MARKT USA/Börse vor Inflationsdaten schwächer erwartet
(Dow Jones Newswires)
Zur Wochenmitte zeichnet sich ein schwächerer Handelsauftakt an den US-Börsen ab. Der S&P-Future verliert vorbörslich 0,8 Prozent, der Nasdaq-Future gibt um 1,2 Prozent nach. Vor allem Aktien mit KI-Bezug stehen unter Druck, nachdem neue Zweifel an der Nachhaltigkeit des KI-Booms aufgekommen sind. Auch werde vor dem Mega-Börsengang von Spacex am Freitag Liquidität aus dem Markt gezogen, heißt es aus dem Handel.
Anleger blicken überdies der Veröffentlichung von Inflationsdaten am Mittwoch mit einiger Nervosität entgegen. Am Markt wird davon ausgegangen, dass sich der Anstieg der Verbraucherpreise im Mai nochmals beschleunigt hat. Ursächlich dafür ist vor allem der infolge des Nahost-Konflikts kräftig gestiegene Ölpreis. Am Markt herrsche große Unsicherheit darüber, wie die US-Notenbank unter ihrem neuen Chef Kevin Warsh auf die Daten reagieren werde, kommentiert Marktstratege Gustav Helgesson von SEB. Eine hohe Inflation könnte die Marktzinsen weiter nach oben treiben, den Dollar aufwerten lassen und die Aktienmärkte weltweit unter Druck setzen, fügt er hinzu.
Der Ölpreis hatte im asiatisch dominierten Handel zunächst einen kleinen Schub erhalten durch Vergeltungsschläge der US-Armee gegen den Iran, nachdem dieser einen US-Hubschrauber abgeschossen hatte. Aktuell kommt der Preis aber wieder zurück. Der Preis für ein Barrel der Sorte Brent sinkt um 0,3 Prozent auf 91,20 Dollar.
Am Anleihemarkt zeigen sich die Renditen behauptet. Der Dollar tendiert wenig verändert. Der Goldpreis gibt deutlicher um 2,2 Prozent nach. Das Edelmetall werde von der Erwartung einer höheren Inflation belastet, erklärt ein Marktbeobachter. Denn die damit einhergehend höheren Marktzinsen würden die Attraktivität des zinslos gehaltenen Goldes mindern.
Unter den Einzelwerten drückt eine geplante Kapitalerhöhung die Aktie von Super Micro Computer vorbörslich um 8,4 Prozent. Das Unternehmen will 7 Milliarden Dollar einnehmen, um Aufträge für KI-Server im Volumen von 39 Milliarden Dollar abarbeiten zu können.
Nach Börsenschluss wird Oracle Zahlen für das Geschäftsjahr 2025/26 vorlegen. Die Aktie gibt im Einklang mit dem schwachen Technologiesektor 3 Prozent nach. Die Aktie von Cracker Barrel Old Country Store springt derweil um 8,5 Prozent nach oben. Die Restaurantkette hat nach einem starken dritten Geschäftsquartal die Jahresziele erhöht.
Kontakt: maerkte.de@dowjones.com
DJG/cln/flf
(END) Dow Jones Newswires
June 10, 2026 06:17 ET (10:17 GMT)
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