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Gastbeitrag von Ellwanger & Geiger · 10.01.2019 09:21 Uhr

Aufkeimende Hoffnung

Junge Pflanze im Sonnenlicht
Quelle: Romolo Tavani / Shutterstock.com
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Nicht wenige Anleger dürften mittlerweile dankbar sein, dass das Börsenjahr 2018 hinter uns liegt. Vor allem der Jahresausklang war nichts für schwache Nerven. Wird das laufende Jahr wieder erfreulicher?

-zum Autor: Michael Beck ist Leiter Asset Management bei Ellwanger & Geiger-
Selten wurden die Hoffnungen auf eine versöhnliche Jahresendrally so enttäuscht wie in den letzten Handelstagen des Jahres 2018. Anstatt die vorangegangenen Kurskorrekturen an den Aktienmärkten etwas abzumildern, markierten die Kurse neue Jahres-, teils Mehrjahrestiefstände. Wie immer in solchen Phasen starker Kursrückgänge, von denen der ein oder andere bereits als übertrieben angesehen werden kann, treten die Auguren auf den Plan, die den ganz großen Crash beschwören. Dabei befinden wir uns noch nicht in einer Rezession, auch wenn die Wachstumsraten sich weiter abkühlen. In Deutschland ging die Industrieproduktion stärker zurück als erwartet, und auch wenn das vierte Quartal einen kleinen BIP-Rückgang ergibt, befindet sich Deutschland zumindest in einer „technischen" Rezession, was den Umstand beschreibt, dass zwei Quartale in Folge ein Rückgang der Gesamtwirtschaftsleistung zu verzeichnen ist. Im Gesamtjahr 2018 wird noch ein deutliches Plus erwirtschaftet, und die Frage wird sein, inwieweit die negative Kursentwicklung der Aktienmärkte in 2018 Abbild dieser Konjunkturabkühlung war oder ob diese Tendenz weiter Bestand hat.