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Rezessionsgefahr in China · 02.01.2019 14:37 Uhr

DAX startet schwächer ins neue Jahr

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Quelle: Billion Photos / shutterstock
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Neues Jahr - alte Sorgen. Und so ist der DAX zunächst mal mit Kursabschlägen gestartet und am Mittwoch bis auf 12.386 Punkte gefallen. Im Laufe des Tages erholten sich die Kurse größtenteils wieder - an der EUWAX überwiegt aber die Skepsis.

Von Cornelia Frey, Börse Stuttgart TV Newsredaktion-
Ein gelungener Start ins neue Börsenjahr sieht definitiv anders aus. Nachdem sich der DAX am letzten Handelstag 2018 erholen konnte, hat er heute Morgen zunächst wieder den Weg nach Süden eingeschlagen. Bis auf 10.386 Zähler ging es im Tagestief nach unten, bevor die Kurse sich von einem Großteil der Verluste wieder erholen konnten. Um die Mittagszeit notiert der DAX bei 10.530 Punkten knapp unter dem Schlussniveau von Freitag vergangener Woche. Das Börsenjahr 2018 hatte das deutsche Aktienbarometer mit einem Minus von gut 18 Prozent beendet – die schwächste Bilanz seit 2008.
Die US-Börsen weisen aktuell auf einen schwächeren Handelsstart hin – die wichtigsten Futures sind im Minus. Der Dow Jones Index und der marktbreite S&P 500 verlieren 1,3 Prozent, an der Nasdaq geht es knapp zwei Prozent runter.
Die heutigen Kursabgaben begründen Händler mit den altbekannten Sorgen. So hinterlässt in China der Handelskonflikt seine Spuren und die dortige Wirtschaft ist erstmals seit 19 Monaten geschrumpft. Der Caixin/Markit Einkaufsmanagerindex (PMI) fiel von 50,2 Zählern im November auf 49,7 Punkte – und damit unter die Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Volkswirte hatten mit einem Wert von 50,1 Punkten gerechnet.

Löst ein Deal den Haushaltsstreit?

Nach wie vor legt der Haushaltsstreit zahlreiche US-Bundesbehörden lahm. Nun hat US-Präsident Spitzenvertreter der beiden Kongresskammern für ein Gespräch über die Grenzsicherung ins Weiße Haus eingeladen. Lasst uns einen Deal machen?“, hatte Trump zuvor per Twitter verkündet. Im Haushaltsentwurf sind die von Trump geforderten fünf Milliarden Dollar für die Grenzmauer zu Mexiko nicht enthalten – darum weigert er sich diesen zu unterzeichnen. In der Folge sind wegen des Shutdows seit 22. Dezember Hunderttausende Regierungsbedienstete zu Zwangsurlaub verdammt oder müssen vorerst ohne Gehalt arbeiten.

Ölpreise unter Druck

Nach einer kurzen Erholung zum Jahresschluss geben die Ölpreise heute wieder deutlich ab. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent Crude Oil verbilligt sich um 2,7 Prozent auf 53,04 US-Dollar. Damit machen sich die Sorgen vor einer Konjunkturabschwächung und der damit einhergehenden sinkenden Rohstoffnachfrage bemerkbar.
 
Verfasst am 02.01.2019 um 14:35 Uhr
Veröffentlicht am 02.01.2019 um 14:37 Uhr
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