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3 Milliarden sollen eingesammelt werden · 28. März 2017

e.on plant Anleihe-Emission

e.on Hauptzentrale
Quelle: e.on/Presse
Erst jüngst hat e.on 200 Millionen Aktien platziert und somit rund 1,35 Milliarden Euro eingesammelt. Nun plant der Versorger eine Anleiheemission. Insgesamt sollen bis zu drei Milliarden Euro eingesammelt werden.

- von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion -
  Erstmals seit rund acht Jahren wird e.on wieder am Anleihemarkt aktiv. Und das, obwohl e.on erst in der vergangenen Woche eine Ratingherabstufung hinnehmen musste. Die Ratingagentur Standard & Poor’s senkte die Einstufung für e.on von „BBB+“ auf „BBB“. Angesichts der kürzlich vorgelegten Zahlen keine große Überraschung: Auf der Bilanzpressekonferenz Mitte März, musste der Versorger einen Rekordverlust in Höhe von 16 Milliarden Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt geben. Bei e.on gibt man sich jedoch vor der Emission optimistisch: „Nach aktueller Planung reden wir dabei über einen Gesamtbetrag von bis zu 3 Milliarden Euro“, so der Vorstandsvorsitzende Johannes Teyssen gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Optimistischer Blick in die Zukunft

Ohnehin blickt man bei e.on derzeit wieder optimistischer in die Zukunft. Das Schlimmste sei mittlerweile ausgestanden und die Altlasten – vor allem durch die Energiewende – seien mittlerweile vom Tisch, so Teyssen gegenüber der FAZ: „Da haben die Aktionäre nichts weiteres mehr zu befürchten. Ich sehe eher positive Tendenzen auf uns zu kommen, negative kann ich mir kaum vorstellen“. Das dürften die Aktionäre durchaus gerne hören, denn in den vergangenen Jahren hatten diese nicht allzu viel zu lachen: Die Dividende wurde in den vergangenen Jahren immer kleiner und der Aktienkurs gab auf 5-Jahressicht um mittlerweile mehr als 60 Prozent nach. Beim Blick auf den Kursverlauf zeichnet sich dennoch seit einigen Monaten eine kleine Konsolidierung ab. Trotz fast schon verheerend schlechter Zahlen für 2016 konnte die e.on Aktie in den vergangenen drei Monaten um fast zehn Prozent zulegen.

Analysten uneinig

In den vergangenen Tagen gab es eine ganze Reihe von neuen Analysteneinschätzungen für die e.on-Aktie. Wirklich einig sind sich die Experten jedoch nicht. So nahm die Société Générale ihre Kaufempfehlung zurück und setzte die Aktie des Versorgers auf „Halten“ bei einem Kursziel von 7,80 Euro. Die Aktie zu „Halten“ rieten in dieser Woche auch die Analysten von der Commerzbank und Kepler Cheuvreux. Deutlich positiver bewerten die Experten von Goldman Sachs die Aktie der Düsseldorfer und sehen gar ein Kurspotenzial bis auf 8,70 Euro. Laut einer Analyse von Alberto Gandolfi hätten die deutschen Versorger ihre Hausaufgaben gemacht, was sich in den kommenden Dekaden bezahlt machen werde. Goldman Sachs belässt die e.on-Aktie auf „Kaufen“.