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Gastbeitrag Commerzbank · 11.01.2019 08:51 Uhr

Marktüberblick: Osram unter Druck

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Quelle: AR Pictures/Shutterstock
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Es gab zuletzt schon spannendere Handelstage. Der deutsche Leitindex zeigte sich gestern vergleichsweise blutleer, doch immerhin konnte er sich mit leichten Gewinnen aus dem Handel verabschieden. Der Marktüberblick von der Commerzbank.

-Gastbeitrag Commerzbank-
 
Der deutsche Aktienmarkt legte am Donnerstag eine Verschnaufpause ein. Der DAX konnte jedoch am Ende 0,25 Prozent auf 10.922 Punkte hinzugewinnen. MDAX und TecDAX büßten hingegen 0,30 beziehungsweise 0,66 Prozent ein. In den drei Indizes gab es 50 Gewinner und 51 Verlierer. Das Aufwärtsvolumen dominierte mit 65 Prozent. Das Gesamtvolumen im DAX betrug 79,6 Millionen Aktien (Vortag: 99,0) im Wert von 2,87 Milliarden EUR (10-Tages-Durchschnitt: 4,01). Stärkste Sektoren waren Versicherungen (+1,01%), Versorger (+0,99%) und Chemie (+0,85%). Am deutlichsten verloren Rohstoffwerte (-1,70%), Medienwerte (-1,66%) und Transportwerte (-1,33%). Fresenius SE belegte ohne Nachrichten im DAX die Spitzenposition mit plus 2,00 Prozent. Linde rückte um 1,64 Prozent vor. RWE und E.ON kletterten um 1,42 und 0,96 Prozent. Lufthansa hielt die rote Laterne mit einem Kursverlust von 2,74 Prozent. Händler verwiesen zur Begründung auf einen schwachen Ausblick vom Konkurrenten American Airlines. Im MDAX sackte die Aktie des Automobilzulieferers Osram nach einer Gewinnwarnung um 6,01 Prozent ab, was den gesamten Sektor belastete.

Wall Street: Weiter im Aufwind

An der Wall Street schloss der Dow 0,51 Prozent fester bei 24.002 Punkten. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,30 Prozent hinzu auf 6.621 Zähler. 59 Prozent der Werte an der NYSE konnten zulegen. Das Aufwärtsvolumen betrug 56 Prozent. Elf neuen 52-Wochen-Hochs standen sieben neue Tiefs gegenüber. Bei der Sektorenperformance lagen Immobilienwerte und Versorger vorne. Im Minus notierten lediglich Hersteller zyklischer Konsumgüter.

US-Dollar profitiert von Powell-Rede

Am Devisenmarkt profitierte der US-Dollar von einer Rede des Fed-Chairman Jerome Powell. Dieser hatte betont, die Notenbank sei mit der Reduzierung ihrer Bilanz noch nicht fertig. Der Dollar-Index stieg bis zum Ende des New Yorker Handels um 0,43 Prozent auf 95,55 Punkte. EUR/USD gab um 0,37 Prozent auf 1,1499 USD nach. Mit Blick auf die anderen Hauptwährungen fiel der Austral-Dollar durch Stärke auf, während der Franken deutlich unter Druck stand.
Der S&P GSCI Rohstoffindex notierte 0,10 Prozent höher bei 405,77 Punkten. Brent-Öl handelte 0,11 Prozent tiefer bei 61,37 USD. Der Preis für US-Erdgas gab nach Lagerbestandsdaten um 0,35 Prozent auf 2,83 USD nach. Comex-Kupfer verbilligte sich um 0,77 Prozent auf 2,64 USD. Gold verlor 0,39 Prozent auf 1.287 USD (1.119 EUR). Silber fiel um 0,86 Prozent auf 15,60 USD, Platin und Palladium verbesserten sich um 0,15 und 0,52 Prozent.
Am Rentenmarkt gab die Umlaufrendite um drei Basispunkte auf 0,10 Prozent nach. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen endete nach einem richtungslosen Geschäft zwei Basispunkte tiefer bei 0,20 Prozent. Der Euro-Bund-Future stieg um 0,15 Prozent auf 164,15 Punkte. Die Rendite zehnjähriger US-Treasury Notes verharrte bei 2,74 Prozent.
Die asiatischen Aktienmärkte tendierten heute früh aufgrund der positiven Vorgaben aus den USA überwiegend fester. Der MSCI Asia Pacific Index stieg um 0,37 Prozent auf 151,53 Punkte.
Heute stehen von der Makroseite die Verbraucherpreise in den USA im Fokus. Der Automobilzulieferer Hella veröffentlicht die Halbjahreszahlen.
 
Erhalten von der Commerzbank am 11.01.2019 um 08:41 Uhr.
Veröffentlicht durch Börse Stuttgart am 11.01.2019 um 08:53 Uhr.
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