MÄRKTE ASIEN/Nahost-Krieg und KI-Sorgen belasten - Kospi sehr schwach

(Dow Jones Newswires)

DOW JONES--Eine Eskalation des Iran-Kriegs hat die asiatischen Aktienmärkte am Mittwoch unter Druck gesetzt. Nach dem Abschuss eines US-Hubschraubers hatten die USA mit massiven Angriffen auf iranische Ziele zurückgeschlagen. Teheran griff daraufhin laut iranischen Medien US-Stützpunkte in der Golfregion und in Jordanien an. Die militärischen Auseinandersetzungen ließen Zweifel am Fortschritt eines möglichen Friedensabkommens aufkommen. Die zunächst nur moderat gestiegenen und später sogar ins Minus gedrehten Ölpreise zeigten aber, dass Anleger weiterhin auf ein Abkommen zur Beendigung des Krieges hofften.

Zudem berichteten Händler auch wieder über aufkommende Zweifel an den langfristigen Renditen bei Künstlicher Intelligenz (KI), weswegen der Technologiesektor in einigen Teilen der Region unter Druck stand. Bereits an der Wall Street hatten Technologiewerte gelitten. Hier war unter anderem von Nervosität mit Blick auf den 80 Milliarden Dollar schweren Börsengang von SpaceX am Freitag die Rede gewesen. Dieser ziehe Liquidität aus dem Markt, hieß es. Auch die in den USA am Nachmittag (MESZ) anstehenden Verbraucherpreise vergrößerten die Vorsicht gegenüber Technologietiteln. "Ein hoher Inflationswert würde die Erwartungen 'länger hoher' US-Zinsen untermauern, (...) insbesondere da der Konflikt zwischen den USA und dem Iran keine Anzeichen für eine schnelle Lösung zeigt", urteilte MUFG-Analyst Lloyd Chan. Die Spannungen im Nahen Osten stünden weiterhin im Mittelpunkt, sie belasteten die globale Risikoneigung.

Als Barometer für Investitionen in Künstliche Intelligenz gilt der südkoreanische Kospi, der die regionalen Verluste anführte und damit die extreme Volatilität der vergangenen Tage fortsetzte. Auch am Mittwoch gab es daher Handelsunterbrechungen. Der Index verlor 4,5 Prozent, die Halbleiter-Schwergewichte Samsung Electronics und SK Hynix stürzten um 6,1 bzw. 7,5 Prozent ab.

In Japan sinkt der Nikkei-225 um 1,9 Prozent auf 64.179 Punkte. Auch hier belasteten Elektronik- und Technologietitel. So brachen Softbank Group um 8,3 Prozent ein.

In China gab der Shanghai-Composite 0,4 Prozent nach - der technologielastige Index ChiNext Price gab aber mit 2,7 Prozent deutlicher nach. In Hongkong reduzierte sich der HSI um 0,7 Prozent. "Der Inflationsdruck im Verbrauchersektor ist nicht stark, da die Inlandsnachfrage schwach bleibt", sagte Ökonom Zhiwei Zhang von Pinpoint Asset Management mit Blick auf chinesische Inflationsdaten. Die Verbraucher- und Erzeugerpreisinflation in der Volksrepublik ist im Mai gestiegen, die der Verbraucherpreise einen Tick weniger als gedacht, die der Erzeugerpreise dafür etwas stärker.

Der indonesische Leitindex IDX Composite setzte seine kräftige Erholungsrally mit einem Aufschlag von 2,6 Prozent fort, nachdem er zuvor auf ein Mehrjahrestief gefallen war. Der starke Anstieg wird von mehreren gezielten geldpolitischen und staatlichen Maßnahmen getragen. Unter anderem hat die Regierung Aktienrückkäufe staatseigener Banken veranlasst. Der S&P/ASX-200 in Sydney kletterte um 0,6 Prozent. Gegen den Trend gaben Sigma Healthcare um 5,5 Prozent nach. Das Unternehmen führt Gespräche über eine mögliche Übernahme der britischen Drogeriekette Boots.

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INDEX                       zuletzt  +/- %      % YTD  Handelsschluss 
S&P/ASX 200 (Sydney)       8.653,30   +0,6       -0,7           08:00 
Nikkei-225                64.179,27   -1,9         -            08:00 
Topix 500 (Tokio)          3.008,26   -1,3      +13,1           08:00 
Kospi (Seoul)              7.730,82   -4,5      +83,4           08:30 
Hang-Seng (Hongkong)      24.405,52   -0,7       -4,8           10:00 
Shanghai-Composite         3.993,23   -0,4       +0,6           09:00 
Straits-Times (Singapur)   4.965,26   -1,2       +6,9           11:00 
IDX Comp. (Indonesien)     5.894,34   +2,6      -31,8           10:00 
KLCI (Malaysia)            1.682,56   +0,4       +0,1           10:00 
 
DEVISEN                     zuletzt  +/- %      00:00       Di, 09:33  % YTD 
EUR/USD                      1,1552   +0,1     1,1543          1,1539   -1,6 
EUR/JPY                      185,28   +0,1     185,09          184,86   +0,7 
EUR/GBP                      0,8629   +0,1     0,8624          0,8633   -1,0 
USD/JPY                      160,35   -0,0     160,36          160,17   +2,4 
USD/KRW                    1.527,32   +0,3   1.522,48        1.517,68   +6,0 
USD/CNY                      6,7756   +0,1     6,7722          6,7708   -3,1 
USD/CNH                      6,7757   -0,0     6,7776          6,7704   -2,8 
USD/HKD                      7,8365   -0,0     7,8374          7,8364   +0,7 
AUD/USD                      0,7018   -0,1     0,7028          0,7051   +5,2 
NZD/USD                      0,5814   -0,0     0,5816          0,5828   +1,0 
BTC/USD                   61.614,44   -0,8  62.119,02       63.141,29  -29,7 
 
ROHÖL                       zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
WTI/Nymex                     87,91   -0,3      -0,29           88,20 
Brent/ICE                     91,12   -0,4      -0,33           91,45 
 
Metalle                     zuletzt  +/- %   +/- abs.  Schluss Vortag 
Gold                       4.195,08   -1,6     -67,44        4.262,52 
Silber                        64,45   -1,4      -0,91           65,36 
Platin                     1.673,88   -3,1     -52,67        1.726,55 
(Angaben ohne Gewähr) 
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June 10, 2026 03:55 ET (07:55 GMT)