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Marktbericht · 23.07.2018 09:22 Uhr

Hoffnungen auf ein Ende des Handelsstreits schwinden

Xi Jinping and Donald Trump Illustration,Vector
Quelle: pantid 123/Shutterstock
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Die Hoffnungen, dass es zu einer Deeskalation im Handelsstreit kommen könnte, haben sich mehr oder weniger verflüchtigt. So fehlen nun auch dem DAX die positiven Impulse, um einen neuen Höhenflug zu starten.

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
 
Der Start in den Handel war heute Vormittag doch sehr verhalten. Wie die Indikationen bereits andeuteten, ist der DAX recht deutlich unterhalb der Marke von 12.400 Punkten gestartet. Nachdem bereits der gestrige Tag sehr ruhig und in einer äußerst engen Handelsrange verlaufen ist, verspricht der heutige Tag nur wenig Besserung. Die Nachrichtenlage ist in diesen Tagen einfach sehr dünn.

Neue Strafzölle in Kraft

Neuigkeiten gibt es mal wieder aus den USA. So schwindet mehr und mehr die Hoffnung, dass der Handelsstreit zwischen den USA und China kurzfristig beigelegt werden könnte. Im Gegenteil: Heute treten schon wieder neue Schutzzölle auf chinesische Waren im Gegenwert von 16 Milliarden US-Dollar in Kraft. Peking hat bereits mitgeteilt umgehend reagieren zu wollen und Strafzölle in ähnliche Höhe erheben zu wollen. Die chinesische Handelsdelegation die sich aktuell in Washington befindet, ist, wie Beobachter mitteilten, keineswegs prominent besetzt. Insofern glaubt vorerst niemand mehr, dass in diesen Tagen eine Lösung im Handelsstreit gefunden werden kann. An den Aktienmärkten in China und den USA wird das jedoch eher gelassen hingenommen. Größere Ausschläge waren nicht zu beobachten.

Fed-Protokoll deutet weitere Zinserhöhung an

Daran kann nicht einmal das gestern Abend veröffentlichte Fed-Protokoll etwas ändern. Um es kurz zu machen: Die nächste Zinserhöhung in den USA steht demnächst bevor – das meinen zumindest Beobachter. In ihrem Statement zur jüngsten Fed-Sitzung änderten die Währungshüter ihre Einschätzung zur Wirtschaftslage von „solide“ auf „stark“. Experten werten dies als sehr starkes Signal, dass bereits auf der kommenden Fed-Sitzung eine weitere Zinserhöhung bekannt gegeben wird – ungeachtet aller Kritik von und durch Donald Trump.

Deutsche Bank und Continental im Fokus

Bei den Einzelwerten ist die Nachrichtenlage ebenfalls sehr dünn. Etwas unter Druck steht heute die Aktie der Deutschen Bank, nachdem die Berenberg Bank ihr Kursziel von 12 auf 8 Euro nach unten revidiert hat. Die Aktien des Finanzinstitutes notieren im frühen Handel wieder unterhalb der 10 Euro-Marke.
Nochmals nach unten geht es heute Morgen für die Anteilsscheine von Continental. Bereits gestern wurde der Autozulieferer im Zuge einer Gewinnwarnung von Anlegern massiv abgestraft. Heute Morgen fällt die Aktie weiter zurück und notiert mittlerweile schon bei nur noch 157 Euro.
 
Verfasst am 23.08.2018, um 09:15 Uhr
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