Zulieferer Forvia schreibt Milliardenverlust - Hella-Mutter will Marge steigern
(dpa-AFX) PARIS (dpa-AFX) - Der französische Autozulieferer Forvia hat wegen des Konzernumbaus im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Milliardenverlust eingefahren. Konzernchef Martin Fischer will das Unternehmen im neuen Jahr im Tagesgeschäft nun profitabler machen und die Schulden durch Verkäufe deutlich reduzieren. Zudem soll sich die Marge auch in der mittleren Frist bis 2028 verbessern, wie der Mutterkonzern des deutschen Scheinwerferspezialisten Hella am Dienstag in Paris mitteilte. Wachstum vor allem mit Elektronik soll den Rückgang mit traditionellen Geschäften abfedern. Die Forvia-Aktie legte zu, konnte aber die deutlichen Verluste vom Vortag damit nicht ganz wettmachen.
PARIS (dpa-AFX) - Der französische Autozulieferer Forvia hat wegen des Konzernumbaus im vergangenen Jahr unter dem Strich einen Milliardenverlust eingefahren. Konzernchef Martin Fischer will das Unternehmen im neuen Jahr im Tagesgeschäft nun profitabler machen und die Schulden durch Verkäufe deutlich reduzieren. Zudem soll sich die Marge auch in der mittleren Frist bis 2028 verbessern, wie der Mutterkonzern des deutschen Scheinwerferspezialisten Hella am Dienstag in Paris mitteilte. Wachstum vor allem mit Elektronik soll den Rückgang mit traditionellen Geschäften abfedern. Die Forvia-Aktie legte zu, konnte aber die deutlichen Verluste vom Vortag damit nicht ganz wettmachen.
Das Papier lag am Vormittag in Paris 6,5 Prozent im Plus bei 13,55 Euro. Zu Wochenbeginn hatte der Kurs allerdings fast acht Prozent verloren. Vor zwei Wochen war die Aktie in der Spitze noch mehr als 15 Euro wert. Sowohl der Ausblick auf das neue Jahr als auch die Ziele für 2028 sähen schwächer aus als erwartet, schrieb Bernstein-Analyst Stephen Reitman.
Fischer will im neuen Jahr eine operative Marge zwischen 6,0 und 6,5 Prozent ansteuern, 2028 soll sie mindestens 7 Prozent betragen. Vergangenes Jahr stieg sie um 0,4 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent. Geplante Verkäufe von Unternehmensteilen bereits eingerechnet, hätte sie bei 6,0 Prozent gelegen. Die Sparte für Innenausstattung soll verkauft werden, damit sollen die Schulden um mindestens eine Milliarde Euro sinken.
Den Umsatz im neuen Jahr plant das Management des Aumovio - und Schaeffler -Konkurrenten - den in Angriff genommenen Verkauf bereits inbegriffen - zwischen 20 und 21 Milliarden Euro. Der Erlös war 2025 um drei Prozent auf 26,2 Milliarden Euro geschrumpft.
Für den Konzernumbau setzte Forvia gut 1,8 Milliarden Euro an Sonderkosten an. Davon entfielen rund 920 Millionen Euro an Abschreibungen auf den Lichtbereich und auf Elektronik. Das spiegele im Lichtgeschäft den kurzfristigen Umsatzausblick und Schwierigkeiten im operativen Geschäft wider, hieß es.
Die deutsche Tochter Hella hatte am Vortag berichtet, die Profitabilität in ihrer Lichtsparte angesichts des schwierigen Umfelds erhöhen zu wollen. Die Westfalen sparen bereits seit Jahren, um die Marge zu verbessern. Forvia insgesamt hatte angekündigt, in einem großangelegten Stellenabbau 6.400 Jobs bis Ende 2025 zu kappen.
Unter dem Strich setzte es bei Forvia 2025 einen Verlust von 2,1 Milliarden Euro. Auch ohne die gebuchten Sonderkosten hätten sich die roten Zahlen aus dem Vorjahr leicht ausgeweitet. Eine Dividende für 2025 soll es nicht geben./men/nas/mis
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