MARKT USA/Verzicht auf Militärschlag gegen Iran dürfte weiter stützen
(Dow Jones Newswires)
Zum Wochenausklang dürften die US-Börsen an die positive Entwicklung vom Donnerstag anknüpfen, wenngleich die Gewinne niedriger ausfallen dürften. Die Futures auf die großen Aktienindizes tendieren vorbörslich etwas fester. Am Vortag war es mit den Kursen steil nach oben gegangen, nachdem US-Präsident Donald Trump von seinen angekündigten Militärschlägen gegen den Iran Abstand genommen hatte. In den sozialen Medien vermeldete Trump, dass alle Beteiligten den Erörterungen und Endpunkten sowohl im Konzept als auch in den Details zugestimmt hätten. Der Iran widersprach allerdings; es sei keine endgültige Entscheidung über das Abkommen getroffen worden.
Der Markt schenkt gleichwohl den Worten des US-Präsidenten Glauben. Die Ölpreise geben kräftig nach. Das Barrel Brentöl verbilligt sich um etwa 4,5 Prozent auf gut 86 Dollar. Das lindert Inflationsängste und lässt am Anleihemarkt die Renditen nachgeben. Die Zehnjahresrendite sinkt um 2 Basispunkte auf 4,45 Prozent. Der Dollar tendiert knapp behauptet. Er ist in der aktuell optimistischen Stimmung nicht als "sicherer Hafen" gefragt. Auf dem Greenback laste auch der gesunkene Ölpreis, denn die USA seien ein Netto-Ölexporteur, heißt es aus dem Handel.
Konjunkturseitig steht am Freitag nur der Uni-Michigan-Index der Verbraucherstimmung auf der Agenda. Im Mittelpunkt des Interesses dürfte aber der Börsengang von Spacex stehen. Die Aktien von Elon Musks Raketen- und Raumfahrtunternehmen werden zum Kurs von 135 Dollar ausgegeben, womit dem Unternehmen die Rekordsumme von 75 Milliarden Dollar zufließen wird. Der Börsenwert wird über 1,7 Billionen Dollar betragen.
Unter den Einzelwerten an der Börse verbilligen sich Adobe vorbörslich um 4,3 Prozent. Das Softwareunternehmen hat zwar Rekordzahlen für sein zweites Geschäftsquartal vorgelegt und damit auch die Erwartungen des Marktes übertroffen, doch wie bei anderen Branchenunternehmen auch bezweifeln die Anleger, dass sich die hohen Investitionen in KI-Anwendungen für den Konzern auszahlen werden. Adobe hat KI-Angebote ohne sofortige Bezahlschranke angekündigt, mit denen das Unternehmen neue Kunden gewinnen will. Auch der Abgang des Finanzchefs, der zum Chipkonzern Marvell Technology wechselt, kommt nicht gut an. Marvel sinken um gut 1 Prozent, hatten am Donnerstag aber einen Sprung von 11 Prozent gemacht.
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DJG/cln/sha
(END) Dow Jones Newswires
June 12, 2026 06:13 ET (10:13 GMT)
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