Opec will Ölproduktion erhöhen
Am Rohstoffmarkt gingen die Preise bei den bedeutenden Rohmaterialien wie Öl, Gold und Kupfer.
Die Ölförder-Staaten der Gruppe Opec+ setzen nach dem Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ihre Strategie der schrittweisen Produktionserhöhung fort. Eine Kerngruppe aus nunmehr sieben Ländern gab eine Ausweitung der geplanten Tagesförderung um 188.000 Barrel (1 Barrel = 159 Liter) ab Juni bekannt. In den vergangenen Monaten waren die Produktionsziele für April und Mai um jeweils 206.000 Barrel angehoben worden. Davon waren 18.000 Barrel für die Emirate bestimmt, die nun im jüngsten Anstieg fehlen. Aktuelle Entscheidungen der Opec+ seien laut Marktbeobachtern aber unerheblich, solange die Meeresenge von Hormus infolge des Iran-Kriegs als wichtige Öltransportroute blockiert sei. Nach den deutlichen Preissteigerungen Ende April gaben die Rohölkurse zum Ausklang der vergangenen Woche leicht nach: Die Nordsee-Sorte Brent stieg um 0,6 Prozent auf rund 111,20 Dollar und die US-Sorte um 2,8 Prozent auf 105,40 Dollar je Barrel.
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Gold (Chart auf Stundenbasis in Euro); Quelle: Trading Desk der Börse Stuttgart, powered by TraderFox Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine Wertentwicklung in der Zukunft.
Laut dem jüngsten Bericht des World Gold Council (WGC) stieg die Goldnachfrage im ersten Quartal dieses Jahres im Vorjahresvergleich moderat um 2 Prozent. Dabei setzte sich der seit einigen Quartalen zu beobachtende Trend fort, dass die Investmentnachfrage zugunsten der Schmucknachfrage an Bedeutung gewinnt. Mit knapp 45 Prozent machte sie einen mehr als doppelt so hohen Anteil aus wie in den Jahren 2021 bis 2023. Zum Wochenausklang stieg Gold um 1,7 Prozent auf 519 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm), Silber kletterte um 2,4 Prozent auf 75,50 Dollar.
In ihren Frühjahrsprognosen hatten es die Experten der International Copper Study Group bereits vorweggenommen, dass sich die Angebotslage am Kupfermarkt zuletzt deutlich günstiger entwickelt hat als erwartet. Die Daten aus dem Monatsbericht zeigen: In den ersten beiden Monaten dieses Jahres hat sich der Angebotsüberschuss im Vergleich zum Vorjahr sogar um mehr als 100.000 Tonnen auf etwa 300.000 Tonnen erhöht. Ende vergangener Woche legte Kupfer leicht um 0,3 Prozent auf rund 13.010 Dollar pro Tonne zu.
Quelle: Börse Stuttgart, Stand: 30.04.2026, 22:00 Uhr. Die Emittentin ist berechtigt, Wertpapiere mit open-end Laufzeit zu kündigen.
Benjamin Feingold, Mit-Gründer und Redakteur bei Feingold Research

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