27.05.2026 | 8:50 Uhr Gastbeitrag | Benjamin Feingold

Fonds stärken Commerzbank den Rücken

Die Unicredit will die Commerzbank schlucken und mit der Hypovereinsbank-Tochter verschmelzen. Doch die Commerzbank wehrt sich – und bekommt namhafte Unterstützung.

Die italienische Großbank Unicredit will einer der ganz großen europäischen Finanzplayer werden. Eine Übernahme der Commerzbank soll dabei helfen. Allerdings regt sich Widerstand gegen die Pläne aus Italien.

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Commerzbank (Chart auf Stundenbasis in Euro); Quelle: Trading Desk der Börse Stuttgart, powered by TraderFox Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine Wertentwicklung in der Zukunft.

So kritisierte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp die Übernahmebemühungen: "Der Plan, den die UniCredit vorgelegt hat, ist vage, birgt erhebliche Risiken und bietet kaum Wertsteigerungspotenzial", sagte sie. Sie will mit der "Momentum 2030" genannten Strategie gegensteuern. Diese sieht etwa den Abbau von 3000 Jobs vor, den Ausbau des Firmenkundengeschäfts und Investitionen in KI-Anwendungen. Die Unicredit lockt die Coba-Aktionäre mit dem Versprechen einer deutlichen Steigerung des Aktienkurses, auch durch den Abbau von etwa 7000 Stellen.

Orlopps Verteidigungspläne werden von den beiden deutschen Fondsgesellschaften DWS und Deka unterstützt. Sie sprachen von einer "feindlichen Übernahme" und einem "unattraktiven Angebot" der Italiener. Widerstand gibt es auch in Mitarbeiter- und Gewerkschaftskreisen. Hier wird ein regelrechter Job-Kahlschlag von 10.000 bis 11.000 beziehungsweise sogar von bis zu 23.000 Stellen erwartet. Gegen die Übernahmepläne hatten sich zuvor bereits führende deutsche Politiker und Wirtschaftsverbände ausgesprochen.

Ausgewählte Produkte auf Commerzbank
WKNArtBasispreisKnockoutLaufzeitHebel
Long
32,61
32,61
Open End
7,7
Long
31,08
31,08
Open End
5,8
Short
40,95
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Open End
7,7
Short
42,80
42,80
Open End
5,5

Quelle: Börse Stuttgart, Stand: 26.05.2026, 22:00 Uhr. Die Emittentin ist berechtigt, Wertpapiere mit open-end Laufzeit zu kündigen.

Benjamin Feingold, Mit-Gründer und Redakteur bei Feingold Research


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