
US-Rekordjagd stützt europäische Aktienmärkte
Der deutsche Leitindex ist am Dienstag mit Rückenwind von den US-Börsen ins Plus gekommen. In New York sorgte das Thema Künstliche Intelligenz weiter für Kauflaune. Der MDAX gewann knapp 0,2 Prozent hinzu auf fast 32.948 Zähler. Derweil zerren das Tauziehen zwischen den USA und dem Iran in den Friedensverhandlungen und das Hin und Her in der Nachrichtenlage zunehmend an den Nerven der Anleger. Während iranische Medien von einem Ende der Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien berichten, erklärt US-Präsident Donald Trump auf Truth Social, die Gespräche mit Teheran würden in „schnellem Tempo" fortgeführt. Derweil ist die Inflation im Euroraum wegen des Ölpreisanstiegs infolge des Iran-Krieges für Waren und Dienstleistungen im Mai um durchschnittlich 3,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen, nach 3 Prozent im April. Angetrieben wurde die Inflation im Mai durch stark gestiegene Energiepreise, die im Jahresvergleich um 10,9 Prozent zulegten. Der EuroStoxx 50 kletterte um gut 1,2 Prozent auf knapp 6.108 Punkte. Der Euro notiert heute früh bei 1,1620 Dollar. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1649 fest nach 1,1646 Dollar am Vortag. Die Umlaufrendite fiel am Dienstag auf 2,94 Prozent nach 2,96 Prozent am Montag.
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DAX (Chart auf Stundenbasis in Euro) Quelle: Trading Desk der Börse Stuttgart, powered by TraderFox Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine Wertentwicklung in der Zukunft.
An der DAX-Spitze notierte am Dienstag Infineon. Die Titel des Chipherstellers zogen um gut 9,5 Prozent an und setzten ihre KI-getriebene Kursrally fort. Sie erreichten den höchsten Stand seit 2000. Zweitplatzierter im Index war die Deutsche Post. Die Papiere drehten um gut 3 Prozent ins Plus. Dicht dahinter aus dem Handel ging Continental. Die Anteilsscheine stiegen auf demselben Niveau. Die italienische Großbank Unicredit hat mit ihrer Übernahmeofferte für die Commerzbank die wichtige Marke von 30 Prozent der Anteile klar überschritten und vermeidet so, ein deutlich teureres Pflichtangebot für alle Commerzbank-Aktien abgeben zu müssen. Die Commerzbank-Aktien stiegen um 0,5 Prozent. SAP tauschte den Spitzenplatz vom Vortag gegen die rote Laterne ein. Die Aktien des DAX-Schwergewichts verloren genau 3 Prozent, nach einem Plus von gut 8,1 Prozent am Vortag. Bayer-Titel notierten erneut an vorletzter Position. Sie fielen um gut 2,9 Prozent, aber nicht mehr ganz so stark wie am Vortag. Da hatte der Verlust gut 3,8 Prozent betragen. Grund hierfür: Die Sorgen um den Glyphosat-Vergleich in den USA, nachdem die Zuständigkeit für den Widerstand dagegen vom Bundesgericht in Missouri zu einem anderen Bundesgericht im Staat Kalifornien gewandert sei. Dort liege der Fall beim Bundesrichter Vince Chhabria, einem ausgesprochenen Kritiker der Vergleichsstrategie der Leverkusener. Die Titel der Deutschen Börse drehten um fast 2,4 Prozent ins Minus. Die Aktien von Salzgitter notierten als MDAX-Spitzenreiter gut 6 Prozent im Plus. Die Jahresziele des Stahlkonzerns seien nach wie vor konservativ und die Gewinndynamik nehme mit Blick auf 2027 noch Fahrt auf, hieß es.
Quelle: Börse Stuttgart, Stand: 02.06.2026, 22:00 Uhr.
