09.04.2026 | 8:50 Uhr Gastbeitrag | Benjamin Feingold

Gigawatt und Milliarden: Wie Amazon die KI-Zukunft baut

Im Jahr 2026 treibt Amazon seine Investitionen in Infrastruktur für künstliche Intelligenz massiv voran und plant Ausgaben von rund 200 Milliarden Dollar.  

 

Damit wird der Konzern zum größten Investitionstreiber unter den Technologieriesen. Anleger befürchten aber, dass der Ausbau neuer Rechenzentren kurzfristig die Gewinne belastet, ohne unmittelbar entsprechende Erträge zu liefern. Doch diese Investitionen sind notwendig, um die stark steigende Nachfrage nach Cloud- und KI-Leistungen zu bedienen. 

 

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Amazon (Chart auf Stundenbasis in Euro); Quelle: Trading Desk der Börse Stuttgart, powered by TraderFox Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine Wertentwicklung in der Zukunft.

Dabei baut Amazon – ähnlich wie Google – seine Kapazitäten im Einklang mit der vertraglich gesicherten Nachfrage aus. Als entscheidend gilt weniger die absolute Höhe der Investitionen als vielmehr das Verhältnis von Auftragsbestand zu Investitionen. Der Auftragsbestand ist zuletzt deutlich gestiegen, während die Investitionsquote zeitweise über 100 Prozent des Cloud-Umsatzes liegt, jedoch durch die Nachfrage gedeckt erscheint. 

 

Die wirtschaftlichen Dimensionen sind erheblich: Eine Rechenzentrumskapazität von 1 Gigawatt verursacht Kosten von rund 50 Milliarden Dollar und kann jährlich etwa 15 Milliarden Dollar Umsatz generieren. Vor dem Hintergrund des hohen Auftragsbestands können neue Kapazitäten vergleichsweise schnell in Erlöse umgewandelt werden. Gleichzeitig profitiert Amazon von Skaleneffekten und kann durch den Einsatz von KI die Produktivität weiter steigern. 

Ausgewählte Produkte auf Amazon
WKNArtBasispreisKnockoutLaufzeitHebel
Long
197.75
197.75
Open End
9.2
Long
187.45
187.45
Open End
6.5
VJ38S1
Short
247.14
247.14
Open End
8.4
VH7XU8
Short
255.70
255.70
Open End
6.3

Quelle: Börse Stuttgart, Stand: 08.04.2026, 22:00 Uhr. Die Emittentin ist berechtigt, Wertpapiere mit open-end Laufzeit zu kündigen.

Benjamin Feingold, Mit-Gründer und Redakteur bei Feingold Research


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