DGB Nord warnt vor Jobabbau durch Reiches Energiewende-Pläne
(dpa-AFX) HAMBURG/KIEL/SCHWERIN (dpa-AFX) - Der Plan des Bundeswirtschaftsministeriums zum Ausbau der Stromnetze und der erneuerbaren Energien gefährdet aus Sicht des DGB Nord zehntausende Arbeitsplätze in der Windbranche sowie viele Jobs in energieintensiven Industrien. "Dieser Entwurf aus dem Wirtschaftsministerium von Katherina Reiche ist das Gegenteil von Planungs- und Investitionssicherheit", sagte die DGB Nord-Vorsitzende Laura Pooth.
HAMBURG/KIEL/SCHWERIN (dpa-AFX) - Der Plan des Bundeswirtschaftsministeriums zum Ausbau der Stromnetze und der erneuerbaren Energien gefährdet aus Sicht des DGB Nord zehntausende Arbeitsplätze in der Windbranche sowie viele Jobs in energieintensiven Industrien. "Dieser Entwurf aus dem Wirtschaftsministerium von Katherina Reiche ist das Gegenteil von Planungs- und Investitionssicherheit", sagte die DGB Nord-Vorsitzende Laura Pooth.
"In dieser Logik gewinnt immer das langsamste Pferd"
Wegen der neuen Verunsicherung drohe ein Teufelskreis: Der Ausbau der Erneuerbaren werde nicht nur gebremst, sondern auch teurer. Netzbetreiber würden ihre Netzausbauplanungen reduzieren und das führe zur weiteren Blockade neuer Windräder oder Solaranlagen. "In dieser Logik gewinnt immer das langsamste Pferd. Frau Reiche, als Bundeswirtschaftsministerin: Das kann nicht ihr, das kann nicht unser Anspruch sein", sagte Pooth.
Die Gewerkschaftschefin erinnerte an das Vorgehen des damaligen Bundeswirtschaftsministers Peter Altmaier (CDU), das vor gut zehn Jahren zehntausende Arbeitsplätze in der Solar- und Windbranche gekostet habe. Jetzt drohe wieder ein solches Szenario, mit der Folge, dass teure Gaskraftwerke viel länger laufen müssten als nötig. Reiche (CDU) war vor ihrem Wechsel an die Spitze des Bundeswirtschaftsministeriums Geschäftsführerin der Eon -Tochter Innogy Westenergie.
Netzausbau hält nicht mit Anlagenzubau Schritt
Dem Gesetzentwurf der Ministerin zufolge soll der Zubau von Anlagen besser mit dem Netzausbau synchronisiert und Kosten gesenkt werden. Derzeit könne der Netzausbau nicht mit dem Anlagenzubau Schritt halten. Deshalb komme es zur Vermeidung von Netzengpässen immer wieder zur sogenannten Abregelung von Wind- und Solaranlagen.
Wird die Leistung gedrosselt oder abgeschaltet, erhalten Betreiber bisher Entschädigungen, die jedes Jahr Milliarden kosten. Das will das Ministerium ändern. Besonders belastete Netzgebiete sollen als "kapazitätslimitiert" ausgewiesen werden können - im Falle von Abregelungen sollen an den entsprechenden Standorten für Neuanschlüsse keine Entschädigung mehr zu zahlen sein./klm/DP/mis
Weitere relevante Nachrichten
18:05
03.06.2026
MÄRKTE EUROPA/Iran und neue Zolldrohungen setzen Börsen zu17:49
03.06.2026
XETRA-SCHLUSS/DAX fällt unter 25.000 - USA mit neuen Zolldrohungen16:10
03.06.2026
UN-Bericht zu KI: 'Jede Interaktion beansprucht endliche Ressourcen'06:30
03.06.2026
Krieg und Ministerin bescheren Solarbranche Sonderkonjunktur
Aktuelle Videos

19/05/2026 20:00
Gold & Silber als Renditemaschine? – Die steuerfreie Switch-Strategie mit @Techaktien
18/05/2026 20:00
@TimoBaudzus: 20 Jahre Aktienmarkt – 11 fundamentale Lektionen für dein Depot! | Invest 2026
16/05/2026 20:00
Algorithmen statt Achselschweiß: So steuern Profis ihr Depot! | Invest 2026