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ZEW Index steigt überraschend stark · 11.08.2018 17:00 Uhr

Dax kann 12.000 Punkte doch nicht halten

Entspannung
Quelle: fizkes / Shutterstock.com
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Der Dax hat am Dienstag die Marke von 12 000 Punkten nicht gehalten halten. Die Aussicht auf einen schwachen Börsenstart in den USA belastet, Anleger bleiben doch eher vorsichtig, trotz eines guten ZEW Index.

NEWS AUS DEM HANDEL 2:50min, 11. September 2018, 16:12 Uhr
Andreas Groß, Börse Stuttgart TV Nachrichten
Das war nichts: Der Dax ist daran gescheitert, die psychologisch wichtige Marke von 12 000 Punkten zurückzuerobern. Er kämpft sogar einen Stock tiefer um die Schwelle von 11 900 Punkten. Nicht zuletzt der schwache Börsenstart in den USA setzt dem deutschen Leitindex zu.
Vielleicht „muss“ erst noch das Jahrestief bei 11.700 getestet werden, bis es eine neue Richtungsentscheidung gibt, sagen Experten.
Spitzenreiter im Dax am Nachmittag sind Linde. Angeblich steht die Fusion mit Praxair in China vor der Genehmigung und ist damit wieder ein Stück weit mehr Realität geworden. Die Uhr tickt – und läuft am 24. Oktober ab. Dann heißt es Deal or No Deal
Eine Kaufempfehlung gibt es von der HSBC für den Gabelstapler-Hersteller Kion und den Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer. Eine Abstufung dagegen zerpflückt Bayer: die BNP Paribas senkt von Outperform auf Neutral und streicht das Kursziel zusammen von 120 auf 90 Euro.

Fresenius profitiert von Problemen der Konkurrenz

Fresenius Aktien klettern an die Dax Spitze, weil eine Aufsichtsbehörde in den USA beim Generikahersteller Akorn Probleme bei der Datenintegrität festgestellt hat. Klartext: Unstimmigkeiten in der Bilanz. Diese Probleme hatte Fresenius schon erkannt und daraufhin die Übernahme von Akorn abgesagt.

Übernahme im Chipsektor

Der japanische Chiphersteller Renesas Electronics will für rund 6,7 Milliarden US-Dollar (5,8 Mrd Euro) den US-Konzern Integrated Device Technology (IDT) übernehmen. Renesas macht mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes mit der Autoindustrie.
Viel Bewegung auch bei Infineon: Nach gutem Start drehen die Aktien dann deutlich ins Minus.

Streik bei Ryanair

Passagiere des Billigfliegers Ryanair müssen sich wieder auf Streiks einrichten. Die Vereinigung Cockpit hat die rund 400 in Deutschland stationierten Kapitäne und Co-Piloten für diesen Mittwoch (morgen, 12. September) zu einem 24-Stunden-Streik aufgerufen. Es geht immer noch um die Gehälter und Arbeitsbedingungen. Auch die rund 1.000 Flugbegleiter von Ryanair in Deutschland wollen streiken.