Sieben Fragen an Tom

Sieben Fragen an Tom

Mit seinen 22 Jahren ist Tom zurzeit der jüngste festangestellte Börsenhändler bei uns in Stuttgart – ein guter Kandidat also für ein paar Fragen…

1. Erzähl mal: Wie kamst du zur Börse?
Im Februar 2017 habe ich meinen Bachelor in Economics & Business Administration an der Uni Tübingen abgeschlossen. Direkt danach habe ich ein sechsmonatiges Praktikum im Anleihehandel an der Börse begonnen. Mitte Oktober bekam ich dann die tolle Nachricht, dass ich direkt übernommen werde.

2. Wie erging es dir am Anfang?
Die erste Woche war überwältigend. Zuerst habe ich meinen Kolleginnen und Kollegen „nur“ über die Schulter geschaut – und viele Fragezeichen im Kopf gehabt. Es ist allein schon schwierig, anfangs den Mauszeiger auf einem der sechs Bildschirme vor uns zu entdecken ;) Ich habe dann Fenster für Fenster erklärt bekommen.

3. Und was sieht man alles auf euren Bildschirmen?
Auf dem einen zum Beispiel ist das Orderbuch geöffnet. In ihm steht, welche Aufträge für ein Wertpapier vorliegen. Auf einem anderen Bildschirm läuft ein Informationssystem, das uns über Nachrichten und Kursentwicklungen auf dem Laufenden hält. Außerdem haben wir einen Taxengenerator, der ständig aktuelle An- und Verkaufskurse berechnet und ein Referenzmarkt-Tool: Es zeigt Kurse von wichtigen Handelsplätzen. An diesen orientiert sich die marktgerechte Preisermittlung.

4. Durftest du im Praktikum schon Kurse machen?
Zugegeben: Zu verstehen, wie Kurse festgestellt werden, dauert ein bisschen. Nach etwa zwei Wochen habe ich aber unter Aufsicht die ersten Orders ausgeführt. Ab da konnte ich mich um kleinere Orders in europäischen Staatsanleihen kümmern. Wenn man dann zunehmend sicherer wird, darf man nach und nach immer größere Orders ausführen – natürlich in Absprache. Dazu brauche ich übrigens besonders häufig die „Enter“-Taste zum Aktualisieren des Orderbuchs und F3 zur Feststellung eines Preises.

5. Was ist das Besondere am Anleihehandel?
Der Anleihehandel ist sehr abwechslungsreich: Wir kaufen und verkaufen ja sowohl Länder- als auch Unternehmensanleihen; und Zinsen spielen ebenso eine Rolle wie Währungen. Somit kommt quasi alles, was auf der Welt passiert, auch bei uns an. Außerdem könnte unsere Aufgabe keine Maschine übernehmen: Wir sind besonders gefordert, um Orders rasch, zu einem marktgerechten Preis und in der gewünschten Size auszuführen.

6. Was ist das Besondere am Beruf Börsenhändler?
Ich mag, dass mein Job viel Verantwortung mit sich bringt und ich extrem nah am Markt bin. Außerdem ist jeder Tag anders: Morgens weiß ich nicht, was mich erwarten wird: Mal schwanken Währungen stark, mal steht ein Land besonders im Fokus, mal ein Unternehmen. Es ist immer etwas los.

7. Was rätst du allen, die auch Börsenhändler werden wollen?
Wichtig ist, sich für die Börsenwelt zu begeistern – ohne geht es nicht. Außerdem sollte man seine Emotionen im Griff behalten können, Spaß daran haben, den ganzen Tag gefordert zu sein und im Team zu arbeiten. Wer sich dann noch gut konzentrieren kann und stressresistent ist, damit man keine Null oder kein Komma falsch setzt, ist gut gerüstet.



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