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Die drei großen US-Leitindizes setzten ihre Rekordjagd am Dienstag fort, getragen von anhaltender Nachfrage nach IT- und Chipwerten im Zuge der KI-Euphorie. Viele Technologietitel aus dem Bereich Künstliche Intelligenz schoben den Nasdaq 100 weiter nach oben, auch wenn Anleger nach den starken Zuwächsen der zweiten Mai-Hälfte insgesamt zurückhaltender wurden. Der S&P 500 konnte seine Gewinnserie trotz des moderateren Tempos auf neun Handelstage verlängern. Gespräche über eine Friedenslösung im Iran-Krieg sorgten parallel für Unsicherheit, da ermutigenden Signalen widersprüchliche Aussagen der Konfliktparteien gegenüberstanden. US-Präsident Donald Trump stellte gegenüber einem Fernsehsender eine mögliche Einigung auf ein Rahmenabkommen bereits in der kommenden Woche in Aussicht, das auch die Öffnung der Straße von Hormus umfassen soll. Vertreter des Iran berichteten hingegen, seit mehreren Tagen fänden keine Gespräche mehr statt, während Trump zugleich auf einer Fortsetzung der Verhandlungen beharrte. Der Dow Jones schloss 229 Punkte oder 0,4 Prozent höher und stand bei 51.308 Zählern. Der S&P 500 rückte um 10 Punkte oder 0,1 Prozent auf 7.610 vor. Der Nasdaq 100 legte um 147 Punkte oder 0,5 Prozent zu und ging bei 30.661 Punkten aus dem Handel. Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe sank um 1 Basispunkt auf 4,46 Prozent.

USA Tec. 100 (Chart auf Stundenbasis in Euro); Quelle: Trading Desk der Börse Stuttgart, powered by TraderFox Die Wertentwicklung der Vergangenheit ist kein verlässlicher Indikator für eine Wertentwicklung in der Zukunft.
Quelle: Börse Stuttgart, Stand: 02.06.2026, 22:00 Uhr.
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Cisco Systems führte den Dow Jones mit einem Plus von 5,5 Prozent an, beflügelt von der Vorstellung der neuen Agentic-Plattform Cloud Control und der zunehmenden Nachfrage nach KI-Infrastruktur. Der Baumaschinenhersteller Caterpillar gewann 5,1 Prozent, hier sorgten angekündigte US-Zollsenkungen auf Bau- und Landmaschinen für kräftige Nachfrage nach dem Wert. Apple legte um 2,9 Prozent zu, getragen von der Hoffnung auf KI-Neuheiten zur Entwicklerkonferenz WWDC. Am unteren Ende der Skala rangierte Nike mit einem Minus von 4,8 Prozent, belastet von Zweifeln an den Wachstumsaussichten und einer verhaltenen Einstufung im Konsumsektor. Salesforce verlor 4,2 Prozent, wobei der Softwarekonzern als Teil einer von einem Intuit-Downgrade ausgelösten Branchenabwärtsbewegung besonders unter Druck geriet. Der Fintech-Softwarekonzern Intuit gab 8,9 Prozent ab, nachdem eine Abstufung durch Goldman Sachs die Papiere belastete. Microsoft büßte 4,2 Prozent ein, hier drückten ebenfalls die trübe Stimmung im Softwaresektor und neue Zinsängste auf das hoch bewertete Tech-Schwergewicht. Im Nasdaq setzte sich Marvell Technology Group mit einem Plus von 32,5 Prozent an die Spitze, gestützt von überschwänglichen KI-Lobeshymnen von Nvidia-Chef Jensen Huang und der Erwartung massiv steigender Rechenzentrumsinvestitionen. Lumentum Holdings kletterte um 13,7 Prozent, hier wirkte die Ankündigung neuer Milliardenmittel für Googles KI- und Datacenter-Ausbau als Kurstreiber für optische Zulieferer. Applied Materials kam mit einem Gewinn von 7 Prozent voran, was die starke Nachfrage nach Ausrüstung für die Halbleiterfertigung im Zuge des KI-Booms widerspiegelte. Am Ende der Rangliste stand MicroStrategy mit einem Minus von 9,2 Prozent, hier belasteten der spürbare Rückgang des Bitcoin-Kurses sowie der Verkauf eines kleinen Teils der eigenen Bestände die Aktie. Im frühen Handel notieren die US-Aktienindex-Futures kaum verändert.
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Autor: Benjamin Feingold, Feingold Research.
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