KORREKTUR: Evotec weitet operativen Verlust aus - Standortverkauf
(dpa-AFX) HAMBURG (dpa-AFX) - Der Pharmawirkstoff-Entwickler Evotec kämpft weiterhin mit einer schwachen Nachfrage. Diese führt zu Unterauslastung und hohen Fixkosten. Hinzu kommen Kosten im Zusammenhang mit dem Anlaufen einer Anlage der Biotech-Tochter JEB in Toulouse, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Hamburg mit. Daher fiel der operative Verlust in den ersten neun Monaten deutlich höher als vor einem Jahr aus.
(Die Überschrift und der Text wurden neu formuliert. Damit wird klargestellt, dass Evotec lediglich Just-Evotec Biologics EU SAS mit dem Standort im französischen Toulouse an Sandoz verkauft.)
HAMBURG (dpa-AFX) - Der Pharmawirkstoff-Entwickler Evotec kämpft weiterhin mit einer schwachen Nachfrage. Diese führt zu Unterauslastung und hohen Fixkosten. Hinzu kommen Kosten im Zusammenhang mit dem Anlaufen einer Anlage der Biotech-Tochter JEB in Toulouse, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Hamburg mit. Daher fiel der operative Verlust in den ersten neun Monaten deutlich höher als vor einem Jahr aus.
Zumindest für den JEB-Standort in Toulouse hat Evotec nun aber eine finale Lösung gefunden: Wie seit Dienstagabend bekannt, verkaufen die Hanseaten das Werk an Sandoz . Der Abschluss des im Sommer angekündigten Deals kam an der Börse gut an: Die im SDax gelistete Evotec-Aktie legte vorbörslich in einer ersten Reaktion bis zu 9 Prozent zu.
Nachdem Sandoz und Evotec im Juli bereits eine Absichtserklärung unterzeichnet hatten, wurde jetzt der Deckel draufgemacht. Sandoz übernimmt 100 Prozent von Just-Evotec Biologics EU SAS und damit auch deren dortige Produktionsanlage. Für die Anteile und die Lizenzgebühren zur Produktionstechnologie von JEB bezahlt Sandoz laut den Angaben einen Barbetrag in Höhe von rund 350 Millionen US-Dollar. Die in den USA ansässige Just-Evotec Biologics bleibt auch weiterhin Bestandteil von Evotec.
In den ersten neun Monaten des Jahres ging der Umsatz von Evotec im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7 Prozent auf rund 535 Millionen Euro zurück. Der bereinigte operative Verlust weitete sich von 6 auf 16 Millionen Euro aus. Unter dem Strich reduzierte sich der Verlust etwas von 155 auf 118 Millionen Euro, unter anderem dank der Sparmaßnahmen./lew/zb/tav/mis
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