
Rekordjagd an der Wall Street geht weiter
Der DAX ist am ersten Handelstag im Juni angesichts der sich wieder verschärfenden Lage im Nahen Osten mit Verlusten in den Börsenmonat gestartet. Deutliche Kursgewinne des Schwergewichts SAP hielten das Minus in Grenzen. In einem iranischen Medienbericht hieß es, der Iran werde die indirekten Verhandlungen mit den USA wegen israelischer Angriffe im Libanon abbrechen. In Reaktion darauf bauten die Ölpreise ihre Tagesgewinne aus, was erneut Inflationssorgen auslöste, nicht nur an der Börse, sondern auch bei Verbraucherinnen und Verbrauchern im Euroraum. Im Schnitt rechneten die Menschen im April nach Angaben der Europäischen Zentralbank für die kommenden zwölf Monate mit einer Inflationsrate von weiterhin 4,0 Prozent, nachdem sie im April im Euroraum tatsächlich bei 3,0 Prozent lag. Auch mittelfristig rechnen sie mit einer erhöhten Teuerungsrate von durchschnittlich 2,9 Prozent. Der MDAX sank um knapp 1,4 Prozent auf fast 32.900 Zähler. Der EuroStoxx 50 fiel um fast 0,3 Prozent auf knapp 6.035 Punkte. Der Euro notiert heute früh bei 1,1650 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für den Euro am Montag auf 1,1646 fest nach 1,1644 Dollar am Wochenschluss. Die Umlaufrendite stieg am Montag auf 2,96 Prozent nach 2,93 Prozent am Freitag.
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DAX (Chart auf Stundenbasis in Euro) Quelle: Trading Desk der Börse Stuttgart, powered by TraderFox Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine Wertentwicklung in der Zukunft.
An der Spitze des DAX präsentierte sich SAP mit einem Plus von 8,1 Prozent, getragen von Rekorden an der Nasdaq und einer kräftigen Nachfrage nach Softwarewerten. Zudem profitierte der Softwarekonzern von der KI-Euphorie, nachdem Aussagen von Nvidia-Chef Jensen Huang die Perspektiven von Anbietern von Unternehmenssoftware hervorgehoben hatten. Scout24 legte um 3 Prozent zu, nachdem Vorstandsmitglied Martin Mildner über Xetra größere Aktienpakete erworben hatte, was als Vertrauenssignal des Managements interpretiert wurde. Zusätzlich geriet der Online-Marktplatzbetreiber durch eine aktualisierte Stimmrechtsmeldung von Morgan Stanley stärker in den Fokus institutioneller Investoren. Brenntag zog um 1,3 Prozent an, gestützt von einer Meldung über einen ausgebauten Anteil von Goldman Sachs, die als Hinweis auf verstärktes Interesse großer Adressen gewertet wurde. Am unteren Ende der Skala notierte Rheinmetall mit einem Minus von 6,7 Prozent, beeinträchtigt von der angespannten Lage im Nahen Osten und der dadurch erhöhten Risikoaversion an den Märkten. Der Rüstungskonzern litt zudem unter einem schwachen Sektorumfeld, in dem auch andere Titel wie Hensoldt und Renk deutlich Federn ließen. Bayer gab 3,8 Prozent nach. MTU Aero Engines verlor 3,7 Prozent. Die Papiere von Mercedes-Benz büßten in trübem Umfeld 1,4 Prozent ein. Grund hierfür ist ein Gesetzesvorhaben in den USA, das in einem Verkaufsverbot auf dem wichtigen Markt münden könnte. Der Gesetzentwurf, der einen Ausschuss im US-Repräsentantenhaus passiert hat, sieht das Verbot von Produktion und Verkauf von Fahrzeugen in den USA vor, deren Hersteller zu mindestens 15 Prozent „US-Gegnerstaaten" gehören, darunter auch China. Fast 20 Prozent der Mercedes-Anteile sind dem chinesischen, staatlich kontrollierten Autokonzern BAIC und dem Eigentümer des Geely-Autokonzerns zuzurechnen. TeamViewer setzte sich im MDAX mit einem Plus von 11 Prozent an die Spitze, gestützt von einer Rotation in Softwarewerte, die von Rekorden an der Nasdaq und KI-Fantasie angeheizt wurde. Nemetschek rückte um 8,7 Prozent vor, wobei die Hoffnung auf zusätzliche Chancen durch Künstliche Intelligenz und starke US-Softwarezahlen die Stimmung für den Bausoftwareanbieter merklich verbesserte. IONOS gewann 7,7 Prozent. Am unteren Ende der Skala lag Renk mit einem Minus von 7,9 Prozent, belastet von der geopolitisch angespannten Lage im Nahen Osten, steigenden Ölpreisen und dem breiten Abgabedruck auf Rüstungswerte. Der Marineschiffbauer TKMS sackte um 6,1 Prozent ab. Hensoldt verlor 5,8 Prozent, wobei ein sektorweiter Verkaufsdruck im Verteidigungsbereich und das Fehlen zusätzlicher positiver Impulse aus dem jüngsten Ausblick ins Gewicht fielen.
