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05.06.2026 | 8:50 Uhr Gastbeitrag | BNP Paribas

Halbleiter bleiben unter Druck - Standardwerte drehen aufwärts

Der DAX ist am Donnerstag bei 24.849 Punkten in den Handel gestartet. Das war ein Plus von 53 Zählern gegenüber dem Schlussniveau vom Vortag. Am Morgen sank er zunächst bis auf 24.831 Indexpunkte. Sein Tageshoch markierte er ebenfalls am Vormittag bei 25.001 Punkten. Zum Börsenschluss notierte der Index bei 24.945 Zählern. Das waren insgesamt 149 Punkte mehr - ein Tagesgewinn von 0,6 Prozent.

Ein erneut nachgebender Ölpreis im Zuge der Hoffnung auf eine Waffenruhe im Libanon hat den Markt nach seinem Rückschlag zur Wochenmitte gestützt. Kräftige Avancen der schwer gewichteten SAP-Aktien hievten den DAX zeitweise über die Marke von 25.000 Punkten, auch wenn das Fundament der Erholung angesichts fortbestehender geopolitischer Risiken fragil bleibt. Eine enttäuschend aufgenommene Prognose des US-Chipkonzerns Broadcom dämpfte die globale KI-Rally und setzte Halbleitertitel auch im DAX-Umfeld unter Druck. Die weiterhin undurchsichtige Lage im Iran-Krieg und die Ablehnung der Hisbollah gegenüber den Bedingungen für eine Waffenruhe mit Israel sorgten weiter für Unsicherheit, wurden jedoch durch den Rückgang des Ölpreises etwas überlagert. Schwächer als erwartet ausgefallene Einzelhandelsumsätze in der Eurozone mit einem Minus von 0,4 Prozent zum Vormonat nach zuvor gestiegenen Energiepreisen an den Tankstellen zeichneten zugleich ein verhaltenes Bild der europäischen Konjunktur. Der MDAX wies ein Plus von 0,2 Prozent oder 65 Punkten auf und ging bei 32.802 Punkten aus dem Handel. Der EuroStoxx 50 legte um 0,8 Prozent auf 6.103 Zähler zu. Der Euro liegt heute früh bei rund 1,1620 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,1640 Dollar fest, nach 1,1614 Dollar am vorherigen Handelstag. Die Umlaufrendite verharrte bei 3,0 Prozent.

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DAX (Chart auf Stundenbasis in Euro) Quelle: Trading Desk der Börse Stuttgart, powered by TraderFox Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine Wertentwicklung in der Zukunft.

An der Spitze des DAX stand SAP mit einem Plus von 5,5 Prozent, getragen von einer Sektor-Rotation aus schwächelnden Halbleitern in etablierte Softwarewerte. Zusätzlich profitierte der Softwarekonzern von der neuen Favoritenrolle der Cloud- und Digitalanbieter, auf die viele Marktteilnehmer nun verstärkt setzen. Die hohe Indexgewichtung von SAP wirkte stützend, da der freundlichere Gesamtmarkt die Nachfrage nach dem Schwergewicht weiter anfachte. Qiagen verbuchte ein Plus von 5,4 Prozent. Fresenius Medical Care zog um 4,8 Prozent an, nachdem eine Stimmrechtsmitteilung den deutlichen Rückgang des Anteils eines Großinvestors und damit ein Ende des jüngsten Verkaufsdrucks signalisiert hatte. Am unteren Ende der DAX-Skala lag Infineon mit einem Minus von 3,4 Prozent; hier belastete eine Kombination aus Gewinnmitnahmen nach der außergewöhnlich starken Jahresrally und einem verhalten aufgenommenen Ausblick des US-KI-Chipproduzenten Broadcom. Die Aktie des Autozulieferers Continental gab 2,4 Prozent nach, beeinträchtigt von der anhaltenden Schwäche des nordamerikanischen Reifenmarkts und einer zurückhaltenden Analystenstudie. RWE verlor 2,4 Prozent, wobei in den jüngsten Meldungen zum LNG-Geschäft weder neue Risiken noch klar kursrelevante Impulse erkennbar waren. Nemetschek führte den MDAX mit einem Plus von 8,8 Prozent an, nachdem ein höherer Stimmrechtsanteil von BlackRock das institutionelle Interesse unterstrich. TeamViewer legte um 4,6 Prozent zu. Puma kletterte um 4,5 Prozent, wobei mehrere optimistische Analystenstudien die Hoffnungen auf eine strategische Erneuerung des Sportartikelherstellers stärkten. Am Ende der Rangliste fand sich Evonik mit einem Minus von 6,1 Prozent wieder. Aixtron büßte 4,8 Prozent ein; hier wirkten keine unternehmensspezifischen Negativmeldungen belastend, obwohl die Aktie zu den schwächsten MDAX-Werten zählte. K+S verlor aufgrund einer schwachen Analysteneinschätzung 2,6 Prozent.

