Aktien New York: Iran-Einigung hievt Dow auf Rekordhoch
(dpa-AFX) NEW YORK (dpa-AFX) - Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges hat die US-Börsen am Montag beflügelt. Die wichtigsten Indizes zogen teils deutlich an und bauten damit ihre jüngsten Gewinne aus.
NEW YORK (dpa-AFX) - Das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Krieges hat die US-Börsen am Montag beflügelt. Die wichtigsten Indizes zogen teils deutlich an und bauten damit ihre jüngsten Gewinne aus.
Der Leitindex Dow Jones Industrial erreichte ein Rekordhoch und legte zuletzt um 1,3 Prozent auf 51.875 Punkte zu. Der marktbreite S&P 500 gewann 1,8 Prozent auf 7.568 Punkte, und der technologielastige Nasdaq 100 zog um 3,1 Prozent auf 30.541 Punkte an.
Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Abkommen verständigt, doch über dessen Inhalt ist noch nicht viel bekannt. Eine wesentliche Streitfrage war bis zuletzt die Öffnung der Straße von Hormus.
Hier soll der Iran eingelenkt und nach der Unterzeichnung eine Öffnung der Meerenge versprochen haben. Im Gegenzug dafür ordnete US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben an, die US-Seeblockade iranischer Häfen umgehend aufzuheben. Damit wurde eine der Hauptforderungen der Iraner erfüllt, während die USA auf die Öffnung der Straße von Hormus warten müssen. Außerdem droht möglicherweise ein Gebühren-Modell für die Durchfahrt der Meerenge.
Viele Stimmen bewerten den Deal als Zwischenschritt in einem diplomatischen Prozess mit noch vielen Hürden - vor allem angesichts des tiefen Misstrauens auf beiden Seiten. Als ein Stolperstein gilt die Entwicklung im Libanon. Die israelische Armee wird sich laut Verteidigungsminister Israel Katz vorerst nicht aus den besetzten Gebieten im Südlibanon zurückziehen.
"Die Risikobereitschaft ist zurück, fraglich ist aber, ob die Meerenge vollständig wieder öffnet", so Christopher Dembik, Senior Investment Manager bei Pictet Asset Management. Trump habe keine gute Erfolgsbilanz bei dauerhaften Abkommen im Nahen Osten, daher bestehe das Risiko, dass die Spannungen im Sommer wieder steigen.
Zu Wochenbeginn jedoch überwog der Optimismus der Anleger spürbar, was sich auch in dem deutlich sinkenden Ölpreis widerspiegelte. Dies trieb die Aktien von Fluggesellschaften an, die von der Aussicht auf nachgebende Kerosinpreise profitierten. Damit stiegen die Papiere von American Airlines um gut drei Prozent und die von Delta Air Lines um fast zwei Prozent. An der Dow-Spitze zogen die Anteilsscheine des Flugzeugbauers Boeing um gut fünf Prozent an.
Die Aktien von Ölkonzernen hingegen litten unter dem stark gefallenen Ölpreis. So büßten Chevron am Dow-Ende 3,5 Prozent ein. Für Exxon Mobil ging es ähnlich deutlich nach unten.
Stark gefragt wiederum waren in dem freundlichen Umfeld die konjunktursensiblen Technologiewerte. Hier griffen Anleger vor allem bei Halbleiterwerten zu, die damit weiterhin von der Hoffnung auf gute Geschäfte mit Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz (KI) profitierten. Unter den Favoriten im Nasdaq 100 sprangen Micron Technology um 9,5 Prozent in die Höhe.
Nach dem fulminanten Börsendebüt Ende letzter Woche schnellten die Aktien von SpaceX um fast 16 Prozent auf 186,58 Dollar nach oben und übertrafen damit den Höchststrand vom Freitag. Sie waren zu Wochenschluss am ersten Handelstag mit einem Plus von 19 Prozent bei rund 161 Dollar aus dem Handel gegangen. Börsianer sehen in der erfolgreichen Erstnotiz auch eine gute Basis für die angekündigten Mega-Börsengänge der KI-Spezialisten Anthropic und OpenAI./la/men
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