Euwax Trends: Erdrutschsieg für Japans Regierungsbündnis
Auf welche Optionsscheine, Knock-Outs & Co. setzen unsere Anleger? Unsere Börsen-Trends am 10. Februar 2026, Stand: 13:30 Uhr
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Marktbericht:
Wichtige Konjunkturdaten im Blickpunkt der Märkte
Die meistgehandelten Hebelprodukte an der Börse Stuttgart
1. Optionsschein – Microsoft: KI-Sorgen schwinden
2. Optionsschein – NVIDIA startet Industrie-KI-Plattform mit Dassault Systèmes
3. Knock-Out-Call – STMicroelectronics: Umsatz stabil, Sondereffekte belasten Ergebnis
Wichtige Konjunkturdaten im Blickpunkt der Märkte
Nachdem vergangene Woche zahlreiche Unternehmensberichte aus der KI-Branche für starke Kursbewegungen sorgten, richtet sich die Aufmerksamkeit der Märkte in dieser Woche verstärkt auf zentrale Wirtschaftsdaten. Besonders im Fokus stehen die heute anstehenden US-Einzelhandelsumsätze für Dezember und die Lagerbestände im Großhandel, die wichtige Hinweise auf die Entwicklung der US-Konjunktur liefern. Ein weiterer Impulsgeber sind am Mittwoch die US-Arbeitsmarktdaten, die mit rund 70.000 neuen Stellen, einem moderaten Lohnwachstum von 3,6 Prozent sowie einer stabilen Arbeitslosenquote erwartet werden.
Nach der vergangenen Woche, die erneut von Skepsis gegenüber den steigenden Investitionen im Technologiesektor geprägt war, stehen heute die Januar-Zahlen des taiwanischen Chip-Herstellers TSMC im Blickpunkt. Das Unternehmen meldet einen Rekordumsatz für den Monat Januar mit einem Anstieg von 36,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Marktbeobachter sehen hierin ein Signal für die Nachfrage nach KI-Hardware, wobei die Ausgabenstruktur im Sektor weiterhin von Investoren kritisch hinterfragt wird.
Die Berichtssaison läuft derweil weiterhin auf Hochtouren. Im weiteren Wochenverlauf legen unter anderem Coca-Cola, Ford, Siemens, BP und Mercedes Benz ihre Geschäftszahlen vor und sorgen so für zusätzliche Impulse an den Märkten.
Was sonst noch wichtig wird:
Quartalszahlen:
- 10.02.2026, 12:00 Uhr: Spotify Technology S.A. (Technologie/Medien, Luxemburg)
- 10.02.2026, 13:00 Uhr: The Coca-Cola Co. (Konsumgüter, USA)
- 10.02.2026, 14:00 Uhr: Ferrari N.V. (Automobil, Italien)
- 10.02.2026, 22:05 Uhr: Ford Motor Co. (Automobil, USA)
Wirtschaftsdaten und Termine:
- 10.02.2026, 14:30 Uhr - USA: Einzelhandelsumsätze Dezember 2025 (zuletzt: 0,60% / Prognose: 0,40%)
Euwax Sentiment Index
L&S Indikation DE 40 Index
Euwax Sentiment Index
L&S Indikation DE 40 Index
1. Optionsschein – Microsoft: KI-Sorgen schwinden
Nach der Unsicherheit rund um hohe Investitionen im Bereich Künstliche Intelligenz in der vergangenen Woche hat sich die Microsoft-Aktie zuletzt wieder etwas erholt. Die Bedenken vieler Investoren beziehen sich vor allem auf den Umfang der KI-Ausgaben und deren kurz- bis mittelfristige Rentabilität.
Am 28. Januar präsentierte Microsoft die Zahlen für das abgeschlossene zweite Quartal des Geschäftsjahres 2026. Das Unternehmen verbuchte einen Umsatzanstieg um 17 % auf 81,3 Milliarden US-Dollar sowie ein Wachstum des operativen Ergebnisses um 21 % auf 38,3 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn belief sich nach den US-amerikanischen Rechnungslegungsstandards (GAAP) auf 38,5 Milliarden US-Dollar und lag damit 60 % über dem Vorjahreswert. Auf bereinigter Basis (Non-GAAP) betrug der Gewinn 30,9 Milliarden US-Dollar, ein Anstieg von 23 % im Vergleich zum Vorjahr. Erstmals erzielte die Sparte Microsoft Cloud einen Quartalsumsatz von über 50 Milliarden US-Dollar.
