
US-Inflationsdaten stützen den DAX
US-Inflationsdaten haben den deutschen Aktienmarkt gestützt und dem Index zu einem leichten Plus verholfen. US-Verbraucherpreise sind im Juni im Jahresvergleich um 3,5 Prozent gestiegen und damit schwächer ausgefallen als erwartet, nachdem die Inflationsrate im Mai noch 4,2 Prozent betragen hatte. Diese Entwicklung nimmt Druck von der US-Notenbank, die Zinsen weiter anzuheben, während Fed-Chef Kevin Warsh zugleich betont, erhöhte Inflation nicht zu tolerieren. Zuvor hatten deutlich steigende Ölpreise im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt die Kurse hierzulande zeitweise unter die Marke von 25.000 Punkten gedrückt. US-Präsident Donald Trump hat die Wiederaufnahme der Seeblockade iranischer Häfen angekündigt und will Gebühren für die sichere Passage durch die Straße von Hormus einführen, die teilweise durch Handelsvereinbarungen ersetzt werden sollen. Gegenseitige Attacken zwischen den USA und dem Iran halten die geopolitische Unsicherheit hoch, während der MDAX sich dem Umfeld entzieht und etwas deutlicher zulegt. Der Index der mittelgroßen Werte schloss mit einem Plus von 0,4 Prozent oder 119 Punkten bei 32.101 Zählern. Der EuroStoxx 50 rückte um 0,1 Prozent auf 6.280 Zähler vor. Der Euro wird heute früh mit 1,1440 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs für die Gemeinschaftswährung auf 1,1405 Dollar fest, nach 1,1424 Dollar am vorherigen Handelstag. Am Rentenmarkt erhöhte sich die Umlaufrendite um 5 Basispunkte auf 3,09 Prozent.
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DAX (Chart auf Stundenbasis in Euro) Quelle: Trading Desk der Börse Stuttgart, powered by TraderFox Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine Wertentwicklung in der Zukunft.
An der Spitze des DAX lag Brenntag mit einem Plus von 2,4 Prozent, begünstigt durch eine Sektor-Rotation in Richtung Chemiewerte im Umfeld höherer Ölpreise. Siemens Energy zog um 2,3 Prozent an, nachdem die angekündigte Umbenennung in Omterra mit wegfallenden Namenslizenzgebühren und Spekulationen über eine KI-getriebene Energienachfrage die Margenerwartungen beflügelte. Zalando legte um 2,1 Prozent zu. Am schwächsten schnitt Siemens Healthineers mit einem Minus von 3,6 Prozent ab, belastet von einem UBS-Kommentar zu zunehmender Konkurrenz in der Radiotherapie und möglichem Margendruck. Der Softwarekonzern SAP gab um 2,8 Prozent nach, nachdem schwache Zahlen von IBM Sorgen über ein verändertes IT-Ausgabeverhalten und KI-Risiken für klassische Geschäftsanwendungen nährten. Henkel verlor 2 Prozent. Im MDAX setzte sich Delivery Hero mit einem Zuwachs von 5,8 Prozent an die Spitze, beflügelt von Berichten über weit fortgeschrittene Übernahmegespräche mit Uber und einer bestätigenden Ad-hoc-Mitteilung. Aurubis verteuerte sich um 3,2 Prozent. Aixtron rückte um 3,1 Prozent vor, gestützt von zuversichtlichen Analystenkommentaren zur Auftragslage und zu den Ergebnisperspektiven. Am Ende der Kursliste rangierte Carl Zeiss Meditec mit einem Rückgang von 9,8 Prozent. Fraport büßte 3,3 Prozent ein, belastet von einem gesenkten Passagierausblick in Frankfurt und zusätzlichen Bedenken hinsichtlich Ölpreisen und Nahost-Routen. Porsche gab 2,5 Prozent ab, obwohl eine Studie der Deutschen Bank das positive Anlageurteil samt Kursziel bestätigte.
Quelle: Börse Stuttgart, Stand: 14.07.2026, 22:00 Uhr.
