfangen? Wer erklärt mir in einfachen Worten, worauf es bei der Geldanlage ankommt? Dieser "jemand" möchte ich sein.

Was erwarten Sie sich von der Teilnahme an der Blogger Lounge auf der Invest?

Raus aus dem Elfenbeintum des Blogging hinein ins Leben. Ich hoffe drei Menschengruppen zu treffen
Erstens "Leser": Ich sehe die Invest zum einen als eine Fortsetzung der Lesertreffen, die ich bereits zweimal mit meinem Bloggerkollegen Daniel Korth veranstaltet habe. Nicht jeder Leser kann und will bis nach Hamburg reisen. Nun gibt es auch die Möglichkeit sich im Süden der Republik zu treffen. Ich freue mich darauf noch weitere meine Leser persönlich kennenzulernen.
Zweitens "Blogger": Die Invest ist für mich eine gute Möglichkeit meine Kollegen kennenzulernen.
Drittens "Alle anderen": Egal ob Banker, Medienmensch, Fintech oder PR-Agentur, im Bereich Finanzen tummeln sich viele Leute. Ich würde mich freuen einige von ihnen persönlich zu treffen.
Immer nur per Mail und Telefon reicht auf Dauer nicht. Die Bloggerlounge bietet hier einen schönen Kristallisationspunkt.