XETRA-SCHLUSS/Erholungstag - Die Inflation zieht wie erwartet an
(Dow Jones Newswires)
DOW JONES--Am deutschen Aktienmarkt ist es nach dem Abverkauf am Freitag zum Start in die neue Woche nach oben gegangen. Nach einem eher verhaltenem Start schloss der DAX am Ende 1,2 Prozent höher bei 22.563 Punkten. Der Handel verlief weiterhin extrem nervös, je nach Nachrichtenlage ging es im Tagesverlauf schnell mal 100 Punkte nach oben - oder eben nach unten. Mit einem Auge wird immer auf die Preisentwicklung beim Öl geschaut - dem Gradmesser für den Kriegsentwicklung im Nahen Osten. Das Öl der Sorte Brent tendierte im Tagesverlauf unter 110 Dollar je Barrel seitwärts - was bereits positiv aufgenommen wurde. Die Anleihen legten dagegen zu - die Renditen kamen etwas zurück. Eine freundlich tendierende Wall Street unterstützte dann die Stimmung im späten Handel in Europa.
Die Inflation ist zurück
Die Inflationsrate ist im März von 1,9 auf 2,7 Prozent deutlich gestiegen. In einzelnen Bundesländern hatte sich das schon angedeutet - so verteuerten sich in NRW Kraftstoffe um mehr als 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Der seit mehr als vier Wochen dauernde Iran-Krieg hat die Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben. Solange ein Ende der Kampfhandlungen nicht absehbar ist, erwartet Christoph Swonke, Konjunkturanalyst der DZ Bank, weiter kräftig steigende Energiepreise. Bei einer längerfristigen Krisendauer seien zudem Preissteigerungen bei Transportdienstleistungen und Nahrungsmitteln zu erwarten.
Die Berichtssaison hatte noch einige Überraschungen parat. So hat sich den Analysten der MWB zufolge der Konzernüberschuss von Wüstenrot & Württembergische (W&W) 2025 zwar auf 121 (Vorjahr: 35) Millionen Euro erholt, - die Analysten hatten allerdings mit 128 Millionen gerechnet. Für 2026 erwarte die Geschäftsführung von W&W nun 120 bis 150 Millionen Euro. Während der Mittelwert eine weitere Ergebnisverbesserung um 12 Prozent bedeute, hatten die Analysten für 2026 einen Überschuss von 191 Millionen Euro veranschlagt. Die Aktie ging 5,8 Prozent tiefer aus dem Handel.
Trotz besser als erwartet ausgefallener Zahlen für das abgelaufene Jahr brachen Suss Microtec um 6,3 Prozent ein. Es belastete der Ausblick auf das laufende Jahr. Für 2026 prognostiziere Suss eine EBIT-Marge von 8 bis 10 Prozent, diese liege wie erwartet deutlich unter der Konsenserwartung von über 11 Prozent. Die Analysten von MWB hatten mit 9,8 Prozent gerechnet. Es werde angenommen, dass die Prognose nach dem letztjährigen Ergebnisrückgang eine gewisse Vorsicht beinhalte.
Die Übernahme der Muttergesellschaft von Mediamarkt und Saturn durch die chinesische JD.com ist noch nicht in trockenen Tüchern. Wie Ceconomy mitteilte, ist es ungewiss, ob bzw. wann die investitionskontrollrechtliche Freigabe in Österreich erteilt wird. Für die Ceconomy-Aktie ging es um 3,4 Prozent nach unten.
=== Index zuletzt +/- % +/- % YTD DAX 22.563 1,2 -8,1 DAX-Future 22.808 2,5 -8,9 XDAX 22.618 2,5 -8,0 MDAX 27.800 0,5 -9,3 TecDAX 3.384 1,0 -6,7 SDAX 16.390 0,3 -4,7 zuletzt +/- Ticks Bund-Future 125,21 73 ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
DJG/thl/cln
(END) Dow Jones Newswires
March 30, 2026 11:54 ET (15:54 GMT)
Weitere relevante Nachrichten
23:25
03.06.2026
ROUNDUP/Neue Episode bei Commerzbank/Unicredit: Frankfurter schalten Bafin ein22:52
03.06.2026
INDEX-MONITOR: Hochtief steigt in Dax auf - Porsche SE in MDax21:16
03.06.2026
KORREKTUR: Siemens Energy startet mit dem im Mai angekündigten Aktienrückkauf20:39
03.06.2026
Neue Episode bei Commerzbank/Unicredit: Frankfurter schalten Bafin ein
Aktuelle Videos

19/05/2026 20:00
Gold & Silber als Renditemaschine? – Die steuerfreie Switch-Strategie mit @Techaktien
18/05/2026 20:00
@TimoBaudzus: 20 Jahre Aktienmarkt – 11 fundamentale Lektionen für dein Depot! | Invest 2026
16/05/2026 20:00
Algorithmen statt Achselschweiß: So steuern Profis ihr Depot! | Invest 2026