Quelle: Börse Stuttgart, Stand: 01.06.2026, 22:00 Uhr.
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Die US-Leitindizes haben am Montag ihre Rekordjagd vor allem getragen vom anhaltenden Hype um Künstliche Intelligenz fortgesetzt. US-Präsident Donald Trump hat mit der Ankündigung zügig fortgesetzter Gespräche mit dem Iran und einem Verzicht weiterer Angriffe im Libanon durch Hisbollah und Israel zwischenzeitliche Sorgen vor einem Abbruch der Verhandlungen gedämpft. Die Kursgewinne bei den großen Indizes fielen jedoch begrenzt aus. Der Dow Jones schloss 46 Punkte oder 0,1 Prozent höher bei 51.079 Zählern. Der S&P 500 ging 20 Punkte oder 0,3 Prozent fester bei 7.600 Zählern aus dem Handel. Der Nasdaq 100 beendete den Handel 181 Punkte oder 0,6 Prozent höher und notierte bei 30.514 Zählern. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe gewann 2 Basispunkte auf 4,47 Prozent hinzu. Vor allem im Technologiesektor gab es kräftige Kursbewegungen nach den Aussagen von Nvidia-Chef Jensen Huang, wonach KI für Softwareanbieter eher Chance als Risiko sei. So verliehen Microsoft, Oracle und Adobe dem Nasdaq 100 zusätzlichen Rückenwind. Aktien von Nvidia legten nach Plänen zum Einstieg in den Markt für PC-Prozessoren deutlich zu, während Intel und AMD dagegen unter Druck gerieten und ARM von der angekündigten Kooperation mit Nvidia profitierte. Abseits der Tech-Werte sprang MGM Resorts nach einem Übernahmeangebot von People spürbar an, wobei der Markt offenbar auf einen noch höheren Gebotspreis spekulierte.

USA Ind. (Chart auf Stundenbasis in Euro); Quelle: Trading Desk der Börse Stuttgart, powered by TraderFox Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine Wertentwicklung in der Zukunft.
Quelle: Börse Stuttgart, Stand: 01.06.2026, 22:00 Uhr.
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Salesforce führte den Dow Jones mit einem Plus von 9,7 Prozent an, gestützt von der breiten Software-Rally und neuer Fantasie rund um ihre KI-Plattform Agentforce und ihre Echtzeit Datenplattform Data Cloud. IBM gewann 7,6 Prozent, der Technologiekonzern profitierte von einer Hochstufung durch Barclays und der Hervorhebung seiner Quanten- und KI-Rolle in Nvidias Vera-Rubin-Präsentation. Der Chipkonzern Nvidia legte 6,3 Prozent zu, wobei die Vorstellung neuer Arm-basierter PC-Superchips die Erwartungen an weiteres Wachstum anhob. Am Ende der Rangliste fand sich Amazon mit einem Minus von 3,5 Prozent wieder, belastet vom vollständigen Ausstieg des neuen Berkshire-Chefs Greg Abel sowie Skepsis gegenüber der hohen Bewertung und Amazons Rolle in der aktuellen KI-Allianzlandschaft. Merck verlor 3 Prozent, nachdem ein Bericht die starke Abhängigkeit von in China entwickelten Wirkstoffen und die damit verbundenen regulatorischen Unsicherheiten betonte. Boeing büßte 3 Prozent ein. Im Nasdaq-Index lag ARM mit einem Plus von 15,7 Prozent vorne, getragen von der Aussicht auf zusätzliche Lizenzerlöse durch Nvidias neue Arm-basierte KI-PC-Chips. Datadog gewann 12,2 Prozent, das Softwarehaus profitierte von starkem Umsatzwachstum im ersten Quartal und einem erhöhten Jahresausblick, was den KI-bedingten Nachfrageschub unterstrich. Zscaler rückte um 11,4 Prozent vor, nachdem Analysten die Aktie nach dem vorangegangenen Kursrückgang als günstig im Vergleich zu Wettbewerbern einstuften und das weiterhin robuste Wachstum hervorhoben. Am unteren Ende der Skala notierte Qualcomm mit einem Minus von 8,8 Prozent, hier belastete Nvidias Vorstoß in den Markt für Windows-KI-PC-Prozessoren, der den Wettbewerbsdruck verschärft. MicroStrategy verlor 5,9 Prozent, nachdem der Markt den Verkauf eines kleineren Bitcoin-Pakets durch das Unternehmen kritisch aufnahm. Im frühen Handel notieren die US-Aktienindex-Futures leicht im Minus.
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Autor: Benjamin Feingold, Feingold Research.
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