BMW senkt Prognose wegen negativer Marktentwicklung

(Dow Jones Newswires)

DOW JONES--Der Autobauer BMW hat seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr gesenkt. Der DAX-Konzern aus München führte zur Begründung einen schwachen Automobilmarkt, einen intensiveren Wettbewerb in China, die Auswirkungen des Nahost-Konflikts und unverändert hohe Energiepreise an. Diese Effekte hätten sich bereits im zweiten Quartal in einem deutlichen Rückgang des Ergebnisses und des Freien Cashflows gegenüber dem Vorjahr ausgewirkt.

Im Geschäftsjahr 2026 erwartet der Konzern nun einen leichten Rückgang der Auslieferungen im Segment Automobile, statt Auslieferungen auf Vorjahresniveau. Die Ergebnismarge vor Zinsen und Steuern (EBIT-Marge) im Segment Automobile wird nun bei 1 bis 3 Prozent statt 4 bis 6 Prozent gesehen.

Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (RoCE) des Segments dürfte 1 bis 5 Prozent statt 6 bis 10 Prozent) erreichen. Für das Konzernergebnis vor Steuern wird nun ein deutlicher statt moderater Rückgang erwartet.

Dafür dürften die CO2-Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette nun doch nicht leicht steigen, sondern auf dem Vorjahresniveau verharren, so BMW weiter.

Den Freien Cashflow im Segment Automobile erwartet die BMW Group bei über 2,5 Milliarden Euro. An der Ausschüttungsquote von 30 bis 40 Prozent des Ergebnisanteils der BMW-Aktionäre und am aktuell laufenden Aktienrückkaufprogramm hält das Unternehmen fest.

BMW will nun die laufenden Kostensenkungen durch weitere Struktur- und Effizienzmaßnahmen intensivieren und beschleunigen. Deren Effekte sollen in den Folgejahren sichtbar werden. Diese zusätzlichen Maßnahmen werden das Ergebnis einmalig im zweiten Halbjahr 2026 belasten, so BMW weiter, ohne dies zunächst zu beziffern.

Der Konzern veröffentlicht seinen Halbjahresbericht am 30. Juli.

Im Nachbörsenhandel gegen 18.27 Uhr wurde die BMW-Aktie bei 64,70 Euro gesehen, verglichen mit einem Xetra-Schlusskurs von 67,90 Euro.

DJG/sha/gos

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June 16, 2026 12:28 ET (16:28 GMT)