Pernod Ricard und Brown-Forman beenden Fusionsgespräche
(dpa-AFX) PARIS (dpa-AFX) - Pernod Ricard und der Jack-Daniels-Hersteller Brown-Forman haben ihre Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss beendet. Beide Parteien hätten sich nicht auf die Bedingungen einigen können, teilten die Franzosen in der Nacht zum Mittwoch mit. Nun könnte wieder ein ebenso angedachter Zusammenschluss der Amerikaner mit dem Southern-Comfort-Hersteller Sazerac diskutiert werden. Die Anteilscheine von Brown-Forman rutschten im nachbörslichen US-Handel in einer ersten Reaktion um mehr als vier Prozent ab.
PARIS (dpa-AFX) - Pernod Ricard und der Jack-Daniels-Hersteller Brown-Forman haben ihre Gespräche über einen möglichen Zusammenschluss beendet. Beide Parteien hätten sich nicht auf die Bedingungen einigen können, teilten die Franzosen in der Nacht zum Mittwoch mit. Nun könnte wieder ein ebenso angedachter Zusammenschluss der Amerikaner mit dem Southern-Comfort-Hersteller Sazerac diskutiert werden. Die Anteilscheine von Brown-Forman rutschten im nachbörslichen US-Handel in einer ersten Reaktion um mehr als vier Prozent ab.
Die Aktienkurse von Pernod Ricard und Brown-Forman stehen seit einiger Zeit unter anderem wegen der Branchenprobleme stark unter Druck. Der französische Konzern kommt aktuell auf einen höheren Börsenwert. In beiden Unternehmen haben die Nachkommen der Gründer ein gewichtiges Wort mitzureden. So liegen 15 Prozent der Pernod-Ricard-Papiere in Familienhand.
Das US-Unternehmen wird von der Familie Brown, Nachkommen des Gründers George Garvin Brown, kontrolliert. Diese halten rund 70 Prozent der mit Stimmrechten versehenen A-Aktien. Da es deutlich mehr B-Aktien gibt, hält die Familie allerdings nur rund ein Viertel des gesamten Aktienkapitals.
Brown-Forman, zu dessen Marken neben Jack Daniel's auch Fords Gin und Herradura Tequila gehören, kämpft in den USA mit einer schwächeren Nachfrage nach Premium-Spirituosen. Pernod Ricard zählt zu Europas größten Spirituosenherstellern und besitzt unter anderem Marken wie Absolut Wodka, Havana Club Rum und Jameson Whiskey. Beide Konzerne suchen nach Wegen, ihr Geschäft zu stärken, während Verbraucher weniger Alkohol trinken und vermehrt zu günstigeren Marken greifen./he
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