Ausgewählte Produkte auf den DAX
WKNArtBasispreisKnockoutLaufzeitHebel
Long
21.834,90
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Open End
8,0
Long
20.791,74
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Open End
6,0
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28.080,00
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29.100,00
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Open End
6,0

Quelle: Börse Stuttgart, Stand: 04.06.2026, 22:00 Uhr. 

 

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Die Emittentin ist berechtigt, Wertpapiere mit open-end Laufzeit zu kündigen.

Ein schwächer als erhoffter Ausblick des Chipkonzerns Broadcom hat nach der langen KI-Rally den Technologie-Sektor ausgebremst und den Nasdaq 100 ins Minus gedrückt. Anleger schichteten angesichts dieser Enttäuschung in Standardwerte um, wodurch der Dow Jones Industrial, getragen von Finanz- und Gesundheitswerten, auf ein neues Rekordhoch kletterte. Die US-Leitindizes entwickelten sich damit uneinheitlich, denn während der S&P 500 moderat zulegte, blieb ihm trotz der Gewinne eine weitere Bestmarke verwehrt. Ein Kursrutsch von Broadcom zog an der Nasdaq mehrere zuvor stark gelaufene Chip-Aktien mit nach unten und verstärkte den Druck auf den Technologiesektor. Etwas Unterstützung für die Stimmung kam durch die sinkenden Ölpreise, sie konnten den Technologieaktien jedoch keinen spürbaren Rückenwind verleihen. Der Dow Jones legte um 875 Punkte oder 1,7 Prozent auf 51.562 Zähler zu. Für den S&P 500 ging es um 0,4 Prozent (+31 Punkte) nach oben, der Index schloss bei 7.584 Zähler. Der Nasdaq 100 verzeichnete ein Minus von 163 Punkten oder 0,5 Prozent und ging bei 30.408 Zählern aus dem Handel. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe gab um 2 Basispunkte auf 4,47 Prozent nach, nach 4,49 Prozent am Vortag.

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USA Tec. 100 (Chart auf Stundenbasis in Euro); Quelle: Trading Desk der Börse Stuttgart, powered by TraderFox Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine Wertentwicklung in der Zukunft.

Ausgewählte Produkte auf den Nasdaq 100
WKNArtBasispreisKnock-outLaufzeitHebel
Long
26.590,74
26.590,74
Open End
7,9
Long
25.201,79
25.201,79
Open End
5,8
Short
34.384,34
34.384,34
Open End
7,7
Short
35.895,77
35.895,77
Open End
5,6

Quelle: Börse Stuttgart, Stand: 04.06.2026, 22:00 Uhr. 

 

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Die Emittentin ist berechtigt, Wertpapiere mit open-end Laufzeit zu kündigen.

An der Spitze des Dow Jones stand UnitedHealth Group mit einem Plus von 5,2 Prozent, befeuert von einer Hochstufung durch Bank of America und einer daraus resultierenden Branchenrally im Managed-Care-Bereich. Goldman Sachs zog um 5 Prozent an, gestützt von einem verbesserten Analystenbild, das die Neuausrichtung auf margenstärkere Sparten und ein gut gefülltes Investmentbanking-Backlog hervorhob. Der Pharmakonzern Merck & Co. gewann 4,9 Prozent, da er von der Umschichtung in defensive Qualitätswerte und seiner starken Stellung in der Onkologie profitierte. Am unteren Ende der Skala lag Verizon mit einem Minus von 3,8 Prozent. Honeywell gab 2,5 Prozent nach, belastet von Bewertungs- und Verwässerungssorgen rund um den geplanten Quantinuum-Börsengang sowie der trüben Stimmung im Quantum-Computing-Segment. Schlusslicht war Coca-Cola mit einem Abschlag von 2,5 Prozent, hier fehlte trotz lobender Dividendenkommentare ein frischer Impuls. Im Nasdaq 100 führte Axon Enterprise mit einem Aufschlag von 6,6 Prozent das Feld an. Marvell Technology rückte 4,9 Prozent vor, hier sorgten die jüngsten Rekordzahlen und die prominente Rolle im KI Ökosystem für anhaltende Nachfrage. Old Dominion Freight Line stieg um 4 Prozent, gestützt durch den Optimismus für steigende Frachtvolumina und robuste Lkw Bestellungen in Nordamerika. Am unteren Ende der Skala fand sich Broadcom mit einem Minus von 12,6 Prozent wieder, hier lastete die als zu verhalten empfundene Prognose für KI Chipumsätze auf dem Kurs. Micron Technology büßte 7,7 Prozent ein, der Speicherchiphersteller geriet in den Sog des Abverkaufs bei KI Hardwarewerten. Arm Holdings (−4,5 Prozent) verlor ebenfalls, wobei Bewertungszweifel nach dem starken Lauf die Korrektur im Halbleitersegment zusätzlich verstärkten. 

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Autor: Benjamin Feingold, Feingold Research.

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