ROUNDUP: MLP senkt Prognose - Aktie am SDax-Ende
(dpa-AFX) WIESLOCH (dpa-AFX) - Der Finanzdienstleister MLP hat seine Prognose für das laufende Jahr gesenkt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) dürfte bei 90 bis 100 Millionen Euro liegen, teilte das im SDax notierte Unternehmen am Freitag mit. Bislang hatte MLP jeweils zehn Millionen mehr geplant. Wegen möglicher Sondereffekte im Zusammenhang mit einer geplanten Anpassung der Geschäfte im Immobilienbereich könnte der Gewinn sogar noch geringer ausfallen.
WIESLOCH (dpa-AFX) - Der Finanzdienstleister MLP hat seine Prognose für das laufende Jahr gesenkt. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) dürfte bei 90 bis 100 Millionen Euro liegen, teilte das im SDax notierte Unternehmen am Freitag mit. Bislang hatte MLP jeweils zehn Millionen mehr geplant. Wegen möglicher Sondereffekte im Zusammenhang mit einer geplanten Anpassung der Geschäfte im Immobilienbereich könnte der Gewinn sogar noch geringer ausfallen.
Der Aktienkurs geriet am Mittag unter Druck und verlor gut acht Prozent. Die Aktie übernahm damit die rote Laterne im Kleinwertesegment SDax. Das Papier setzte damit seine jüngste Verlustserie fort - in den vergangenen drei Monaten hat der Kurs um fast ein Viertel nachgegeben. Der Jahresgewinn schmolz daher auf rund drei Prozent.
Die Zielsenkung resultiere aus veränderten Erwartungen an die Höhe der erfolgsabhängigen Vergütungen im Vermögensmanagement und an das Immobilienentwicklungsgeschäft, hieß es weiter. Erfolgsabhängige Vergütungen fallen für die Wertentwicklung von Anlagekonzepten im Vermögensmanagement an und seien zu einem hohen Anteil ergebniswirksam, hieß es zur Begründung.
Zugleich kündigte MLP an, das Geschäft im Bereich Deutschland.Immobilien zukünftig auf das Vermittlungsgeschäft und die Konzeptionierung von Immobilienprojekten zu konzentrieren. Die Deutschland.Immobilien soll zukünftig keine neuen Entwicklungsprojekte mehr aufsetzen, bei denen sie selbst für die Bauausführung zuständig ist. Bestehende Projekte sollen zu Ende geführt werden. Mit diesem Schritt will sich MLP risikoärmer aufstellen.
Der Aufsichtsrat muss dem noch zustimmen. Mögliche belastende Einmaleffekte in diesem Zusammenhang seien derzeit noch nicht verlässlich bezifferbar, so MLP. Diese dürften bezogen auf das Ebit jedoch eine Größenordnung von 12 Millionen Euro nicht überschreiten. Diese Effekte würden das operative Ergebnis im laufenden Jahr gegebenenfalls zusätzlich belasten.
Wegen dieses Schrittes sowie einem ansonsten dynamisch laufenden Geschäft erhöhte MLP das obere Ende der Spanne seiner mittelfristigen Ergebnisprognose um fünf Millionen Euro. So erwartet der Finanzdienstleister bis Ende 2028 nun ein Ebit von 140 bis 155 Millionen Euro.
Im dritten Quartal stieg das Ebit vorläufigen Zahlen zufolge von 17,8 Millionen vor einem Jahr auf 18,3 Millionen Euro. Die bis zum Jahresende erwartete weitere positive Entwicklung reicht laut MLP jedoch voraussichtlich nicht aus, um die ursprüngliche Prognose noch zu erreichen. Ausführliche Zahlen will MLP am 13. November vorlegen./nas/jsl/jha/
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