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Risikowarnung gemäß der BaFin-Allgemeinverfügung vom 15. Oktober 2025: Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
US-Leitindizes haben sich uneinheitlich entwickelt, da ein Kurseinbruch bei IBM den Dow Jones nahezu ausbremste, während sich Technologiewerte an der Nasdaq von ihren deutlichen Verlusten vom Vortag erholten. US-Verbraucherpreise stützten die Stimmung, weil sie weniger stark als erwartet anzogen. Der anhaltende Nahost-Konflikt trat im weiteren Handelsverlauf etwas in den Hintergrund. Enttäuschende Geschäftszahlen und vorsichtige Aussagen von IBM-Chef Arvind Krishna führten zum stärksten Tagesverlust der IBM-Aktie in ihrer Geschichte und zogen weitere große IT-Werte wie Salesforce, Adobe, Accenture und Microsoft mit nach unten. Der Bankensektor profitierte dagegen von überraschend hohen Zins- und Handelserträgen, die JPMorgan, Goldman Sachs, Wells Fargo, Bank of America und Citigroup im zweiten Quartal deutlich höhere Gewinne einbrachten, auch wenn die Citigroup-Aktie nach angekündigten Stellenstreichungen und zusätzlichen Investitionen klar nachgab. Uber geriet trotz fortgeschrittener Übernahmegespräche mit Delivery Hero unter Druck, während Lucid nach Agenturberichten über die Prüfung strategischer Optionen bis hin zu einem möglichen Insolvenzverfahren oder einem Börsenrückzug massiv an Wert verlor, obwohl das Unternehmen diese Spekulationen zurückwies. Der Dow Jones beendete den Tag mit einem Plus von 3 Punkten bei 52.501 Zählern. Der S&P 500 legte 33 Punkte oder 0,4 Prozent auf 7.548 zu. Der Nasdaq 100 schloss um 331 Punkte oder 1,1 Prozent höher bei 29.595 Zählern. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe sank um 4 Basispunkte auf 4,58 Prozent.

USA Tec 100 (Chart auf Stundenbasis in Euro); Quelle: Trading Desk der Börse Stuttgart, powered by TraderFox Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine Wertentwicklung in der Zukunft.
Quelle: Börse Stuttgart, Stand: 14.07.2026, 22:00 Uhr.
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An der Spitze des Dow Jones stand Goldman Sachs mit einem Plus von 9 Prozent, getragen von deutlich besser als erwarteten Quartalszahlen und einem außergewöhnlich starken Aktien- sowie Handelsgeschäft im Umfeld des KI-Booms. Der Chipkonzern Nvidia gewann 4,1 Prozent, hier sorgte der rückläufige US-Inflationsdruck zusammen mit der Story eines globalen KI-Infrastruktur-Superzyklus und Meldungen über neue Kooperationen im Bereich von Rechenzentren für zusätzlichen Auftrieb. JPMorgan Chase rückte um 2,5 Prozent vor, nachdem die Bank einen Rekordumsatz, eine höhere Prognose für den Nettozinsertrag und eine Anhebung der Dividende präsentierte, flankiert von dynamischem Aktienhandel. Am unteren Ende der Skala lag IBM mit einem Minus von 25,2 Prozent, belastet von einer überraschenden Gewinnwarnung mit verfehlten Umsatz- und Ergebniszielen. Merck büßte 2,6 Prozent ein. Salesforce gab 2,1 Prozent nach, was die Sektorabstrafung von Softwarewerten nach der IBM-Warnung widerspiegelte und ohne eigene positive Impulse blieb. An der Nasdaq-Spitze stand Crowdstrike Holdings mit einem Plus von 12,1 Prozent und profitierte von einer breit angelegten Rallye im Cybersecurity-Sektor und zusätzlichem Rückenwind durch KI-getriebene Sicherheitsnachfrage. Palo Alto Networks legte 6,8 Prozent zu, hier stützten Hoffnungen auf sinkende Zinsen und optimistische Analystenstimmen zum Ausbau der KI-Sicherheitsbudgets. Monolithic Power Systems kletterte um 6,6 Prozent. Am Tabellenende rangierte Nebius Group mit einem Minus von 7,8 Prozent und Arm Holdings sackte um 6 Prozent ab, beides ist auf einen weltweiten Verkauf von Chip- und KI-Werten sowie auf gestiegene Renditen, hohe Ölpreise und wachsende geopolitische Spannungen zurückzuführen. Intuitive Surgical verlor 6,8 Prozent, wobei steigende Mittelzuflüsse in einen großen Growth-ETF als stützender Faktor für die Aktie genannt wurden. Im frühen Handel notierend die US-Aktienindex-Futures leicht im Plus.
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Autor: Benjamin Feingold, Feingold Research.
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