ROUNDUP: Mischkonzern Vinci übertrifft Erwartungen - Aktie zieht an
(dpa-AFX) NANTERRE (dpa-AFX) - Der französische Infrastrukturkonzern Vinci hat im vergangenen Jahr die Markterwartungen übertroffen. In einem turbulenten globalen makroökonomischen und geopolitischen Umfeld hat aus Sicht von Vinci-Chef Pierre Anjolras die dezentrale Organisation der Gruppe erneut ihre Vorzüge unter Beweis gestellt. Wenn die Effekte einer höheren Unternehmenssteuer außer Acht gelassen werden, erwarte das Management auch im neuen Jahr mehr Umsatz und mehr Gewinn. An der Börse kam das am Freitag gut an.
NANTERRE (dpa-AFX) - Der französische Infrastrukturkonzern Vinci hat im vergangenen Jahr die Markterwartungen übertroffen. In einem turbulenten globalen makroökonomischen und geopolitischen Umfeld hat aus Sicht von Vinci-Chef Pierre Anjolras die dezentrale Organisation der Gruppe erneut ihre Vorzüge unter Beweis gestellt. Wenn die Effekte einer höheren Unternehmenssteuer außer Acht gelassen werden, erwarte das Management auch im neuen Jahr mehr Umsatz und mehr Gewinn. An der Börse kam das am Freitag gut an.
Die Aktie stieg um fast sieben Prozent und beschleunigte damit ihre Aufwärtstendenz der vergangenen zwei Wochen. In den vergangenen zwölf Monaten beträgt das Kursplus knapp ein Fünftel und in den vergangenen drei Jahren rund 22 Prozent. Anleger, die seit zehn Jahren investiert sind, können sich über eine Verdoppelung des Werts freuen.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg 2025 um gut sechs Prozent auf 9,56 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag nach Börsenschluss in Nanterre mitteilte. Der Umsatz kletterte um gut vier Prozent auf fast 74,6 Milliarden Euro. Unter dem Strich legte der Gewinn um knapp ein Prozent auf 4,9 Milliarden Euro zu. Die Dividende soll um 25 Cent auf 5,00 Euro je Aktie steigen und damit stärker als erwartet.
Analysten lobten insbesondere den freien Barmittelzufluss, der mit sieben Milliarden Euro überraschend hoch ausfiel. Im laufenden Jahr soll er bei sechs Milliarden liegen, was ebenfalls mehr ist, als erwartet worden war. Als Haar in der Suppe nannte Graham Hunt vom Analysehaus Jefferies den Auftragseingang im Contracting-Bereich. Dieser könne die Stimmung der Anleger ein wenig dämpfen, schrieb er.
Vinci ist ein Bau- und Energiekonzern und betreibt daneben auch Flughäfen und Mautstraßen./jha/lew/err/jha/
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