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Die Tops & Flops der Woche · 06.05.2018 10:34 Uhr

Euwax-Inside: Die Tops & Flops der Woche

Börsenparkett in Stuttgart
Quelle: Börse Stuttgart
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Was waren die meistgehandelten Derivate an der EUWAX? Auf welche Basiswerte setzen Derivateanleger in Stuttgart? Wer stand im Fokus und warum? So lief die Woche an der EUWAX...

-von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion-
 
So positiv der DAX in die Woche gestartet ist, so träge wurde der deutsche Leitindex im weiteren Verlauf der Woche. Die Handelsrange in der sich der DAX bewegte, wurde von Tag zu Tag enger. Das machte es naturgemäß für Derivateanleger nicht wirklich einfach, sich zu positionieren. Entsprechend unentschlossen präsentierten sich die Anleger in Stuttgart, die, im Zuge sich abkühlender Hoffnungen auf ein baldiges Ende im Handelsstreit zwischen China und den USA, immer vorsichtiger agierten.

Calls auf BYD gesucht

Insofern verwundert es wenig, dass insbesondere Einzelwerte im Fokus standen. Besondere Aufmerksamkeit genossen in den vergangenen Tagen zwei Call-Optionsscheine auf BYD. Zumindest einer der Scheine profitierte unmittelbar von einer Kaufempfehlung durch ein Börsenmagazin (WKN: CV5E6N). Die Nachfrage nach dem Optionsschein der Commerzbank war zwischenzeitlich so enorm, dass der Emittent den Schein immer wieder auf BidOnly stellen musste. Konkret bedeutet das, dass Anleger zwischenzeitlich nur Verkäufe in dem besprochenen Wertpapier tätigen konnten. Nachdem der Optionsschein der Commerzbank zwischenzeitlich ausverkauft war, wichen Anleger verstärkt auf einen Call-Optionsschein von Morgan Stanley aus (WKN: CA12PH). Mit fast 190 Preisfeststellungen avancierte das Papier zum meistgehandelten Optionsschein der abgelaufenen Handelswoche.

Conti nach Gewinnwarnung im Fokus

Nachdem die Aktie von Continental im Zuge einer Gewinnwarnung massiv unter Abgabedruck geraten ist, nutzten viele Derivateanleger in Stuttgart die Gunst der Stunde und setzten mit Calls (WKN: CD51AN) auf eine kurzfristige Gegenbewegung. Bis dato war diese Strategie allerdings nur von sehr mäßigem Erfolg gekrönt. Die Aktie des Autozulieferers steht unverändert unter Druck und die von vielen Anlegern erwartete Gegenbewegung fiel bislang nur äußerst moderat aus.

Morgan Stanley erstmals auf Platz zwei

In der vergangenen Woche entfielen rund 38 Prozent aller getätigten Geschäfte mit verbrieften Derivaten auf die Commerzbank. Gegenüber der Vorwoche ist das ein leichter Rückgang, der jedoch vor allem dem trägen Gesamtmarkt geschuldet scheint. Aufgrund der zuletzt sehr geringen Volatilität war der DAX als Basiswert zunehmend unattraktiv. Diesen Umstand konnte zuletzt vor allem Morgan Stanley für sich nutzen. Verbriefte Derivate von Morgan Stanley wurden zuletzt deutlich häufiger gehandelt als Papiere der Deutschen Bank. Im bisherigen Jahresverlauf ein Novum. Insgesamt entfielen in der abgelaufenen Woche rund 21 Prozent aller getätigten Geschäfte im Handel mit verbrieften Derivaten auf Morgan Stanley. Die Deutsche Bank kommt immerhin noch auf einen Anteil von gut 19 Prozent.
 
Erstellt am 05.09.2018, um 9:15 Uhr. Zuletzt aktualisiert am 05.09.2018, um 16:30 Uhr.
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