Die meistgehandelten strukturierten Wertpapiere unserer Anleger
Knock-Outs, Optionsscheine und Anlagezertifikate im Fokus
Von der Börse Stuttgart Newsredaktion
Wie unsere Anleger die Lage des DAX einschätzen
Die Zuspitzung in der Zollpolitik der USA hat in dieser Woche zu einer erhöhten Unsicherheit und damit zu einem erneuten Anstieg in der Volatilität geführt. Mit rund 27 Prozent stieg das Volatilitätsbarometer VDAX-New zwar nicht auf Crash-Niveau, erreichte aber den höchsten Stand seit August 2024. Zur gestiegenen Unsicherheit im DAX trug auch der starke Euro bei, der auf 1,09 Dollar gestiegen ist. Anfang des Monats lag die europäische Einheitswährung noch deutlich tiefer bei knapp 1,04 Dollar. Der gestiegene Euro kann zu einer Belastung für deutsche Exportunternehmen werden, die im DAX besonders zahlreich vertreten sind. Ihre Produkte werden im Nicht-Euroraum vergleichsweise teurer, worunter wiederum die Wettbewerbsfähigkeit leidet. Sollten US-Zölle noch hinzukommen, würden sich die negativen Effekte gleich doppelt auswirken. Derivateanleger in Stuttgart sind dennoch mehrheitlich optimistisch und bevorzugen Call-Optionsscheine und Turbo-Calls auf Aktien aus dem Rüstungssektor oder auf US-Titel. Doch auch Absicherungen sind zu beobachten. Unter den Top 10 Turbos sind zwei häufig gehandelte DAX-Puts zu finden.
Die meistgehandelten Derivate unserer Anleger
Der chinesische Automarkt zeigte im Februar mit 25 Prozent ein deutliches Wachstum. Dabei stiegen die Einzelhandelsverkäufe von Fahrzeugen mit neuer Energie, einschließlich batteriebetriebener E-Fahrzeuge und Plug-in-Hybride, um 80 Prozent auf 686.000 Einheiten, so der chinesische Autoverband „China Passenger Car Association“. Die Vereinigung erwartet für März ebenfalls eine robuste Nachfrage, da die Automobilhersteller häufig nach dem Mondneujahrsfest neue Modelle auf den Markt bringen. Unterstützung kommt außerdem durch konsumfördernde Maßnahmen, die von lokalen Regierungen derzeit angeboten werden. BYD ist der größte chinesische E-Autohersteller und als Basiswert einer der Favoriten bei den Derivateanlegern in Stuttgart. Ein Call gehört bei den Knock-out-Papieren zu den am meisten gehandelten Produkten der vergangenen Woche.
Bei den Optionsscheinen wurde ein Call auf Airbus in der abgelaufenen Woche am stärksten gehandelt. Der Flugzeugbauer hatte vor wenigen Wochen durchwachsene Quartalszahlen abgeliefert und auch die jüngsten Auslieferungszahlen waren nicht überzeugend. Zwar wurden im Februar 40 Flugzeuge ausgeliefert, was die Erwartungen der Analysten übertraf. Allerdings gab es im ersten Quartal 2025 bisher einen Rückgang der Auslieferungen im Vergleich zum Vorjahr.