MiFiD

Über MiFID

Die 2004 in Kraft getretene und seit November 2007 anzuwendende europäische Finanzmarktrichtlinie (Richtlinie 2004/39/EG), kurz MiFID, hatte das Ziel die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Finanzmärkte durch Schaffung eines Binnenmarkts für Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten zu verbessern. Die Neufassung der Finanzmarktrichtlinie (MiFID II) trat am 3. Juli 2014 in Kraft (Richtlinie 2014/65/EU). Diese Richtlinie war von den EU-Mitgliedstaaten bis zum 3. Juli 2017 in nationales Recht umzusetzen und ist seit dem 3. Januar 2018 anzuwenden. Ergänzt wird die MiFID II durch die Finanzmarktverordnung MiFIR (Markets in Financial Instruments Regulation, Verordnung (EU) Nr. 600/2014), die unmittelbar gilt und keiner nationalen Umsetzung bedarf. Auch diese ist seit dem 3. Januar 2018 anzuwenden. Erklärtes Ziel der Richtlinie und der Verordnung ist es, die Finanzmärkte effizienter, widerstandsfähiger und transparenter zu machen und den Anlegerschutz zu stärken. Zudem sollen die Aufsichtsbefugnisse der Regulierungsbehörden ausgeweitet und klare Verfahrensregeln für alle Handelstätigkeiten vorgegeben werden.

Die bestmögliche Ausführung von Wertpapieraufträgen (Best Execution) ist weiterhin ein Kernthema der MiFID II. Wertpapierfirmen sind demnach dazu verpflichtet, ausreichende Maßnahmen zu ergreifen, um bei der Auftragsausführung das bestmögliche Ergebnis für ihre Kunden zu erreichen. Dies gilt immer dann, wenn der Kunde keine Weisung bezüglich des Ausführungsplatzes erteilt. In einer so genannten „Best Execution Policy“ hat jede Bank ihren Kunden darzulegen, wie sie diese Anforderungen erfüllen möchte.

Die Börse Stuttgart hat sich seit Jahren konsequent auf Privatanleger fokussiert und ist dank zahlreicher Innovationen die Privatanlegerbörse in Deutschland. Auf Grund dieser Fokussierung kennt die Börse Stuttgart die Ziele und Anforderungen der Anleger besser als jeder andere Ausführungsplatz und bietet entsprechende, auf Privatanleger zugeschnittene Dienstleistungen an.