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Handelsabkommen: Kanada zurückhaltend · 29.07.2018 16:30 Uhr

Dax tritt auf der Stelle

Junge Geschäftsfrau
Quelle: Peter Bernik / Shutterstock.com
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Anleger an der Wall Street nehmen Gewinne mit, Kanada ist zurückhaltend beim Thema Handelsabkommen und die Kauflaune der Deutschen geht zurück. Zur Wochenmitte macht sich Zurückhaltung breit. Kaufempfehlung für Ströer.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:31min, 29. August 2018, 16:05 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
Die Wirtschaft der USA ist im zweiten Quartal noch etwas stärker gewachsen als bisher bekannt. Die Wirtschaftsleistung (BIP) von April bis Juni um auf das Jahr hochgerechnete 4,2 Prozent. Das ist das höchste Wachstum seit fast vier Jahren.
Das etwas höhere Wachstum geht zu einem guten Teil auf stärkere Investitionen zurück. Die Ausgaben der privaten Haushalte, die einen Großteil der Wirtschaftsleistung ausmachen, wuchsen dagegen etwas schwächer als bislang bekannt. Unter dem Strich bestätigen die Daten das robuste Gesamtwachstum.
Überzeugend auch Microsoft und Amazon – die beiden Giganten markieren mit 111,26 USD bzw 1.957,90 USD Rekorde.
Passend dazu eröffnet heute die Technik Messe IFA in Berlin mit mehr als 1.800 Ausstellern. Keine Messe gibt dem Markt so viele Impulse wie die IFA.
Insgesamt halten sich Anleger am deutschen Aktienmarkt heute zurück, angesichts geringer Fortschritte im Handelsstreit der USA mit dem Rest der Welt. Ernüchterung macht sich breit. So gibt es zwar positive Signale aus Kanada und Mexiko, aber noch keine endgültige Einigung. Zudem bleibt der Zollkonflikt mit China vorerst ungelöst.
Das Konsumklima in Deutschland hat sich erneut etwas eingetrübt. Der Wert sinkt um 0,1 Zähler auf 10,5 Punkte. Damit erreichte die Konsumlaune in der größten Volkswirtschaft Europas den niedrigsten Wert seit Juni 2017. Trotz der jüngsten Rückschläge bleibt das deutsche Konsumklima weiter auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Trump legt sich mit Google an

US-Präsident Donald Trump hat sich selber gegoogelt und ist entsetzt: Es werden nur schlechte Berichte über ihn angezeigt. Trump droht dem Internetgiganten deshalb mit Konsequenzen. "Sie haben es manipuliert, für mich und andere, so dass fast alle Geschichten und Nachrichten schlecht sind", twittert Trump. Google wies die Vorwürfe zurück. Die Anschuldigung kommt gut eine Woche vor einer Anhörung von Vertretern von Google, Facebook und Twitter im US-Senat. Dabei geht es um den Versuch Russlands, Wahlen über Soziale Medien zu beeinflussen.

RTL profitiert von 'American Idol'-Rückkehr

Die Rückkehr der Show "American Idol" hat den TV-Konzern RTL im zweiten Quartal angetrieben. Die Sendung wird von der Tochter FremantleMedia produziert. Hierzulande bekannt als Deutschland sucht den Superstar. Konzernweit zog der Umsatz um 3,6 Prozent auf 1,63 Milliarden Euro an. Der Gewinn legte um fünf Prozent zu. Mit den Zahlen liegt RTL über den Erwartungen.

Ryanair Einigung in Italien

Europas größter Billigflieger Ryanair hat im Tarifstreit mit einer Pilotengewerkschaft in Italien eine Einigung erzielt. Es ist der erste Tarifvertrag für das Flugpersonal von Ryanair, der in Europa unterzeichnet wurde. Italien gehört zu den größten europäischen Märkten der irischen Fluggesellschaft. Anders als in Italien gibt es in Deutschland noch keine Einigung zwischen Crews und Ryanair.