Der Handel

1. Gehandelte Papiere

Das Handelssegment 4x umfasst alle ausländischen Aktien des EuroStoxx50, die 30 Werte des Dow Jones Industrial Average sowie die Titel des Nasdaq 100. Darüber hinaus sind weitere ausländische Aktien enthalten.

2. Qualität der Preisermittlung

Die speziellen Qualitätskriterien für den Handel und die Preisermittlung im Segment 4x sind im Regelwerk der Börse Stuttgart verankert. Damit greifen bei Verstößen börsenrechtliche Sanktionen.

Quality-Liquidity-Provider (QLP) im Handelssegment 4x ist die Baader Bank Aktiengesellschaft.

3. Handelsablauf

Wird eine Order für Werte aus dem Handelssegment 4x an das elektronische Handelssystem der Börse Stuttgart geleitet, wird ihre Ausführbarkeit nicht nur gegenüber dem eigenen Orderbuch, sondern auch gegenüber den zugelassenen Referenzmärkten permanent überprüft. In der Regel sind bei Auslandsaktien die Heimatbörse und XETRA als Referenzmärkte zugelassen.

Bei der Orderausführung ist der QLP grundsätzlich verpflichtet, nach dem Best-Price-Prinzip vorzugehen. Dieses Prinzip, das XETRA als inländischen Referenzmarkt einbezieht, wird mit einer fest definierten, maximalen Preisabweichung (Price-Range) von den Geld- und Briefseiten der Taxe des jeweiligen ausländischen Referenzmarktes kombiniert. Grundsätzlich gilt: Die Order des Anlegers wird mindestens zum besten Preis ausgeführt, der auf XETRA oder einem ausländischen Referenzmarkt (unter Einberechnung der Price-Range) zu diesem Zeitpunkt für die entsprechende Size verfügbar ist.
Die Price-Range ist als maximaler Abschlag von der Geldseite bzw. maximaler Aufschlag auf die Briefseite der ausländischen Referenzmarkt-Taxe zu verstehen. Zu beachten ist, dass der ausländische Referenzmarkt nur dann berücksichtigt werden kann, wenn dort auch Handel stattfindet.

Derzeit sind die Price-Ranges auf Antrag des QLPs wie folgt festgelegt:

  • Bei ausländischen EuroStoxx-50-Werten höchstens 0,25 Prozent Abschlag von der Geldseite/Aufschlag auf die Briefseite der Heimatbörsen-Taxe
  • Bei Dow-Jones-Werten höchstens 0,4 Prozent
  • Bei Nasdaq-100-Werten höchstens 0,5 Prozent, aber mindestens 3 Cents.
  • Bei Aktien aus Ungarn, Tschechien und Estland höchstens 1,0 Prozent.

Die Taxen der Werte im Handelssegment 4x werden fortlaufend unter Einbeziehung der Referenzmärkte und der Liquidität im Orderbuch generiert. Die Taxen sind während der Handelszeit permanent und in Echtzeit auf der Internetseite der Börse Stuttgart abrufbar und werden auch über Reuters, Bloomberg und andere Informationsmedien verbreitet.

Zur Kontrolle, ob die Order wirklich zum bestmöglichen Preis ausgeführt wurde, kann der Anleger die Referenzmärkte jedes Wertpapiers sowie die dazugehörigen Taxen und Volumina zum Zeitpunkt der Orderausführung im Internet abfragen. So hat der Anleger die Sicherheit, im Segment 4x tatsächlich den besten Preis zu erhalten. Darüber hinaus wird die Einhaltung der in der Börsenordnung festgelegten Preisermittlungskriterien auch von der unabhängigen Handelsüberwachungsstelle an der Börse Stuttgart kontrolliert.

Keine Teilausführungen beim Handel in 4x

Grundsätzlich ist der QLP laut börslichem Regelwerk gehalten, wirtschaftlich nicht sinnvolle Teilausführungen zu vermeiden. Wann dies der Fall ist, hängt von der Gesamtmarktsituation und der allgemeinen Liquidität des betreffenden Wertpapiers ab. Hier kommt es vor allem auf die Erfahrung des QLPs an, die Situation im Interesse des Anlegers einzuschätzen. Denn es gibt immer wieder Fälle, in denen Teilausführungen sinnvoll sein können.

An der Börse Stuttgart werden im Handel mit den wichtigsten deutschen und ausländischen Aktien Teilausführungen ausgeschlossen. Bei Auslandsaktien im Handelssegment 4x gibt es bis zu einem Ordervolumen von 10.000 Euro und einem Gegenwert je Preisermittlung von bis zu 50.000 Euro keine Teilausführungen. An keiner anderen deutschen Börse erstreckt sich eine solche Regelung auf eine so große Auswahl an Wertpapieren.

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