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Marktbericht: update von 16:30 Uhr · 05.06.2018 16:30 Uhr

Bayer zieht den DAX weiter nach unten

Fahne mit Bayer-Logo
Quelle: nitpicker / Shutterstock.com
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Der DAX tendiert auch heute schwächer. Der Verlust geht zu großen Teilen auf einen deutlichen Abschlag des Index-Schwergewichts Bayer zurück. Zudem überschatten die internationalen Handelsstreitigkeiten das Geschehen.

NEWS AUS DEM HANDEL 3:03min, 05. September 2018, 11:56 Uhr
- Von Holger Scholze, Börse Stuttgart TV News Redaktion - 05.09.2018 -
Am Dienstag war der DAX wegen des anhaltenden Handelsstreits, der Währungsturbulenzen in Schwellenländern und der Haushaltsprobleme in Italien etwas mehr als einen Prozent gefallen. Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt hat sich deutlich eingetrübt.
Zu Beginn des heutigen Handelstages steht erst einmal Bayer mit Zahlen zum zweiten Quartal und dem eigenen Ausblick im Fokus. Der Pharma- und Agrarchemiekonzern legte erstmals eine Prognose vor, die auch die Übernahme des US-Unternehmens Monsanto mit einbezieht. Bayer rechnet demnach im Jahr 2018 nun mit einem Umsatz von mehr als 39 Milliarden Euro. Beim operativen Gewinn wird ein Anstieg im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich angepeilt, nachdem bisher mit einem leichten Rückgang gerechnet worden war. Die zuletzt wegen eines Glyphosat-Schadensersatzurteils stark unter Druck stehende Aktie gab zeitweise bis auf 76,92 Euro nach. Aktuell liegt der Kurs bei 78,82 Euro mit 1,3 Prozent im Minus.
Dadurch wird auch der DAX erneut belastet. Das deutsche Börsenbarometer notiert zur Stunde bei 12.070 Punkten mit 1,1 Prozent im Minus.

Anpassung der Indizes: Wirecard gilt als Favorit für den DAX-Aufstieg

Für Bewegung könnte auch die anstehende Neubesetzung der wichtigen Aktienindizes nach Börsenschluss sorgen. Der Aufstieg des Zahlungsabwicklers Wirecard in den deutschen Leitindex gilt unter Experten als sicher.
Im Gegenzug dürfte das DAX-Gründungsmitglied Commerzbank in den MDAX absteigen.
Die Wirecard-Aktien setzen zu Beginn des Handelstages ihren Höhenflug fort und lagen im Hoch bei 197,15 Euro. Zuvor hatten die Analysten von Barclays und UBS ihre Kursziele zum Teil deutlich erhöht. Die Papiere notieren zur Stunde allerdings bei 190,70 Euro mit 1,3 Prozent im Minus.

Analysten empfehlen Aixtron und Hugo Boss

Auch die Papiere des Chipzulieferers Aixtron und des Modekonzerns Hugo Boss profitieren von positiven Studien.
So stufte die britische Bank HSBC Hugo Boss von "Hold" auf "Buy" nach oben. Die Aktie zog anfangs bis auf 69,98 nach oben, ehe sie später im schwächer tendierenden Gesamtmarkt mitgezogen wurde und jetzt bei 67,50 Euro mit 0,2 Prozent im Minus liegt.
Einen deutlichen Kurssprung vollzogen die im TecDAX gelisteten Papiere von Aixtron, welche sich zeitweise um mehr als zehn Prozent bis auf 11,40 Euro verteuerten. Zuvor wurden sie von der Privatbank Berenberg hochgestuft. Mittlerweile notieren die Aktien bei 10,73 mit 4,3 Prozent im Plus.

Chinas Dienstleister weniger zuversichtlich

Die Dienstleistungsunternehmen in China zeigen sich etwas weniger zuversichtlich als bisher.
Wie das Wirtschaftsmagazin Caixin am Mittwoch mitteilte, fiel der von ihm erhobene Einkaufsmanagerindex im August um 1,3 Punkte auf 51,5 Zähler. Das ist der tiefste Stand seit Oktober 2017.
Analysten hatten einen leichten Rückgang auf 52,6 Punkte erwartet.

Ringen zwischen USA und Kanada um Nafta geht weiter

Im Ringen um ein neues nordamerikanisches Freihandelsabkommen wollen Kanada und die USA heute in Washington einen neuen Verhandlungsversuch unternehmen. Die Gespräche waren am vergangenen Freitag ergebnislos abgebrochen worden.
US-Präsident Donald Trump hatte erklärt, er sei bereit, das bisherige trilaterale Abkommen, bekannt unter der Kurzbezeichnung Nafta, als bilateralen Pakt nur mit Mexiko weiterzuführen. Umstritten ist allerdings, ob der US-Kongress einer solchen Lösung seine Zustimmung erteilen würde.
 
Erstellt am 05.09.2018, um 9:15 Uhr. Zuletzt aktualisiert am 05.09.2018, um 16:30 Uhr.
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