An der Börse Stuttgart ist heute ein Call-Optionsschein auf Microsoft mit einem Hebel von 7,76 und einem Aufgeld von 14,41% vermehrt gefragt. Anleger kaufen dieses Hebelprodukt aktuell überwiegend. Der Schein verfügt über ein Bezugsverhältnis von 0,10 und eine implizite Volatilität von 31,76 % (Geldkurs). Stichtag für die Rückzahlung ist am 20. Januar 2027.
2. Optionsschein – NVIDIA startet Industrie-KI-Plattform mit Dassault Systèmes
NVIDIA hat in Zusammenarbeit mit dem französischen Softwarekonzern Dassault Systèmes eine umfassende Partnerschaft angekündigt, um gemeinsam industrielle KI-Architekturen zu entwickeln. Ziel ist es, sogenannte "virtuelle Zwillinge" und KI-basierte Simulationsplattformen für Design, Technik und Fertigung zu schaffen. „Künstliche Intelligenz wird zur Infrastruktur – wie Wasser und Strom“, erklärte NVIDIA-CEO Jensen Huang.
Gemeinsam bündeln NVIDIA und Dassault Systèmes ihre Technologien: Die leistungsstarke KI und Rechnertechnik von NVIDIA wird mit den digitalen Simulationsplattformen von Dassault Systèmes verbunden. Damit können Unternehmen beispielsweise neue Materialien schneller erforschen oder Produktionsabläufe virtuell testen. Im Zentrum steht dabei das Konzept des „digitalen Zwillings“ – detailgetreue, digitale Abbilder von Produkten oder Fabriken, die den gesamten Entwicklungs- und Fertigungsprozess abbilden und verbessern sollen.
Dassault Systèmes wurde 1981 als eigenen Konzerngesellschaft des Flugzeugherstellers Dassault Aviation gegründet.
Anleger an der Börse Stuttgart zeigen heute reges Interesse an einem Call-Optionsschein auf NVIDIA. Der Optionsschein weist einen hohen Hebel von 192, eine implizite Volatilität von 46,41 % und ein Aufgeld p.a. von 66,43 % auf. Der Basispreis liegt 315 US-Dollar, das Bezugsverhältnis beträgt 1:1. Die NVIDIA-Aktie notiert aktuell bei 191,64 US-Dollar. Der Optionsschein läuft bis zum 25. Juni 2026.
3. Knock-Out-Call – STMicroelectronics: Umsatz stabil, Sondereffekte belasten Ergebnis
STMicroelectronics hat für das vierte Quartal 2025 Umsätze von 3,33 Milliarden US-Dollar gemeldet, was im Jahresvergleich nahezu auf Vorjahresniveau liegt. Der Quartalsgewinn vor Sondereffekten fiel jedoch schwächer aus: Die operative Marge lag bei 3,8 % nach 11,1 % im Vorjahr. Sondereffekte durch Restrukturierungen sowie Einmalbelastungen führten zu einem Quartalsverlust von 30 Millionen US-Dollar.
CEO Jean-Marc Chery hob hervor, dass die Erlöse im Segment Personal Electronics und in Teilen der Industriesparte über den Erwartungen lagen, während das Autogeschäft schwächer abschnitt. Für das laufende Quartal prognostiziert das Unternehmen bei einem geplanten Umsatz von rund 3,04 Milliarden US-Dollar eine operative Marge von etwa 33,7 %. Ziel bleibt der weitere Umbau des Produktionsnetzwerks und die Stärkung des freien Cashflows.
Im Fokus der Anleger steht heute ein Knock-Out-Call auf STMicroelectronics, der mit einem Hebel von 2,90 sowie einem Abstand von rund 34 % zur Knock-Out-Barriere gehandelt wird. Das Papier wird zurzeit an der Börse Stuttgart überwiegend gekauft.
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