Trump erhebt neue Zölle gegen Kanada

Der Börse Stuttgart Marktbericht vom 21.07.2026, 12:20 Uhr

Heizereder, Steffen

Veröffentlicht am: 21.07.2026

Zuletzt bearbeitet am: 21.07.2026

US-Präsident Trump hat am Montag einen Zoll von 50 Prozent auf eine Reihe kanadischer Waren verhängt – darunter Wein, Zement, Milchprodukte, Möbel und Hockeyschläger. Die Maßnahme tritt in 30 Tagen in Kraft und betrifft laut Weißem Haus kanadische Güter im Wert von rund 20 Milliarden Dollar. Energie, Fisch und kritische Mineralien sollen von der neuen Regelung ausgenommen sein.

Die Regierung begründet den Schritt mit einer „diskriminierenden Behandlung“ US-amerikanischer Produkte durch Kanada. Konkret zielt sie auf die Alkohol-Importverbote mehrerer kanadischer Provinzen, das Quotensystem im Milchsektor und Beschränkungen bei der Einfuhr von US-Fahrzeugen. Die Zölle werden unter einer selten genutzten Rechtsgrundlage erhoben – Section 338 des Tariff Act von 1930, der es erlaubt, gegen Handelspartner vorzugehen, denen die US-Regierung diskriminierende Handelspraktiken vorwirft. Der Kongress muss auf dieser Rechtsgrundlage nicht eingebunden werden.

Kanada ist nach China das zweite Land, das auf Trumps Zölle mit Gegenmaßnahmen reagiert hat – ein Grund, weshalb es nun besonders im Fokus steht. Für die europäische Wirtschaft zeigt der Konflikt, wie schnell neue Zollfronten entstehen können: Laut EU-Angaben zahlten US-Importeure 2025 bereits 31 Milliarden Euro zusätzlich für Waren aus der EU – gegenüber 7 Milliarden im Jahr 2024.

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DAX Performance Index

Der DAX notiert am Dienstag rund 0,4 Prozent im Plus bei 24.935 Punkten. Der Leitindex hält sich seit einer Woche in einer engen Spanne zwischen 24.700 und 25.100 Punkten.

In Asien erholte sich der Nikkei 225 nach dem Feiertag am Montag um 3,3 Prozent. Der südkoreanische Kospi legte um 3,6 Prozent zu. Der Hang Seng in Hongkong notierte nahezu unverändert. An der Wall Street schloss der Dow Jones am Montag 0,6 Prozent schwächer, der Nasdaq 100 kam knapp ins Plus.

Die US-Zehnjahresrendite notiert nahezu unverändert bei 4,59 Prozent. Brent legt am Vormittag wieder rund 0,8 Prozent auf fast 89 US-Dollar zu – nach dem Anstieg auf 91 Dollar am Montag haben Hoffnungen auf eine Waffenruhe den Preis etwas gedrückt. Gold steht rund 1,4 Prozent im Plus bei 4.067 US-Dollar.

Marktgeschehen auf einen Blick

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