Nachrichten

Bieterstreit hält an · 29. März 2017

Stada mit Gewinneinbruch

Stada-Logo
Quelle: Shutterstock
Etwas überraschend gab Stada in der vergangenen Woche die Verschiebung ihrer Bilanzpressekonferenz auf heute bekannt. Doch auch eine Woche später sind die Zahlen noch immer nicht gut. Der Bieterstreit kann die Aktie jedoch stabilisieren.

- von Thomas Zuleck, Börse Stuttgart News Redaktion -
Der Konzernumbau hat Stada am Ende doch mehr Geld gekostet als im Vorfeld erwartet. Unter dem Strich schrumpfte der Gewinn beim Generika-Hersteller im vergangen Jahr auf knapp 86 Millionen Euro. Das sind gut 22 Prozent weniger, als im Vorjahresvergleichszeitraum. Zumindest der Umsatz konnte stabil gehalten werden und liegt bei 2,139 Milliarden Euro nur gut ein Prozent über dem Vorjahresergebnis. Dennoch soll die Dividende, um fast schon kosmetische, zwei Cent auf nun 72 Cent erhöht werden. Trotz der sehr durchwachsenen Zahlen kann sich die Stada-Aktie bislang ganz ordentlich behaupten und notiert an der Börse Stuttgart aktuell nur rund 0,3 Prozent schwächer als am Vortag.

Bieterstreit hält an

Als Stabilisator erweist sich vor allem der seit Wochen andauernde Bieterstreit um Stada. Um den MDAX-Konzern buhlen offensichtlich zwei Konsortien aus den Finanzinvestoren Advent und Permira sowie Bain und Cinven. Wie verschiedene Medien berichten, sollen die Gebote der Bieter im Bereich von 58 Euro pro Anteilsschein liegen. Offenbar zu wenig, aus Sicht der Stada-Entscheider. Und insofern setzt man bei dem MDAX-Konzern offenbar auf eine Hinhaltetaktik und setzte sogar kurzzeitig die Gespräche mit den Bietern aus, wie das „Manager-Magazin“ berichtet. Vor allem die Rolle von Aufsichtsrat-Chef Carl Ferdinand Oetker scheint einigen Beobachtern unklar. Laut „Manager-Magazin“ will dieser angeblich den Preis bis auf gut 70 Euro pro Aktie nach oben treiben.

Stada strebt Gewinnsprung an

Bessere Argumente gegenüber den Bietern hätte man bei Stada, wenn endlich die Gewinne wieder sprudeln würden und genau hier möchte der Generika-Hersteller im laufenden Jahr ansetzen und setzt sich ambitionierte Ziele. So soll der bereinigte Umsatz auf 2,28 bis 2,35 Milliarden Euro zwar nur moderat gesteigert werden. Beim bereinigten Gewinn strebt Stada allerdings eine Steigerung auf 195 bis 205 Millionen Euro an. Auf Basis von 2016 wäre dies eine Gewinnsteigerung von rund 130 Prozent.

Stada-Aktie pendelt sich ein

Mit einem Plus von knapp 70 Prozent gehört die Stada-Aktie auf Jahressicht zu den Outperformern am deutschen Aktienmarkt. Vor allem Anfang Februar, nach Bekanntwerden der Übernahmeofferten, schoss die Aktie regelrecht nach oben und konnte um rund 40 Prozent zulegen. Seitdem hat es sich die Stada-Aktie rund um das Niveau von 58 Euro bequem gemacht. Der Konsens der Analysten-Einschätzungen, welche im März veröffentlich wurden, liegt ebenfalls bei Kurszielen zwischen 58 und 60 Euro für die Aktie. Zumindest etwas Bewegung kam in dieser Woche auf, nachdem ein Börsenbrief Spekulationen anheizte, wonach sich die Bieter-Konsortien zusammenschließen und einen Preis von über 60 Euro pro Anteilsschein bieten könnten.