Aktien Asien: Weitere Gewinne in Seoul - Nikkei setzt Rekordjagd fort

(dpa-AFX) SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Asiens wichtigste Aktienmärkte haben nach der Euphorie zu Wochenbeginn am Dienstag keine gemeinsame Richtung gefunden. In Seoul ging der Höhenflug weiter, für den das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Kriegs gesorgt hatte. Der japanische Nikkei 225 erklomm erneut einen Rekordstand, behauptete am Ende aber nur ein knappes Plus. Dass die japanische Notenbank den Leitzins erneut moderat anhob, war bereits erwartet worden.

SEOUL/TOKIO/HONGKONG/SHANGHAI (dpa-AFX) - Asiens wichtigste Aktienmärkte haben nach der Euphorie zu Wochenbeginn am Dienstag keine gemeinsame Richtung gefunden. In Seoul ging der Höhenflug weiter, für den das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran zur Beilegung des Kriegs gesorgt hatte. Der japanische Nikkei 225 erklomm erneut einen Rekordstand, behauptete am Ende aber nur ein knappes Plus. Dass die japanische Notenbank den Leitzins erneut moderat anhob, war bereits erwartet worden.

Dagegen war es mit der Begeisterung an den chinesischen Märkten schon vorbei. Die Ölpreise pendelten sich nach einem deutlichen Rückgang auf ihrem niedrigeren Niveau ein.

"Es wird einige Zeit dauern, bis sich die Märkte beruhigen, sich der Ölfluss durch die Straße von Hormus wieder normalisiert und die Lagerbestände wieder aufgefüllt sind", schrieben die Ökonomen der ANZ Bank. Daher sehen sie keine unmittelbaren Auswirkungen der amerikanisch-iranischen Einigung auf die Geldpolitik. Laut Charu Chanana, Chef-Anlagestratege bei Saxo Markets in Singapur, ist "der einfache Teil der Rally bereits vorbei". Nun sei unter anderem abzuwarten, ob der Waffenstillstand tatsächlich halte.

In Tokio schloss der Nikkei 225 0,13 Prozent höher mit 69.404,50 Punkte, nachdem er zeitweise erstmals in seiner Geschichte über die 70.000-Punkte-Marke geklettert war. Davor hatte die japanische Zentralbank den Leitzins unter anderem wegen der Folgen des Iran-Kriegs erneut leicht angehoben. Er liegt mit 1,00 Prozent auf dem höchsten Stand seit 1995. Die Währungshüter kündigten zudem an, die Anleihekäufe weiter drosseln zu wollen.

Der Kospi in Seoul verabschiedete sich mit einem Gewinn von 2,11 Prozent auf 8.726,60 Punkte aus dem Handel. Damit fehlt dem von Technologiewerten geprägten Index, der seinen Punktestand dank der KI-Hausse seit Jahresbeginn schon mehr als verdoppelt hat, auch nicht mehr viel zu seinem Anfang Juni erreichten Rekord.

Dagegen ging es für den am Vortag moderat freundlichen Hang-Seng-Index der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong am Dienstag um 1,78 Prozent auf 24.399 Punkte bergab. Der zu Wochenbeginn starke CSI-300-Index mit den wichtigsten Werten an Chinas Festlandbörsen sank um 0,18 Prozent auf 4.883 Punkte.

Chinesische Immobilienaktien gaben in Reaktion auf schwache Daten zu den Immobilienpreisen deutlich nach. Inzwischen notieren die Branchentitel wieder auf dem Niveau aus dem Herbst 2024, vor einer Reihe wichtiger Stimulierungsmaßnahmen der chinesischen Regierung.

Der australische S&P ASX 200 trat letztlich mit 8.917,70 Punkten fast auf der Stelle. Dass die heimische Notenbank den Leitzins nach drei Erhöhungen in Folge unverändert ließ, gab dem Börsenbarometer keine Richtung./gl/jha/