MÄRKTE USA/Uneinheitlich - Gewinnmitnahmen im Technologiesektor
(Dow Jones Newswires)
DOW JONES--Die US-Börsen knüpfen am Donnerstag an die Vortagesverluste an. Zwar gewinnt der Dow-Jones-Index kurz nach der Startglocke 1,3 Prozent auf 51.335 Punkte, gestützt von Aktien des Gesundheits- und Pharmasektors. Unter anderem steigen die Aktien des Krankenversicherers Unitedhealth um 6,1 und die von Merck um 4,3 Prozent. Der S&P-500 verliert jedoch 0,2 Prozent. Der Nasdaq-Composite gibt um 1,0 Prozent nach. Neben der wachsenden Verunsicherung wegen des Ausbleibens eines Abkommens zur Beendigung des Iran-Krieges angesichts immer neuer Scharmützel dämpft Broadcom die Kauflaune. Die Umsatzprognose des Chipherstellers für das dritte Quartal kann mit den Erwartungen nicht Schritt halten, während zugleich die Quartalszahlen aber gut ausgefallen sind. Laut Händlern wirft der Ausblick die Frage wieder auf, in welchem Tempo die Nachfrage nach KI tatsächlich anziehen wird. Der Broadcom-Kurs bricht um 14,5 Prozent ein. Im Sog verbilligen sich AMD um 5,2, Intel um 2,5, Micron um 6,9 und Sandisk um 1,7 Prozent.
"Das ist ein klassischer Fall von sehr hohen Erwartungen, die auf einen Markt treffen, der auf Perfektion setzt (...). Anleger bestrafen derzeit alles, was nicht exakt ihren Vorstellungen entspricht", erläutert Analyst Matt Britzman von Hargreaves Lansdown.
Etwas Unterstützung erhalten die Börsen immerhin von sinkenden Ölpreisen. Hintergrund ist die Einigung zwischen Israel und Libanon auf eine Verlängerung der Waffenruhe - allerdings vorausgesetzt, die vom Iran unterstützte Miliz Hisbollah stellt ihre Angriffe ein. Diese aber lehnt eine Waffenruhe ab. Die Rohölsorte Brent verbilligt sich um 2,8 Prozent je Barrel. "Ohne eine Normalisierung der regionalen Ölströme ist der Markt zunehmend starken Aufwärtsschwankungen ausgesetzt, da die Lagerbestände weiter abnehmen", warnen die ING-Analysten Warren Patterson und Ewa Manthey.
Am Anleihemarkt sinken die Renditen angesichts nachgebender Ölpreise leicht, die Inflationssorgen werden dadurch gedämpft. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen reduziert sich um 3 Basispunkte auf 4,46 Prozent. Fallende Marktzinsen setzen dem Dollar zu, der Dollar-Index sinkt um 0,3 Prozent. Die Feinunze Gold verteuert sich dagegen um 1,8 Prozent - gestützt von Dollar-Schwäche und niedrigeren Marktzinsen.
Unter den Konjunkturdaten des Tages ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche stärker gestiegen als angenommen, blieb aber auf niedrigem Niveau. Der am Mittwoch veröffentlichte ADP-Arbeitsmarktbericht hatte für Mai einen etwas stärkeren Beschäftigungsaufbau ausgewiesen als erwartet. Anleger warten nun gespannt auf den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag. Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft stieg derweil in zweiter Lesung weniger stark als vorläufig gemeldet und verfehlte auch die Erwartungen von Ökonomen. Die Lohnstückkosten stiegen weniger stark als in der ersten Lesung, während Volkswirte eine Aufwärtsrevision erwartet hatten.
Am Aktienmarkt stürzen CrowdStrike um 8,3 Prozent ab, nachdem die Quartalszahlen des Cybersicherheitsunternehmens die Erwartungen nur knapp übertroffen hatten. Anleger ergreifen die Gelegenheit, nach einer beeindruckenden Kursrally Gewinne einzustreichen. PVH brechen um 27 Prozent ein, die Eigentümerin von Tommy Hilfiger und Calvin Klein hat ihre Umsatzprognose für das Gesamtjahr gesenkt. Das Quantencomputer-Unternehmen Quantinuum hat den Ausgabepreis auf 60 Dollar pro Stück festgelegt. Die Aktien werden voraussichtlich im Laufe des Tages ihr Handelsdebüt feiern.
=== INDEX zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag DJIA 51.335,24 +1,3 +648,17 50.687,07 S&P-500 7.537,24 -0,2 -16,44 7.553,68 NASDAQ Comp 26.595,14 -1,0 -258,84 26.853,98 NASDAQ 100 30.175,79 -1,3 -395,44 30.571,24 US-Treasuries Rendite +/- Tageshoch Tagestief 2 Jahre 4,03 -0,05 4,08 4,03 5 Jahre 4,17 -0,04 4,21 4,16 10 Jahre 4,46 -0,03 4,50 4,45 DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Mi, 17:10 EUR/USD 1,1639 +0,4 0,0044 1,1595 1,1602 EUR/JPY 186,08 +0,2 0,4500 185,63 185,6400 EUR/CHF 0,9165 -0,2 -0,0021 0,9186 0,9173 EUR/GBP 0,865 +0,1 0,0008 0,8642 0,8640 USD/JPY 159,88 -0,1 -0,1500 160,03 159,9900 GBP/USD 1,3449 +0,3 0,0033 1,3416 1,3426 USD/CNY 6,7735 +0,1 0,0043 6,7692 6,7692 USD/CNH 6,7739 -0,1 -0,0063 6,7802 6,7765 AUS/USD 0,7143 +0,2 0,0015 0,7128 0,7139 Bitcoin/USD 63.778,16 -1,7 -1.128,19 64.906,35 66.504,92 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 92,83 -3,3 -3,19 96,02 Brent/ICE 95,09 -2,8 -2,72 97,81 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.510,59 +1,8 78,81 4.431,78 Silber 74,70 +2,7 2,00 72,70 Platin 1.895,45 +2,0 36,30 1.859,15 (Angaben ohne Gewähr) ===
Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com
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(END) Dow Jones Newswires
June 04, 2026 09:52 ET (13:52 GMT)
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