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Marktbericht: update von 16:30 Uhr · 04.06.2018 16:30 Uhr

Angst vor Handelskrisen: DAX rutscht erneut ab

Entspannung
Quelle: fizkes / Shutterstock.com
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Durch den Feiertag "Labor Day" fehlten gestern wichtige Marktteilnehmer aus den USA und damit auch die Impulse aus Übersee für unseren Aktienmarkt. Dennoch zeigt sich der DAX heute von seiner schwachen Seite.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:10min, 04. September 2018, 10:40 Uhr
- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV News Redaktion - 04.09.2018 -
Die europäischen Aktienmärkte haben heute nach einer verhalten freundlichen Eröffnung ins Minus gedreht. Als Gründe für die Abschwächung gelten die Schuldenkrise in Italien, die Währungskrisen in einigen Schwellenländern sowie der Handelskonflikt der USA mit China, Europa und Kanada.
Am Morgen ging es am Aktienmarkt noch ruhig zu. Es fehlten die Impulse. So notierte der DAX zunächst kaum verändert im Bereich von 12.340 Punkten. Mittlerweile liegt er bei 12.214 Zählern mit 1,1 Prozent im Minus.
Weil in den USA zum Wochenstart wegen des "Labor Day" nicht gehandelt wurde, fehlten wichtige Handelsteilnehmer und Einflüsse von dort. Etwas mehr Schwung wird erwartet, wenn die Amerikaner ab dem Nachmittag wieder mit von der Partie sind.
Mit den Einkaufsmanagerindizes für die Industrie stehen die wichtigsten Konjunkturtermine an diesem Tag denn auch in den Vereinigten Staaten auf der Agenda.
Für viele Investoren gibt es voerst mit den internationalen Handelsstreitigkeiten und den Währungsturbulenzen in Schwellenländern einige Gründe zur Zurückhaltung. So könnte der US-Präsident mit der Einführung neuer Zölle bereits in Kürze die nächste Runde im Konflikt mit China einläuten. Aber auch die Streitigkeiten mit der Europäischen Union scheinen nicht ganz vom Tisch zu sein.
Zudem bleibt Italien angesichts der Haushaltspolitik der neuen Regierung ein wichtiges Thema. Dazu hat Argentinien eine allgemeine Exportsteuer eingeführt, um das hohe Haushaltsdefizit zu decken. Der argentinische Peso hat in den vergangenen fünf Monaten mehr als siebzig Prozent seines Wertes zum US-Dollar verloren.

Unternehmen

Die Aktien des Autozulieferers und Reifenherstellers Continental erhielten heute durch eine Kaufempfehlung des US-Analysehauses Bernstein vorübergehend Aufwind. Dadurch verteuerten sich die Papiere zunächst bis auf 158,90 Euro. Aktuell liegt der Kurs aber bei 155,00 Euro mit 1,0 Prozent im Minus. Für Analyst Max Warburton ist nach dem jüngsten Kursrutsch der Zeitpunkt gekommen, um wieder zuzugreifen. Anleger hätten die Gelegenheit, sich ein hochqualitatives und gut positioniertes Unternehmen zu einem günstigen Preis ins Depot zu legen, hieß es.
Eine Empfehlung durch das Bankhaus Lampe brachte auch die Papiere des Chipherstellers Dialog Semiconductor ins Laufen. Sie rückten zeitweise bis auf 20,93 Euro vor. Aktuell notieren sie bei 20,57 Euro mit 1,8 Prozent im Plus.
Ein Auftrag aus Argentinien beflügelt offenbar die Aktien des Windkraftanlagenherstellers Nordex, welche sich zwischenzeitlich bis auf 9,58 Euro verteuerten. Mittlerweile liegt der Kurs bei 9,21 Euro mit 1,8 Prozent im Plus. Das Hamburger Unternehmen soll Stromversorger AES Argentina Generación dreißig Turbinen mit insgesamt 99 Megawatt liefern.
Auch der geplante Aktiensplit des Saatgutherstellers KWS Saat kam bei den Anlegern gut an. Der Schritt dürfte die Handelbarkeit der Aktien erhöhen. Die Papiere verteuerten sich heute um 3,1 Prozent auf 350,00 Euro.
 
Erstellt am 04.09.2018, um 9:15 Uhr. Zuletzt aktualisiert am 04.09.2018, um 16:30 Uhr.
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