MÄRKTE USA/Etwas fester - Chipwerte erholen sich nach TSMC-Zahlen
(Dow Jones Newswires)
DOW JONES--Nach den Abschlägen des Vortages hat sich die Wall Street am Donnerstag etwas erholt - vor allem die zuletzt unter Druck geratene Nasdaq. Gestützt wurde die Stimmung von starken Wirtschaftsdaten und nachlassenden geopolitischen Spannungen sowie in der Folge deutlich sinkenden Erdölpreisen. Derweil erteilten Vertreter der US-Notenbank Zinssenkungshoffnungen einen zusätzlichen Dämpfer, was die Kurse ihre Gewinne deutlich verringern ließ. Die Präsidentin der Philadelpha Fed, Anna Paulson, und der Präsident der Federal Reserve von Kansas, Jeff Schmid, sprachen sich unabhängig von einander dafür aus, die Zinsen zunächst stabil zu halten.
Der Dow-Jones-Index stieg um 0,6 Prozent auf 49.442 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite zogen um 0,3 bzw. 0,2 Prozent an. Dabei wurden an der Nyse 1.843 (Mittwoch: 1.775) Kursgewinner und 921 (971) -verlierer gesehen. Unverändert schlossen 57 (83) Titel.
Die Wahrscheinlichkeit eines US-Militärschlages gegen das Mullah-Regime im Iran scheint nachgelassen zu haben. Laut US-Präsident Donald Trump hat "das Töten im Iran aufgehört." Er hoffe, dass dies der Wahrheit entspreche. Den seit Ende Dezember laufenden Protesten begegnet der Sicherheitsapparat des Irans mit äußerst brutaler Gewalt, und tausende Demonstranten sollen getötet worden sein. Trump hatte deshalb eine militärische Intervention im Iran nicht ausgeschlossen.
Der Technologiesektor und damit auch die technologielastige Nasdaq wurden durch Rekordumsätze der Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) im vierten Quartal gestützt. Die Geschäftszahlen stellten "einen sehr positiven Ausblick für die Branche" dar, urteilte ING-Analyst Marc Hesselink. Die Titel von Nvidia, deren Chips von TSMC gefertigt werden, gewannen 2,2 Prozent - Broadcom und AMD kletterten um 0,9 bzw. 1,9 Prozent. Die Aktien der TSMC-Zulieferer Applied Materials und Lam Research zogen um 5,7 und 4,2 Prozent an.
US-Konjunktur brummt
Die veröffentlichten Konjunkturdaten sprachen indes eine klare Sprache: Sowohl der Philadelphia-Fed-Index als auch der Empire State Manufacturing Index sind im Januar deutlich besser als veranschlagt ausgefallen - allerdings sanken bei beiden Indizes die Beschäftigungskomponenten. Dies dürfte aber durch besser als gedacht ausgefallene wöchentliche Arbeitsmarktdaten kompensiert werden. Mit den Daten drehten die Renditen am Rentenmarkt ins Plus. Die Zehnjahresrendite stieg um 3 Basispunkte auf 4,17 Prozent. Zum einen dürfte die wieder steigende Risikobereitschaft der Anleger das Interesse an "sicheren Häfen" wie Anleihen gedämpft haben. Im Handel war aber auch von entweichender Zinssenkungsfantasie die Rede.
Daher legte der Dollar zu - der Dollarindex stieg um 0,3 Prozent, nachdem der Greenback zum Währungskorb vor den Daten noch im Minus gehandelt worden war. Fallende Zinssenkungserwartungen drückten den Goldpreis - die Feinunze verbilligte sich um 0,3 Prozent. Die nachlassende Furcht vor einer US-Intervention im Iran drückte die Erdölpreise um rund 5 Prozent gen Süden.
Am Aktienmarkt stand erneut der Finanzsektor im Fokus: Morgan Stanley hat im vierten Quartal von einem starken Investmentbanking und höheren Einnahmen der Vermögensverwaltung profitiert. Die US-Bank steigerte den Gewinn deutlich und übertraf die Markterwartungen - der Kurs legte um 5,8 Prozent zu.
Goldman Sachs rückten um 4,6 Prozent vor. Das Finanzinstitut hat im vierten Quartal den Gewinn kräftig verbessert - wenngleich auch mit Unterstützung von positiven Einmalposten. Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock (+6,1%) hat in der vierten Periode auf bereinigter Basis die Markterwartungen geschlagen - die verwalteten Vermögen kletterten um 22 Prozent. Im Ölsektor gaben Chevron um 0,6 Prozent und Exxon Mobil um 0,8 Prozent nach - belastet von fallenden Rohölpreisen.
=== INDEX zuletzt +/- % absolut +/- % YTD DJIA 49.442,44 +0,6% 292,81 +2,3% S&P-500 6.944,47 +0,3% 17,87 +1,2% NASDAQ Comp 23.530,02 +0,2% 58,27 +1,0% NASDAQ 100 25.547,08 +0,3% 81,13 +0,9% DEVISEN zuletzt +/- % 0:00 Di, 20:40 Uhr % YTD EUR/USD 1,1604 -0,3% 1,1645 1,1648 -0,9% EUR/JPY 184,12 -0,1% 184,34 185,36 +0,2% EUR/CHF 0,9326 +0,1% 0,9316 0,9328 +0,1% EUR/GBP 0,8675 +0,1% 0,8664 0,8672 -0,6% USD/JPY 158,66 +0,2% 158,29 159,13 +1,1% GBP/USD 1,3377 -0,5% 1,3438 1,3432 -0,2% USD/CNY 7,0007 -0,1% 7,0089 7,0094 -0,2% USD/CNH 6,9635 -0,1% 6,9708 6,9747 -0,1% AUS/USD 0,6698 +0,2% 0,6682 0,6681 +0,2% Bitcoin/USD 95.310,40 -1,7% 96.936,65 94.004,60 +10,1% ROHOEL zuletzt VT-Settlem. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 58,93 62,02 -5,0% -3,09 +8,4% Brent/ICE 63,48 66,52 -4,6% -3,04 +9,6% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold 4.610,48 4.626,45 -0,3% -15,98 +7,1% Silber 92,44 93,20 -0,8% -0,77 +30,7% Platin 2.078,53 2.054,73 +1,2% 23,80 +17,2% Kupfer 5,98 6,06 -1,2% -0,07 +5,6% YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/DJN/cln
(END) Dow Jones Newswires
January 15, 2026 16:11 ET (21:11 GMT)
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