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Dax deutlich im Minus · 31.05.2018 15:00 Uhr

Handelsstreit mit China: Nächste Eskalationsstufe droht

Junge Frau in Sorge vor einem Bildschirm
Quelle: Antonio Guillem / Shutterstock.com
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Der Handelskonflikt mit China könnte weiter eskalieren – Börsen in USA geben nach – Dax startet schwächer – Stimmung droht ins Negative zu kippen – Vonovia schraubt Prognose nach oben - Beiersdorf nach Analystenschelte unter Druck

NEWS AUS DEM HANDEL 2:41min, 31. August 2018, 14:58 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
Die internationalen Handelskonflikte sowie schwache Schwellenländer-Währungen haben vielen Anlegern am deutschen Aktienmarkt zum Wochenschluss die Stimmung vermiest. Im Handelsstreit zwischen den USA und China könnte US-Präsident Donald Trump bereits kommende Woche die nächste Eskalationsstufe zünden. Zudem belasteten erhebliche Währungsverluste von Schwellenländern wie Argentinien, Brasilien, Indien und Indonesien. Etwas erholen konnte sich dagegen die türkische Lira, nachdem sie in dieser Woche erneut deutlich abgewertet hatte.
 
"Bisher halten sich die tatsächlichen Auswirkungen des Zollkonflikts auf die Weltwirtschaft zwar in Grenzen", kommentiert Thomas Metzger vom Bankhaus Bauer die Situation. "Sollte US-Präsident Trump allerdings tatsächlich zusätzliche Abgaben auf weitere chinesische Importe in Höhe von 200 Mrd. Dollar erheben, so wäre über die Hälfte des Handels mit China durch Sonderzölle betroffen, was Risiken für die Entwicklung der globalen Konjunktur mit sich bringen würde."
Für den Dax bedeutet das eine Nullrunde auf Wochensicht.
 
Die beschrieben Belastungsfaktoren ersticken momentan jeden Versuch eines Befreiungsschlages des Marktes, so Experte Metzger, obwohl die insgesamt nach wie vor robusten fundamentalen makroökonomischen Rahmenbedingungen sowie das solide Gewinnwachstum der Unternehmen durchaus höhere Kursniveaus im DAX rechtfertigen würden.

Vonovia hebt Prognose an

Deutschlands größter Immobilienkonzern Vonovia schraubt nach der erfolgreichen Übernahme des schwedischen Konkurrenten Victoria Partner sein Jahresziel erneut nach oben. Ein Händler sprach in einer ersten Reaktion am Morgen aber von einem durchwachsenen Zahlenwerk. An der Börse kam die Vonovia-Strategie bisher gut an: Die Aktie gehört mit einem Plus von rund 8 Prozent zu den stärksten Dax-Titeln 2018.

Isra Vision wächst kräftig

Der Maschinenbauer Isra Vision profitiert weiter vom Automatisierungsboom in der Industrie. Umsatz und Gewinn legten erneut kräftig zu. Der Erlös kletterte in den neun Monaten bis Ende Juni um zehn Prozent auf knapp 103 Millionen Euro. Der Gewinn vor Steuern stieg um 13 Prozent auf 20,5 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr 2017/2018 (Ende September) erwartet Isra weiter ein Umsatzplus von zehn Prozent auf deutlich mehr als 150 (Vorjahr: 143) Millionen Euro. Die Margen sollen mindestens stabil bleiben

Coca-Cola übernimmt Kaffeemarke

Der US-Getränkeriese Coca-Cola drängt weiter in den Kaffeemarkt vor. Dafür schnappt sich der Limonaden-Hersteller die britische Kaffeemarke Costa. Der Konzern zahlt dem bisherigen Eigentümer Whitbread für die Costa Limited 5,1 Milliarden US-Dollar (rund 4,4 Mrd. Euro). Zu Coca-Cola gehört bereits unter anderem die Kaffeemarke Georgia. Mit dem Zukauf sichert sich der Cola-Produzent nun eine breite Basis im Kaffeegeschäft in Europa, Asien Pazifik, dem Nahen Osten und Afrika inklusive der Möglichkeit, weiter zu expandieren. Zur Marke Costa gehört auch die gleichnamige Kaffeehauskette mit knapp 4.000 Filialen