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17.06.2026 | 8:50 Uhr Gastbeitrag | BNP Paribas

Sinkende Ölpreise beflügeln Dow-Rekordkurs

Der DAX ist am Dienstag bei 24.943 Punkten in den Handel gestartet. Das bedeutete ein Plus von 49 Zählern gegenüber dem Schlussniveau vom Vortag. Vor Handelsstart rutschte er bis auf 24.901 Punkte (Tagestief) ab. Sein Tageshoch markierte er kurz nach Handelsbeginn bei 25.110 Zählern. Den Handelstag beschloss der Index bei 24.910 Punkten. Das entsprach einem Rückgang von 16 Punkten beziehungsweise 0,1 Prozent.

DAX und MDAX haben ihre anfänglichen Gewinne am Dienstag nur knapp ins Ziel gerettet. Anleger setzen weiterhin auf das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran, dessen einzige klar bekannte Komponente bislang die 60-tägige Öffnung der Straße von Hormus ist. Fachleute betonen, dass die Erfolgsaussichten der in diesem Zeitraum vorgesehenen weiteren Verhandlungen zwar fraglich erscheinen, dies für die kurzfristig orientierten Finanzmärkte aber genüge, um die positive Grundstimmung aufrechtzuerhalten. Im Mittelpunkt steht nun die Zinsentscheidung der US-Notenbank heute, bei der sich die Währungshüter um den neuen Fed-Chef Kevin Warsh nach Einschätzung von Experten wohl zurückhaltend präsentieren und damit den Markterwartungen entsprechen dürften. Die Erwartung zeitnah steigender US-Zinsen hat sich mit den zuletzt nachgebenden Ölpreisen bereits abgeschwächt. Rückenwind für das deutsche Börsenumfeld kam zudem von den ZEW-Konjunkturerwartungen, die im Juni mit der Hoffnung auf ein Ende des Iran-Kriegs deutlich auf plus 10,5 Punkte anzogen und die Prognosen klar übertrafen. Der MDAX bewegte sich kaum vom Fleck und schloss bei 32.587 Punkten. Der EuroStoxx 50 verbesserte sich um 0,4 Prozent auf 6.257 Punkte. Der Euro notiert heute früh bei 1,1615 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für den Euro am Dienstag auf 1,1594 Dollar fest, nach 1,1607 Dollar vom Montag. Am Rentenmarkt sank die Umlaufrendite um 2 Basispunkte auf 2,92 Prozent.

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DAX (Chart auf Stundenbasis in Euro) Quelle: Trading Desk der Börse Stuttgart, powered by TraderFox Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine Wertentwicklung in der Zukunft.

Im DAX führte GEA Group die Gewinnerliste mit einem Aufschlag von 5,1 Prozent an, gestützt durch eine Hochstufung durch Deutsche Bank Research und eine angehobene Gewinnschätzung. Münchener Rück legte um 1,3 Prozent zu. Deutsche Post zog um 1,3 Prozent an, nachdem ein erhöhtes Kursziel durch JPMorgan und optimistische Ergebnisprognosen zusätzliches Interesse auf der Käuferseite ausgelöst hatten. Am Tabellenende fand sich RWE mit einem Minus von 2,2 Prozent wieder, belastet von der Entspannung im Iran-Konflikt mit sinkenden Energiepreiserwartungen und einer Branchenrotation weg von Versorgern hin zu zyklischen Werten. Zalando gab 2,1 Prozent ab. Infineon verlor 1,8 Prozent, nachdem eine Gerichtsentscheidung in China zu angeblichen Patentverletzungen bei Leistungshalbleitern veröffentlicht worden war. Im MDAX setzte sich Redcare Pharmacy mit einem Anstieg von 6,9 Prozent an die Spitze, gestützt durch eine deutlich angehobene Mittelfristprognose und sehr starke vorläufige Quartalszahlen. Kion verteuerte sich um 3,6 Prozent, nachdem der Einstieg von BlackRock mit einem höheren Stimmrechtsanteil als Signal gestiegenen institutionellen Vertrauens interpretiert worden war. CTS Eventim kletterte um 3,2 Prozent, nachdem eine der Stiftung von Vorstandschef Klaus-Peter Schulenberg zuzurechnende Gesellschaft in größerem Umfang Aktien erworben hatte. Am schwächsten entwickelte sich Auto1 mit einem Rückgang von 5,5 Prozent. Aixtron büßte 4,5 Prozent ein, während United Internet 2,4 Prozent nachgab.

Ausgewählte Produkte auf den DAX
WKNArtBasispreisKnockoutLaufzeitHebel
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21.469,52
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29.292,17
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5,5

Quelle: Börse Stuttgart, Stand: 16.06.2026, 22:00 Uhr. 

Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter der Emittentin BNP Paribas Emissions- und Handelsgesellschaft mbH erhalten Sie bei Klick auf die jeweilige WKN: (PG0UTXPG02UHPL7RQTPK5852)

Die Emittentin ist berechtigt, Wertpapiere mit open-end Laufzeit zu kündigen.

Die wichtigsten US-Indizes haben sich am Dienstag unterschiedlich entwickelt. Der Dow Jones hat seine Rekordrally fortgesetzt und weiter von nachlassenden Inflationssorgen aufgrund des USA-Iran-Deals profitiert. Im Technologiesektor überwogen dagegen deutliche Verluste. Marktteilnehmer agierten dort nach den starken Kursgewinnen der vergangenen Wochen vorsichtig und nahmen Gewinne mit. Der technologielastige Nasdaq 100 gab spürbar nach, und auch der marktbreite S&P 500 schloss im Minus, während der Dow Jones den Handel mit einem weiteren Plus beendete. Der Auswahlindex beendete den Tag mit einem Aufschlag von 329 Punkten oder 0,6 Prozent bei 52.000 Zählern. Der S&P 500 fiel um 43 Punkte oder 0,6 Prozent und notierte bei 7.511 Zählern. Der Nasdaq 100 verzeichnete ein Minus von 576 Punkten oder 1,9 Prozent und schloss bei 29.968 Zählern. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe sank am Dienstag um 4 Basispunkte auf 4,43 Prozent.

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USA 500 (Chart auf Stundenbasis in Euro); Quelle: Trading Desk der Börse Stuttgart, powered by TraderFox Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine Wertentwicklung in der Zukunft.

Ausgewählte Produkte auf den USA 500
WKNArtBasispreisKnock-outLaufzeitHebel
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7,5
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5,5

Quelle: Börse Stuttgart, Stand: 16.06.2026, 22:00 Uhr. 

 

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JPMorgan Chase führte den Dow Jones mit einem Plus von 3,7 Prozent an, gestützt durch die prominente Rolle bei der rekordgroßen SpaceX-IPO und eine gut gefüllte Emissionspipeline. Zusätzlich nähren die starke Position im globalen M&A-Geschäft sowie Expansionspläne im Digitalbanking und bei Sicherheitsinitiativen die Fantasie für künftige Erträge. Der Zahlungsdienstleister Visa gewann 2,9 Prozent, wobei das Rekordniveau des Index die Nachfrage nach dem Blue Chip verstärkte. Home Depot legte um 2,2 Prozent zu, auch hier zog die gestrige breite Aufwärtsbewegung bei Nicht-Tech-Aktien den Wert nach oben. Am Ende der Dow-Liste standen Tech-Titel. Schwächster Wert war Nvidia mit einem Minus von 2,4 Prozent, belastet von Sektorabgaben bei Chipwerten und Umschichtungen hin zu Banken sowie zyklischen Werten. Zusätzlichen Abgabedruck erzeugten Berichte über umfangreiche Aktienverkäufe institutioneller Investoren wie Citadel. Salesforce verlor 1,7 Prozent, da die branchenweite Schwäche im Software-Sektor den Titel besonders in Mitleidenschaft zog. Microsoft gab 1,5 Prozent nach, hier drückten die schwache Stimmung für Technologiewerte im Nasdaq und die Unsicherheit vor der FOMC-Sitzung auf den Kurs. Im Nasdaq setzte sich Take-Two Interactive Software mit einem Plus von 6,4 Prozent an die Spitze, getragen von optimistischen Absatzschätzungen für den kommenden Blockbuster Grand Theft Auto VI. Western Digital zog um 4,2 Prozent an, gestützt von Hoffnungen auf steigende Nachfrage nach KI-Speicherlösungen und Entspannungssignalen vom Energiemarkt. PayPal rückte um 2,7 Prozent vor, nachdem der Zahlungsdienstleister dank hoher Free-Cashflow-Erträge und Wachstum bei Tochter Venmo als Turnaround-Kandidat wahrgenommen wurde. Auf der Verliererseite stand Marvell Technology Group mit einem Minus von 9,8 Prozent, belastet von einer deutlichen Abkühlung bei Halbleiter- und KI-Werten sowie zuvor sehr hoher Bewertung und nachlassender Privatanlegernachfrage. Monolithic Power Systems sackte um 9,3 Prozent ab. Intel büßte 8,5 Prozent ein, der Chipkonzern litt ebenfalls unter dem breiten Rückzug aus Technologiewerten vor der Fed-Sitzung und kräftigen Gewinnmitnahmen nach der Vortagesrally. Im frühen Handel notieren die US-Aktienindex-Futures leicht im Plus.

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Autor: Benjamin Feingold, Feingold Research.

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